Inklusion

Menschen mit Behinderungen: EN-Kreis lädt zur Messe ein

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Lucas Kurth am Donnerstag den 12. August 2021 in der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Foto: Ralf Rottmann/ Funke Foto Services

Lucas Kurth am Donnerstag den 12. August 2021 in der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Foto: Ralf Rottmann/ Funke Foto Services

Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

Schwelm/Gevelsberg/Ennepetal.  Kreis veranstaltet erstmalig eine Messe am Schwanenmarkt in Witten, um das Thema Hilfen für Menschen mit Behinderungen zu liefern.

Gut jeder zehnte Bürger der Bundesrepublik hat einen Schwerbehindertenausweis in der Tasche. Mit ihm haben die Betroffenen praktisch die amtliche Bestätigung: Ihre Behinderung ist erheblich, ihr Leben und ihr Alltag sind deutlich erschwert. Gleichzeitig liefert der Ausweis die Grundlage für eine Vielzahl von staatlichen Leistungen, die für Erleichterungen und Entlastungen sorgen sollen.

G, aG, H, Bl, Gl, B, TBl, RF - es sind unter anderem diese Buchstaben sowie der Grad der Behinderung, die darüber entscheiden, welche Anträge auf Unterstützung und Vergünstigungen Erfolgsaussichten haben.

Hilfe bei Forderungen und Ansprüchen

Möglich sind hier beispielsweise Steuerfreibeträge und Wohnberechtigungsscheine, Kindergeld für Kinder mit Behinderungen und eine Befreiung von den Rundfunkgebühren. Um mobil zu sein, sind Ermäßigungen für Fahrten mit Bus und Bahn oder auch Förderungen rund um das Auto und das Parken denkbar. Arbeitnehmer haben Ansprüche in den Bereichen Arbeitszeit, Kündigungsschutz, Urlaub und Rente.

„Mit einer Messe wollen wir hier ein wenig Licht ins Dunkel bringen und Interessierten Informationen rund um das Thema Hilfen für Menschen mit Behinderungen liefern“, kündigt Nadine Volmer, für diesen Bereich verantwortliche Sachgebietsleiterin der Kreisverwaltung an. Schauplatz der Messe ist am Freitag, 20. Mai, von 14 bis 17 Uhr die Nebenstelle der Kreisverwaltung am Schwanenmarkt in Witten.

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Neben den Fachleuten des Sachgebiets stehen den Besuchern - gerne auch Menschen ohne Behinderung - weitere Experten Rede und Antwort. Erwartet werden dabei neben Beschäftigten aus anderen Bereichen der Kreisverwaltung auch Mitarbeiter der Gehörlosenberatung und der Evangelischen Stiftung Volmarstein sowie Menschen, die über ihren beruflichen Werdegang mit Behinderungen berichten.

Messe als neue Erfahrung

„Abgedeckt haben wir damit auch die Themen Betreuung, Vorsorgevollmacht und Wohnraumgestaltung“, zeigt sich Volmer zufrieden. Für alle Beteiligten ist die Messe eine neue Erfahrung. „Bisher waren wir vor allem auf Seniorenmessen als Gast dabei, haben uns und unsere Leistungen vorgestellt. Jetzt laden wir erstmals selbst ein und treten damit als Veranstalter auf.“

Auf die Besucher warten neben Informationen auch Kaffee und Kuchen sowie ein kleines Unterhaltungsangebot. Zum Schutz krankheitsbedingt gefährdeter Teilnehmer ist in den Innenräumen das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht.

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2021 haben die 16 Mitarbeiter des Sachgebietes im Kreis in 9842 Verfahren den Grad der Behinderung von Bürgern ermittelt. Ausgangspunkte für die Aktivitäten waren 3034 Erstanträge, 3942 Änderungsanträge, 1208 Nachprüfungen von Amtswegen, 1441 Widersprüche und 217 Klageverfahren.

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