Eichholzstraße

Neue A1-Brücke in Gevelsberg: Späterer Termin für Freigabe

Arbeiten auf der neuen Eichholzbrücke über die A1 in Gevelsberg am Donnerstag. Die Freigabe verzögert sich.

Arbeiten auf der neuen Eichholzbrücke über die A1 in Gevelsberg am Donnerstag. Die Freigabe verzögert sich.

Foto: Max Kölsch

Gevelsberg.  Straßen NRW nennt auf Nachfrage noch einmal einen späteren Zeitpunkt für die Freigabe der neuen Eichholzbrücke in Gevelsberg.

Ab Oktober soll der Verkehr über die neue Eichholzbrücke rollen können. Das gab Straßen NRW auf Nachfrage dieser Zeitung bekannt. Bis dahin stehen laut Landesbetrieb noch kleinere Restarbeiten an. Sobald die neue Brücke freigegeben ist, soll der Rückbau der Behelfsbrücke starten. Die ermöglicht die Querung der A1 nun seit Anfang August 2019. Einen genauen Termin für die Fertigstellung der sogenannten Eichholzbrücke nannte Straßen NRW aber noch nicht.

Die Schalung der Kappen entfernen, Restarbeiten unter der Brücke und hier und da den Korrosionsschutz ausbessern – das ist laut Straßen-NRW-Sprecher Andreas Berg das, was noch ansteht, bevor die neue Brücke fertig ist. Kleinigkeiten, wie er sagt. „Im Laufe des Oktobers soll der Verkehr wieder fließen“, so Berg. Auf dem Baustellenschild steht Juli 2020 als Fertigstellungstermin.

Arbeiten in Gevelsberg aufwendiger als gedacht

Im Juli hatte Andreas Berg aber schon eingeräumt, dass das nicht zu schaffen sein werde. Damals schätzte er, dass die Freigabe für den Verkehr gegen Ende August erfolgt. Bis Oktober sollte es dann noch dauern, das Behelfsbauwerk an der Eichholzstraße komplett abzubauen.

„Die Verzögerung ist aber in einem normalen Rahmen“, sagt der Sprecher. „Wir stellen die Schilder mit den Fertigstellungsterminen recht früh auf, da können im Nachhinein immer mal Kleinigkeiten passieren, die unvorhersehbar sind.“

Wie berichtet waren die Arbeiten am Untergrund aufwendiger als zuvor angenommen. Es musste mehr Erde aus der Baugrube transportiert werden. Das Wetter spielte ebenfalls eine Rolle und coronabedingt kam es auch zu Verzögerungen bei der Lieferung von benötigten Materialien.

Wenn die neue Brücke fertig ist, soll sie dafür mindestens 100 Jahre halten. Das neue Bauwerk wird 70 Meter lang und 15,50 Meter breit sein. Es soll Platz für zwei Fahrbahnen à vier Meter und zwei Fußgängerbereiche sowie einen Radweg bieten. Rechts und links wird es ein Geländer geben. Jedes im Verkehr regulär zugelassene Fahrzeug kann diese Brücke dann passieren. Einschränkungen gibt es laut Straßen NRW keine.

Brückenepisode beginnt bereits im Juli 2015

Mit Ausnahme der Nacharbeiten für die Behelfsbrücke endet so schließlich auch die jahrelange Brückenepisode an der Eichholzstraße, die ihren Ursprung im Juli 2015 hat. Zu dieser Zeit wurde die Brücke in der A1-Anschlussstelle Gevelsberg für den Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen gesperrt– und später auch für Fahrzeuge mit mehr als 2,10 Metern Breite.

Der Landesbetrieb sagte damals: „Statische Nachberechnungen haben ergeben, dass das Bauwerk nicht mehr die erforderliche Tragkraft besitzt. Umleitungen über die Anschlussstelle Volmarstein beziehungsweise über das Autobahnkreuz Wuppertal-Nord werden ausgeschildert.“ Wann das Projekt des geplanten Ersatzneubaus umgesetzt werden könne, sei nicht absehbar.

2017 wurde bekannt, dass sich die Pläne mit der Behelfsbrücke wegen gescheiterter Grundstücksverhandlungen zerschlagen hatten. 2018 konnte eine Einigung erzielt werden und die Behelfsbrücke konnte doch kommen.

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