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Neuer Lions-Präsident kann auch zeichnen

Der Lions Club Ennepe-Ruhr hat einen neuen Präsidenten. Der Unternehmer Dipl-Ing. Arnd Eberhardt (links) löst Dr. Ulrich Müschenborn ab. der neue Präsident ist auch ein begabter Zeichner.  Jedes Vorstandsmitglied wurde von ihm karikiert.

Der Lions Club Ennepe-Ruhr hat einen neuen Präsidenten. Der Unternehmer Dipl-Ing. Arnd Eberhardt (links) löst Dr. Ulrich Müschenborn ab. der neue Präsident ist auch ein begabter Zeichner. Jedes Vorstandsmitglied wurde von ihm karikiert.

Foto: Bernd Richter / WP

Schwelm/Gevelsberg.  Arnd Eberhardt ist neuer Präsident des Lions Clubs Ennepe-Ruhr. Amtsvorgänger Dr. Ulrich Müschenborn (Schwelm) übergab ihm die Präsidentennadel.

Der Lions Club Ennepe-Ruhr hat einen neuen Präsidenten. Mit den Worten „Danke für das Jahr, es hat mir sehr viel Spaß gemacht“, verabschiedete sich Vorgänger Dr. med. Ulrich Müschenborn (aus Schwelm) nicht nur aus dem Amt, sondern heftete seinem Nachfolger Arnd Eberhardt (aus Breckerfeld) unter dem Beifall der Clubmitglieder auch die Präsidentennadel ans Jackett. Der Unternehmer aus Breckerfeld, der in Gevelsberg-Silschede seine Firma hat, wird für die kommenden zwölf Monate an der Spitze des Serviceclubs stehen.

Das neue Jahresprogramm

Die Präsidentschaft im Lions Club Ennepe-Ruhr wechselt jährlich. Auf dem Präsidentenabend stellt gewöhnlich der neue Präsident traditionell sein Jahresprogramm vor. Ein neues Präsidentenjahr startet im Juli eines jeden Jahres. Arnd Eberhardt ist von Haus aus Dipl.-Ingenieur. Mit seinem Unternehmen Composite Impulse hat er sich auf die Entwicklung von Faserverbundbauteilen für die Luftfahrt, den Motorsport und die Marine spezialisiert. Ein Schwerpunkt seines Programms liegt deshalb auch im Bereich Engineering.

Auf dem Präsidentenabend wurde aber auch schnell klar, das der neue Lions-Präsident neben seiner Affinität zur Technik noch eine weitere Leidenschaft hat: An Arnd Eberhardt ist ein begnadeter Zeichner verloren gegangen. Für seine Einführungsrede hatte er zu Papier und Stift gegriffen und jedes Vorstandsmitglied mit gekonnten Strichen karikiert. Den scheidenden Präsidenten Ulrich Müschenborn, ein leidenschaftlicher Taucher, stellte er beispielsweise folgerichtig unter Wasser mit Taucherbrille und Schnorchel dar.

Ein kleiner Ausblick auf das Programm des neuen Präsidenten: Gordian von Schöning, Director Business Unit Sport and Engineering bei der DTM-Dachorganisation ITR, wird als Gastredner Einblicke aus erster Hand in die Deutsche Tourenwagen-Masters gestatten, die Nachfolgerin der Ende 1996 eingestellten Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft. Prof. Dr.-Ing. Stefan Hesterberg von der Fachhochschule Dortmund spricht zum Thema „Dipl.-Ing. adé – Was hat es gebracht?“ über Bachelor- und Master-Abschlüsse und was sie Deutschland gebracht haben. Prof. Dr.-Ing. Friedhelm Pautzke wird für die Lions unter dem Titel „Elektromobilität – Zurück in die Zukunft“ einen kritischen Blick auf die künftige Mobilität werfen, die ja bekanntlich einen Abschied auf Raten für den Verbrennungsmotor in Europa bedeutet. Und Peter Hesse von Toyota Motorsports wird die Brücke schlagen, wie Motorsport und soziale Verantwortung zueinander passen.

