Verkehr

Neue Lichtsignalanlage für Schwelmer Kreuzung

Kurz vor Inbetriebnahme werden die Detektoren, die den Verkehr wahrnehmen und die Lichtsignaltechnik steuern, noch einmal feinjustiert.

Foto: Andreas Gruber

Kurz vor Inbetriebnahme werden die Detektoren, die den Verkehr wahrnehmen und die Lichtsignaltechnik steuern, noch einmal feinjustiert.

Schwelm/Ennepetal.   Nach dreieinhalb Monaten Bauzeit hat Straßen.NRW am Dienstagnachmittag die neue Lichtsignalanlage auf der früheren B7 in Betrieb genommen.

Ein letzter Probedurchlauf, ob alle Lichtsignale wie gewollt funktionieren, ein hochgestreckter Daumen, und dann ist es endlich soweit. Der Landesbetrieb Straßen NRW hat am Dienstagnachmittag an der Schwelmer Kreuzung Talstraße/Carl-vom-Hagen-Straße/Ruhrstraße nach dreieinhalb Monaten Umbauzeit die neue, von Kameras gesteuerte Lichtsignalanlage in Betrieb genommen. Die erste von insgesamt zehn neuen Ampelanlagen für die Grüne Welle auf der früheren B 7 ist damit – endlich – geschafft.

„Wir schauen jetzt zuversichtlich in die Zukunft“, erklärte der bei Straßen NRW zuständige Fachbereichsleiter Eberhard Zimmerschied – und machte damit verbal den Deckel auf die Tatsache, dass es an der Auftakt-Kreuzung in den vergangen Monaten alles andere als rund lief.

Verzögerungen

Ursprünglich sollte nach dem (bereits verspäteten) Start der Arbeiten, Mitte November, die Schwelmer Kreuzung spätestens Ende Dezember mit neuer Lichtsignaltechnik ausgerüstet sein. Der Stadt Schwelm war es ein besonderes Anliegen, dass die Kreuzung als erste drankam, betonte Beigeordneter Ralf Schweinsberg am Dienstag. Denn: An der Kreuzung kam es immer wieder zu Beinahe-Unfällen und Zusammenstößen. Tragischer Tiefpunkt war der tödliche Unfall, bei dem ein 17-Jähriger aus Schwelm sein Leben verlor. Fachleute erkannten dort im Begegnungsverkehr ein erhöhtes Unfallrisiko. Kurz danach wurde die Geradeausspur auf der Ruhrstraße gesperrt. Mit der neuen Lichtsignalanlage, die separate Grünphasen für Linksabbieger und für den Fußgängerüberweg über die Talstraße bringt, ist auch die Hoffnung auf eine erhebliche Verbesserung der Sicherheit an der Kreuzung verbunden.

Die Gründe dafür

Dass es bis zur Inbetriebnahme aber so lange dauerte, war vor allem den Unwägbarkeiten im Boden geschuldet, auf die die Mitarbeiter der beauftragten Tiefbau-Firma Haas aus Gevelsberg schon nach wenigen Tagen stießen. Überraschend massive Fundamente, die entfernt und erneuert werden mussten, sowie die Tatsache, dass einige Bodenhülsen der Alt-Masten zu klein für die neuen Masten waren, machten die ursprüngliche Zeitplanung bis Ende Dezember zunichte. Und als sich im Januar herausstellte, dass genau mitten durch das Fundament für den neuen, viel stabileren Ampelmasten an der Ecke Talstraße/Ruhrstraße Versorgungsleitungen verliefen, dauerte es noch einmal gut einen Monat länger.

Zeitgleich mit der Inbetriebnahme der neuen Ampelanlage wurde am Dienstag auch die Geradeausspur auf der Ruhrstraße wieder freigegeben.

So geht es weiter

Nach den unerfreulichen Verzögerungen zum Auftakt wird nun mit Hochdruck am Umbau der verbleibenden neun Lichtsignalanlagen gearbeitet. Die Arbeiten an der nächsten Kreuzung, Kölner Straße/Wuppermannshof in Ennepetal, sind vergangene Woche angelaufen. Der Verkehr wird bereits durch eine provisorische Ampelanlage gelenkt. Mitarbeiter der Firma Haas aus Gevelsberg sind gerade dabei, die alten Leitungen aus den Schächten zu entfernen.

Parallel dazu soll auch die Lichtsignalanlage an der Kreuzung vor der Dreifeldhalle erneuert werden. Dort sollen die Arbeiten in wenigen Tagen beginnen. Bodensondierungen, die für das Aufstellen eines großen Werbeträgers auf dem Marktkaufgelände nötig waren, drohten dem Umbaustart dort einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Sache hat sich jetzt in Wohlwollen aufgelöst. „Die Sondierung konnte am Montag erfolgreich abgeschlossen werden“, informierte Ennepetals Stadtsprecher Hans-Günther Adrian.

Sofern keine neuen Unwägbarkeiten dazwischen kommen, geht Straßen NRW als Baulastträger davon aus, den Terminplan doch noch halten zu können. Mitte des Sommers 2018, so das Ziel, sollen alle zehn Kreuzungen mit neuer Signaltechnik ausgestattet sein und der Verkehr dort auf der Grünen Welle unterwegs sein.

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