Konzert

Mozarts Requiem völlig neu erlebt

Nicht einfach reproduzieren, sondern das Requiem völlig neu hören lassen und erleben: Dies ist den 70 Vortragenden mit ihren Stimmen und Instrumenten in der Propsteikirche eindrucksvoll gelungen. 

Foto: Lina Hoffmann

Nicht einfach reproduzieren, sondern das Requiem völlig neu hören lassen und erleben: Dies ist den 70 Vortragenden mit ihren Stimmen und Instrumenten in der Propsteikirche eindrucksvoll gelungen.  Foto: Lina Hoffmann

Schwelm.   Schola Cantorum gelingt bezaubernde Umsetzung des meisterhaften Werkes.

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Ein meisterhaftes Requiem zu Ehren Mozarts und der Toten wurde am vergangenen Sonntag in der Propsteikirche Sankt Marien gespielt. Anlässlich des Volkstrauertag sorgten etwa 70 talentierten Künstler mit ihren Stimmen und Instrumenten für Gänsehaut und gestalteten eine andächtige Atmosphäre.

Seit gut einem halben Jahr hatte sich die Schola Cantorum, unter der Leitung von Kirchenmusiker Ulrich Isfort, auf ihren Auftritt gemeinsam mit dem Ristenpart-Orchester aus Köln vorbereitet. Proben, die neben den sonstigen Auftritten einiges an Zeit einforderten, wie Ulrich Isfort verriet. Der Regionalkantor und sein Kirchenchor hatten sich für ihre Aufführung am Sonntag an ein großes Werk Mozarts, welches eine bedeutende Rolle der Wiener Klassik spielt, heran getraut und mehr als erfolgreich umsetzen können. Die Veranstaltung stellte damit einen Kontrast zur üblichen liturigischen Totenmesse dar.

Gut arrangierte Bühne

„Auch wenn Mozart, durch seinen eigenen Tod bedingt, das Requiem selbst nicht zu Ende schreiben konnte und diese Aufgabe sein Schüler Süßmayr übernahm, handelt es sich hierbei um ein in sich stimmiges und vollendetes Werk“, erklärte Isfort, der im Anschluss deutlich machte: Heute Abend wollen wir das Requiem nicht reproduzieren, sondern völlig neu hören lassen und erleben.

Die gut arrangierte Bühne, tolle akustische Gegebenheiten und die Unterstützung von Ja Young Park (Sopran), Cornelia Orendi (Alt), Carsten Krüger (Bass) und Mario Trelles (Tenor) sorgten neben den Leistungen des Schwelmer Chors und ihres Leiters für eine wirklich bezaubernde Umsetzung. „Wir haben da so viel Liebe und unsere Seelen reingesteckt“, erzählte der Regionalkantor, der bereits öfters mit dem Ristenpart-Orchester zusammen gearbeitet hatte. Aufgeregt sei er trotzdem jedes Mal, wie er gestand: „Zum einen, weil jede Aufführung anders ist und das Klangbild immer einzigartig ist, und zum anderen, weil die Nervosität uns alle zu Hochleistungen bringt“. In seinen über 20 Jahren Arbeit als Kirchenmusiker ist er mit unkalkulierbaren Situationen bei Auftritten längst vertraut und freut sich immer wieder über die Einmaligkeit sämtlicher Aufführungen. Sonntagabend, so schien es zumindest für das gebannte Publikum, lief alles wie am Schnürchen.

Mit ihrer Leidenschaft für die Musik konnten die Künstler an dem Abend eine bunt gemischte Zuhörerschaft erreichen, welche aus den verschiedenen Konfessionen, aber auch den ein oder anderen Kulturliebhabern bestand.

Ungefähr eine Stunde führte der Kantor durch das Requiem, welches nach einem ziemlich bedrückenden Mittelteil mit einem durch Hoffnung und Erlösung geprägtem Abschluss endete.

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