Arbeitslosigkeit

Neue Zahlen Arbeitslosigkeit im EN-Kreis steigt an

Die Arbeitslosigkeit im EN-Kreis steigt zum Jahreswechsel an. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit.

Die Arbeitslosigkeit im EN-Kreis steigt zum Jahreswechsel an. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit.

Foto: Ole Spata / dpa

Ennepe-Ruhr.  Der Arbeitsmarkt im Ennepe-Ruhr-Kreis schwächelt zum Jahreswechsel. Das sind die Gründe und so sehen die Zahlen für die einzelnen Kommunen aus.

Der Arbeitsmarkt im Ennepe-Ruhr-Kreis hat sich zum Jahresende wie erwartet ungünstiger entwickelt. Die Zahl der Arbeitslosen stieg nach dem Jahrestiefstand vom Vormonat jetzt um 217 auf 9455. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Punkte auf 5,5 Prozent. Vor zwölf Monaten waren es 5,3 Prozent. „Die Entwicklung ist wie zum Jahresende üblich, aber die regionalen Unterschiede sind groß und die Ausgangslage ist ungünstiger als vor einem Jahr. Insgesamt haben wir eine stabile Beschäftigung, die von der milden Witterung begünstigt wird. Für den Januar erwarte ich dennoch einen saisonal bedingten deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Kreis“, so Maren Lewerenz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen.

Mehr Beschäftigte

„Doch es gibt auch gute Nachrichten: Nach den neuesten Daten hat der Kreis insgesamt 110 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 1700 oder 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und sogar 9200 oder 9,1 Prozent mehr als vor fünf Jahren.“

Die Entwicklungen waren in der Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung ähnlich: 3461 Arbeitslose waren bei der Arbeitsagentur gemeldet (71 oder 2,1 Prozent mehr als im Vormonat), und 5994 wurden durch das Jobcenter EN betreut (146 oder 2,5 Prozent mehr). Damit hat der Ennepe-Ruhr-Kreis 297 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Der Vorjahresvergleich ergibt sich nach Rechtskreisen betrachtet wie folgt: 329 oder 10,5 Prozent mehr Erwerbslose bei der Arbeitsagentur als im Dezember letzten Jahres, 32 oder 0,5 Prozent weniger beim Jobcenter. Der aktuelle Anstieg der Arbeitslosenzahlen betraf nahezu alle Personengruppen. Nur bei den Frauen gab es einen Rückgang um 15 oder 0,4 Prozent auf 4111, und bei den schwerbehinderten Arbeitslosen waren es sechs oder 0,7 Prozent weniger.

Weniger neue Stellen

Nach der kleinen Belebung im November ging die Kräftenachfrage zum Jahresende merklich zurück. Hier gab es aktuell mit nur 369 neuen Stellen ein Minus um 60 oder 14,0 Prozent. In Relation zum Vorjahresmonat war dies sogar ein Rückgang um 352 Stellen oder fast die Hälfte.

Die Nachfrageschwerpunkte bildeten Zeitarbeitsfirmen (120 neue Stellen), gefolgt vom Gesundheitswesen (43), dem Handel (40) mit dem Weihnachtsgeschäft und dem Verarbeitenden Gewerbe (40). Das Baugewerbe im Kreis meldete 29, die Logistik und das Gastgewerbe je zehn Stellen.

Im Gesamtstellenbestand der Arbeitsagentur befinden sich aktuell 1660 Stellen, 280 weniger als im November (-14,4 Prozent). Die Entwicklung bei der Kurzarbeit hat sich im Dezember etwas beruhigt. Der Eingang weiterer Anzeigen über Arbeitsausfälle in den Betrieben fiel wegen der Weihnachtszeit und der damit häufig verbundenen Betriebsferien geringer aus als erwartet.

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