Music Church

Neue Konzertreihe erlebt gelungene Premiere

der Reihe  „MusicChurch“ in der Herz-Jesu-Kirche in Milspe.

der Reihe  „MusicChurch“ in der Herz-Jesu-Kirche in Milspe.

Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal.  Etwa 60 Besucher erlbten eine gelungene Premiere der Veranstaltungsreihe „MusicChurch“ im Saal unter der Herz-Jesu-Kirche in Milspe.

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Als um 22 Uhr im Gemeindesaal unter der Herz-Jesu-Kirche in Milspe die „Summer House Blues Band“ wie geplant verstummte, gab es mehr als herzlichen Beifall. Die Premiere zur Veranstaltungsreihe „MusicChurch“ war gelungen. 60 Besucher, darunter auch Frauen und Männer, die erstmals in der Katholischen Gemeinde zu Gast waren, hatten einen schönen Abend verlebt mit sehr unterschiedlicher Musik.

Diemo Wasiak, der 1. Vorsitzende der veranstaltenden Kolpingfamilie Milspe, und der aus der Gemeinde stammende Organisator Tobias Esser waren sehr zufrieden. „Es kann weitergehen“, versprach der in Milspe wohnende und in Iserlohn tätige Musiklehrer Esser. So wird es auch wieder am 21. April im Saal unter der Kirche „MusicChurch“ heißen. Esser, der in Musikerkreisen gut vernetzt ist, möchte Gruppen aus der Region für die „Livekultur in Herz-Jesu“ präsentieren. Alle Gruppen, die auftreten werden, hat Tobias Esser zuvor selbst gehört.

Erinnerungen an Alexis Korner

Den Anfang machte das Wuppertaler Duo „Bilstein & Dunkel“ mit leisen Tönen, mal melancholisch, aber nie in Kitsch abdriftend. Ihre Songs verkörpern ein Stück Lebensgefühl junger Leute, in diesem Falle mit der Heimat Wuppertal im Herzen, jedoch mit der Neugierde gepaart, anderes kennen zu lernen, andere Städte, andere Menschen. Sie singen und begleiten sich selbst mit der Gitarre. „Bilstein & Dunkel“ erzählen mit eigenen komponierten Songs, die manchmal recht melodisch sind. Auch verzwickte Themen wie über das Glücklichsein am Ende des Tages oder die traurige Geschichte über den „Teufel Eifersucht“ sind für das Publikum lebensnah und unterhaltend. Wer kennt nicht den „Nachtflug“ durch Kneipen. Sie besingen ihn, ja liebenswürdig. Nicht umsonst hat Tobias Esser von „Kultur“ gesprochen, Kultur die etwas aussagt und doch unterhält, bei dieser Premiere übrigens Besucher aller Altersgruppen. Das Duo „Bilstein & Dunkel“ musste übrigens eine Zugabe geben. „Sommerwind“ hieß sie. Da ließ es sich träumen. Bis die im Südkreis beheimatete Gruppe „Summer House Blues Band“ ihre Instrumente aufgebaut hatte, ging Tobias Esser mit Tochter Wilma mit einem Hut auf die Besucher zu. „Hutspende“ nannte es der Organisator, denn ein Eintrittsgeld wurde nicht erhoben. Die Hutspende war für die Musikgruppen vorgesehen, der Erlös vom Getränkeverkauf durch junge Kolpingsmitglieder zur Kostendeckung, so Diemo Wasiak.

Die „Summer House Blues Band“ ließ recht schnell die Beine der Besucher wippen, spielte sie doch auch alten Rock, interpretierte den Blues unter anderem mit populären Stücken von Miles Davis und des verstorbenen und in Deutschland sehr bekannt gewordenen Alexis Korner. „Go Down sunshine“, ein Klassiker von Korner war zu hören. Der Brite gilt heute als „Vater des weißen Blues“. Zeitweise kam im Gemeindesaal schon Clubstimmung auf, und mehr kann man wirklich nicht erwarten. Es war ein interessanter und kurzweiliger Abend, den es in dieser Form lange nicht mehr in Ennepetal gegeben hat.

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