Stadtgeschichte

Michael Eckhardt auf großer Leinwand

Rainer Finke beim Zinngießen.

Rainer Finke beim Zinngießen.

Foto: Angelika Trapp

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Ennepetal.  „Das war ja richtiges Kino“, so hieß es nach den Uraufführungen der Filme „Stadtgeschichten“ und „Engel und mehr“ von Horst Groth in der schon traditionellen Herbstveranstaltung des Förderkreises Industriekultur. Der Hörsaal des Hauses Ennepetal hatte keine freien Plätze mehr, als Prof. Dr. Reinhard Döpp die von vielen, vor allem aber von Kommunalpolitikern, mit Spannung erwartete Filmpremiere eröffnete. Viele Politiker waren auch unter den Gästen: Die Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen (Ennepetal), Klaus Baumann (Breckerfeld), die Bürgermeisterstellvertreterin Anita Schöneberg und der ehemalige Fraktionschef der FDP, Wolfgang Frey, die ehemalige Grünen-Politikerin und jetzige Gleichstellungs- und Ehrenamtsbeauftragte der Stadt, Sabine Hofmann und natürlich auch der Ehrenbürgermeister Michael Eckhardt mit seiner Frau Edda.

Doppelkreiselbau und Affären

„Stadtgeschichten“ behandelt die Amtszeit Eckhardts mit Voerder Doppelkreiselbau, die Entstehung des Regenüberlaufbeckens auf dem Gelände der Firma Altfeld – eine von Eckhardt entwickelte, kostengünstige und schließlich auch favorisierte Lösung. Es geht aber auch um die Affäre des CDU-Politikers Masur, die zur Verurteilung durch die Justiz führte, sowie um den Bau der Fußgängerzone in Milspe. Im Film kommen auch Eckhardts Mutter und natürlich seine Frau Edda zu Wort. Der Zuschauer erfährt und sieht auch Privates, vor allem erfährt er, warum Michael Eckhardt bei aller Popularität nicht noch einmal bei der Bürgermeisterwahl antrat. „Ich war mit einigen politischen Entscheidungen nicht einverstanden!“ lässt er im Film wissen. Der FDP-Politiker Wolfgang Frey kommentiert es auf Leinwand so: „Michael Eckhardt hatte sich in letzter Zeit verändert und war verbraucht.“

Neue Dokumentation

Man erfahrt von der SPD-Politikerin Anita Schöneberg, die gegen Eckhardt und gegen Wilhelm Wiggenhagen für das Bürgermeisteramt erfolglos kandidierte, dass politische Niederlagen weh tun. Kurzum: Horst Groth, der Kamera und Regie führte, legte wieder einen preisverdächtigen Film vor. Nicht zu vergessen: Groths neue Dokumentation über das Zinngießen im Industriemuseum: „Engel und mehr“. Zu sehen sind auch schöne Bilder, unter anderem auch von Rainer Finke, einer der Macher, wenn es ums Gießen und Schmieden geht.

Ganz zum Schluss der Veranstaltung würdigten Prof. Döpp und Dr. Walter Knuff den anwesenden Friedrich-Wilhelm Schlottmann, der bei der Einrichtung des Straßenmuseums wichtige Beiträge lieferte und im Industriemuseum mit seinen Modellen eine ständige Ausstellung hat, im „Schlottmann-Raum“.

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