Feuerwehr

Nach Explosion in Gevelsberg: Jetzt äußert sich die Firma

Einsatzkräfte der Feuerwehr Gevelsberg vor der Firma Dieckerhoff Guss an der Oststraße.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Gevelsberg vor der Firma Dieckerhoff Guss an der Oststraße.

Foto: Max Kölsch / WP

Gevelsberg.  Die Firma Dieckerhoff Guss aus Gevelsberg äußert sich zur Explosion am Montagmorgen. So steht es um die Verletzten und die Produktion.

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Nach der Explosion in einer Halle der Firma Dieckerhoff Guss an der Oststraße am Montagmorgen konnten die verletzten Mitarbeiter das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen. Das teilte das Unternehmen mit. Auch die Produktion am Standort in Gevelsberg kann fortgesetzt werden. Die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks dauern an.

Es war ein gewaltiger Knall, der am Montagmorgen die Umgebung des Autozulieferers erschütterte. In einem Schmelzofen hatte es eine Dampfexplosion gegeben (wir berichteten). Kurze Zeit später waren Sirenen in der Stadt zu hören. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort. Zuletzt sprach Einsatzleiter Uwe Wolfsdorff von sieben Verletzten. Drei kamen per Rettungswagen ins Krankenhaus. Noch am Montagabend erklärte ein Sprecher des Unternehmens, dass alle drei Mitarbeiter das Krankenhaus wieder verlassen hätten.

Produktion in Gevelsberg läuft weiter

Einer sei später dorthin zurückgekehrt und über Nacht zur Beobachtung geblieben. Mittlerweile sei die Stimmung in der Belegschaft wieder ganz gut. „Die Kollegen sind froh, dass es keine ernsthaften Verletzungen gegeben hat“, so der Pressesprecher weiter. „Der Betrieb vor Ort kann weitergehen und es sind keine Produktionsausfälle zu erwarten.“ Eine genaue Schadenssumme konnten weder er noch die Polizei bislang beziffern.

Die Polizei berichtet von zwei beschädigten Fenstern und einem beschädigten Wandteil in der betroffenen Halle. Vonseiten des Unternehmens heißt es, dass durch die Explosion Platten des Daches angehoben worden seien. Grundlegend handele es sich aber um kleinere Sachschäden. „Die Statik der Halle ist sicher“, betont der Sprecher. Das war auch das Ergebnis des Gevelsberger Ordnungsamtes, dass am Montagmorgen ebenfalls vor Ort war.

„Der betroffene Ofen muss nicht ersetzt werden“, erklärt der Sprecher weiter. Es sei aber zu prüfen, inwieweit er nach der Explosion gewartet werden müsse. „Eventuell müssen Düsen neu eingestellt werden“, gibt er ein Beispiel. Das könne ein paar Tage oder wenige Wochen dauern. „Die Kollegen organisieren die Produktion jetzt neu“, heißt es. „Die Kapazitäten werden auf die anderen Öfen verteilt.“ Derer gebe es insgesamt fünf bei Dieckerhoff Guss. Die Aufträge der Kunden könnten weiter abgearbeitet werden. Es seien keine Produktionsausfälle zu erwarten.

Gevelsberger Unternehmen sucht Ursache

Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, versucht das Unternehmen nun zu eruieren. Wie berichtet, ermittelt auch das Amt für Arbeitsschutz, das bei der Bezirksregierung Arnsberg angesiedelt ist. Die Feuerwehr Gevelsberg sprach am Montag zunächst von Wasser, das in flüssiges Eisen innerhalb eines Schmelzofens gelangt war. Daraufhin sei es zu einer Dampfexplosion gekommen.

Die Polizei hatte auf Nachfrage dieser Zeitung erklärt, dass festes Eisen mit einem Gabelstapler in den Ofen verfrachtet worden war. Dabei sei Feuchtigkeit mit hineingelangt, was eine Verpuffung zur Folge gehabt habe. Zum Zeitpunkt der Verpuffung habe sich kein Mitarbeiter unmittelbar in der Nähe des Ofens befunden. Die Rettungskräfte wurden am Montag um 7.53 Uhr alarmiert. Gegen 10.45 Uhr war der Einsatz beendet.

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