Edelstein und Mineralienbörse

Mineralienbörse auf Abschiedstour

Links eine Amethystdruse, rechts ein Bergkristall und im Vordergrund ist ein wertvollerGoldnugget. Allesamt Exponate der Ausstellung

Foto: Claus Hagemann

Links eine Amethystdruse, rechts ein Bergkristall und im Vordergrund ist ein wertvollerGoldnugget. Allesamt Exponate der Ausstellung Foto: Claus Hagemann

Ennepetal.   Claus Hagemann, Veranstalter der Messe, sieht mit dem Abriss des Hauses Ennepetal auch das Ende der Traditionsveranstaltung in der Klutertstadt.

Die Edelstein und Mineralienbörse im Haus Ennepetal blickt auf eine lange Tradition zurück. Vor 34 Jahren lud der Diplom Mineraloge Claus Hagemann erstmals 20 Aussteller in das Foyer ein. Im Laufe der Zeit hat sie sich zur Besucherstärksten unter den Mineralienmessen in NRW gemausert. Doch mit dem Abriss des Hauses Ennepetal wird wohl auch die Ennepetaler Messe Geschichte.

Rekordzahl bei den Ausstellern

Claus Hagemann blickt mit Wehmut in die Zukunft. Das Haus Ennepetal sei über die Jahre die perfekte Veranstaltungsstätte gewesen, habe sich bei den Ausstellern, die zum Teil weite Anreisen in Kauf nehmen, und bei den vielen Besuchern etabliert und sei sehr beliebt. Die Atmosphäre stimme, die Strukturen seien eingespielt. Bereits im Januar seien die Ausstellungsplätze restlos ausgebucht gewesen. 65 Anmeldungen liegen für das erste Novemberwochenende vor, wenn sich in der Klutertstadt wieder alles um Edelsteine, Mineralien und Schmuck dreht. Ein Rekord.

Hagemann glaubt nicht, dass es nach dem Abriss des Hauses Ennepetal mit der Messe weitergeht. Ein Umzug sei immer schwierig, zumalein passendes Objekt überhaupt erst einmal gefunden werden müsste. Er sieht die kommenden drei Jahre als Abschiedstour. „Bis 2019 findet die Börse noch statt“, das sei das Einzige, das für den Veranstalter fest stehe. Und für diese Zeit hat er sich nochmal einiges vorgenommen. „Es wäre toll, wenn wir in diesem Jahr noch einmal einen Besucherrekord schaffen“, sagt er und bietet auch einen zusätzlichen Anreiz für die Besucher. „Sollten mehr als 3500 Menschen kommen, werde er aus eigener Tasche den Erlös aus der Mineralientombola verdoppeln, erklärt Hagemann. Dieser wird dann wieder als Spende an eine Organisation vor Ort übergeben.

Die Aussteller werden insgesamt mehr als 300 Tische mit glanzvollen Exponaten bestücken. „Es ist für jeden Geschmack wieder etwas dabei“, verspricht der Diplom-Mineraloge: Raritäten, Schmuck, Fossilien und Sammlerutensilien. Auch für Kinder gibt es zahlreiche Programmpunkte und Mitmachaktionen wie das Edelsteinschürfen. Von „Lucy und ihren Kindern“ berichtet in diesem Jahr Klaus Schäfer in einem Vortrag im Hörsaal. Auch Klaus Becker von der Volkssternwarte Ennepetal wird seine Zuhörer wieder mit spannenden Vorträgen begeistern.

Schmuck, Fossilien und Edelsteine

Passend zum diesjährigen Titel der Veranstaltung „Von Diamanten und Achaten“ wird Claus Hagemann seine persönliche Schatzkammer öffnen. Eine der weltweit größten Sammlungen von Nachbildungen historischer Diamanten sei im Besitz des Ennepetalers. In über 30 Jahren habe er mehr als 300 Exponate zusammengetragen „In einer der Sonderschauvitrinen im Foyer werde ich in diesem Jahr die „Top 25“ meiner Sammlung präsentieren.“ So können alt und jung aus nächster Nähe bestaunen, wie die weltberühmten Diamanten ausschauen, die es sonst nur in Museen zu bestaunen gibt oder die versteckt in Privatsammlungen ihr Dasein fristen.

Natürlich lädt an diesem Wochenende auch der Henri Thaler Verein wieder zu seinem Herbstbasar in die untere Etage ein.

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