Gastronomie

Neue Gastgeber für Gevelsberger Feinschmecker bei Habbel

Sie stoßen auf eine erfolgreiche Zukunft des Restaurants an der Gevelsberger Straße an: Cornelia Habbel, Michaela Habbel, Ilona Cwielag, Michael Habbel und Sigurd Marmetschke (von links).

Sie stoßen auf eine erfolgreiche Zukunft des Restaurants an der Gevelsberger Straße an: Cornelia Habbel, Michaela Habbel, Ilona Cwielag, Michael Habbel und Sigurd Marmetschke (von links).

Foto: Klaus Bröking

Gevelsberg.   Das Geschäft mit den Spirituosen brummt. Die Familie Habbel will sich in Zukunft auf die Führung der traditionsreichen Destillerie konzentrieren.

Seit zwei Jahrzehnten ist Habbel die erste Adresse für Feinschmecker in Gevelsberg, auch wenn das Restaurant einige Meter hinter der Stadtgrenze liegt. Nun gibt der Namensgeber zu Allerheiligen sein Feinschmecker-Lokal in neue Hände. Statt der Habbels werden in Zukunft Ilona Cwielag und Sigurd Marmetschke aus Breckerfeld am Herd und hinter dem Tresen stehen.

Wachstum mit der Brennerei

Die Habbels wissen, was sie können und was nicht: „Wir können nicht kochen, wir waren immer nur die Gastgeber“, sagt Junior-Chefin Michaela Habbel. Aber besondere Spirituosen brennen, das können sie perfekt. Und darauf will sich die Familie in Zukunft konzentrieren. „Die Brennerei ist auf einem schnellen Wachstumskurs und braucht unsere volle Konzentration“, sagt Michaela Habbel und nennt auch noch einen weiteren, verständlichen Grund, sich von dem Restaurantbetrieb zu trennen: „In der Destillerie geht die Arbeit um 8 Uhr los. Wenn wir dort Feierabend haben, macht das Restaurant auf. Unsere Familie hat sich nur noch bei der Arbeit gesehen.“

Den guten Ruf erkocht

Cornelia Habbel, die Mutter von Michaela, geht aber trotzdem mit einem weinenden Auge: „Ich möchte mich bei allen Gästen bedanken, die uns so lange die Treue gehalten haben. Das ist mir wichtig“ Ihr Mann Michael Habbel ist froh, das Haus in bewährte Hände geben zu können. Sigurd Marmetschke war der erste Koch im Restaurant Habbel. Von 1996 bis 2004 war der 54-Jährige dort Chef in der Küche und hat sozusagen den guten Ruf des Feinschmeckerlokals erkocht. Danach hat sich der Breckerfelder seinen Traum von der Selbstständigkeit erfüllt und den Alten Bahnhof in Dortmund-Huckarde mit seiner Partnerin Illona Cwielag übernommen.

Scherz bei der Weihnachtsfeier

Seniorchef Michael Habbel hatte bei einer Weihnachtsfeier seinen ehemaligen Koch scherzhaft gefragt, ob er nicht sein Haus übernehmen wolle. Im Sommer wurde es dann ernst, als Cornelia und Michael Habbel sich überlegten, etwas mehr Ruhe in ihr Leben einziehen zu lassen. Seit einem Monat steht der Nachfolger nun schon bei Habbels in der Küche, am 1. November ist die Übernahme. „Berühmt ist er für seine Soßen“, lobt Habbel den Koch. Innovativ und bodenständig sei sein Stil. Er liebe eine feine Küche, wolle es aber nicht übertreiben.

Neue Karte mit Steaks

„Für jeden muss etwas dabei sein“, sagt der neue Restaurant-Chef. Bei der Frage nach seinem Lieblingsgericht gerät der 54-Jährige ins Grübeln: „Hummer, aber auch Rouladen oder Kassler.“ Eben eine große Bandbreite. Natürlich werde es weiter die riesige Spirituosen-Karte mit den hochprozentigen Delikatessen aus der Habbelschen Destillerie geben. Neu will Mametschke eine Steakkarte mit vielseitigen Gerichten einführen: „Das läuft in unserem Haus in Dortmund besonders gut.“ Auch der Name des Restaurants wird sich nicht ändern. Die fünf festen Angestellten werden alle übernommen.

„Einige Gäste, die in der nächsten Zeit zu uns kommen, werden sicherlich gar nicht merken, dass wir das Lokal übergeben haben“, glaubt Michael Habbel. Hoffentlich werden seine Frau und er es spüren, dass sie dann weniger Verantwortung tragen müssen.

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