Ex-Weltmeister Thaler zu Gast

Mit Klaus Peter Thaler, vierfacher Querfeldein-Weltmeister, „Tour de France“-Etappensieger und Träger des Gelben Trikots mit Wohnsitz in Gevelsberg, ist auch ein Lokalmatador zu Gast. Der 70-Jährige ist mit der „Tour der Hoffnung“ zur Unterstützung krebskranker Kinder unterwegs. Über dieses Engagement wird er den Lions berichten. Die Präsidentenfahrt im September wird die Mitglieder des Lions Club nach Aachen und Maastricht führen mit exklusiven Führungen, die den Teilnehmern Einblicke dort gewährt, wo Türen sonst verschlossen sind.

Darüber hinaus werden die öffentlichwirksamen, bisher sehr erfolgreich verlaufenden Clubveranstaltungen der vergangenen Jahre fortgeführt: Weihnachtsmarkt in Schwelm, Neujahrskonzert in Gevelsberg und natürlich auch die Adventskalenderaktion.

Mit den Einnahmen aus den Projekten, Activities genannt, unterstützte der Club im vergangenem Jahr 14 auf Dauer ausgelegte Projekte wie die Schul- und Lernhilfe des Kinderschutzbunds in Schwelm oder die verschiedenen Mittagstische/Tafelläden in Breckerfeld, Schwelm und Gevelsberg.

Darüber hinaus wurden in den zurückliegenden Monaten 4 Einzelprojekte gefördert. Größtes Projekt für die Lions ist die Förderung der Schul- und Lernhilfe des Kinderschutzbundes in Schwelm. In dieses Projekt flossen in den zurückliegenden 20 Jahren gut 150.000 Euro. Unterstützt werden Projekte in Gevelsberg, Ennepetal, Schwelm und Breckerfeld. Aus diesen Städten kommen auch die Clubmitglieder.

Lions Club hat 40.000 Mitglieder allein in Deutschland

Der Lions Club Ennepe-Ruhr wurde 1972 gegründet und hat z.Zt. 38 Mitglieder aus verschiedenen Städten des südlichen EN-Kreises (Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Haßlinghausen, Schwelm). Die Mitglieder des Herrenclubs kommen aus zumeist verschiedenen Berufsgruppen.

Normalerweise findet am 1. Donnerstag jeden Monats im Hotel Fritz am Brunnen in Schwelm ein so genannter Jour fixe statt. Auf diesem Monatstreffen berichtet ein Lions-Freund aus den eigenen Reihen oder auch ein externer Referent über ein Thema. Das Thema ergibt sich häufig aus der besonderen beruflichen oder sonstigen Erfahrung des Vortragenden oder auch aus seinem besonderen Interessensgebiet. Themen aus Zeitgeschichte, Sozialpolitik, Religion oder Medizin lösen oft lebhafte und fruchtbare Diskussionen aus.

Der Lions Club Ennepe-Ruhr ist ein Teil von Lions-International, der größten Service-Organisation der Welt mit ca. 1,3 Millionen Mitgliedern weltweit und mehr als 40.000 Mitgliedern in Deutschland. Die Gründung dieser Bewegung erfolgte 1917 in Chicago.

Das Lions-Motto lautet „we serve“ (wir dienen). We serve – deswegen heißen solche Verbindungen wie Lions oder Rotarier auch „Service-Organisationen“. Die drei Ziele der Organisation sind: 1. Engagement für Belange in unserer Gesellschaft - für Menschen in materieller und seelischer Not- für die Entwicklung unseres Gemeinwesens- für die Förderung von Kindern und Jugendlichen; 2. Pflege von Freundschaft unter den Mitgliedern: Zuhören, Toleranz, sich für den anderen verantwortlich fühlen; 3. Geistige Auseinandersetzung mit den brennenden Problemen und Chancen unserer Zeit.

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