34 Teams am Start

Neuer Teilnehmerrekord beim Ennepetaler Kneipen Kwiz

Der „Rosine“-Wintergarten platzt aus allen Nähten. 34 Teams zerbrechen sich die Köpfe über 54 Fragen, die Jan Schulte in drei Runden stellt.

Der „Rosine“-Wintergarten platzt aus allen Nähten. 34 Teams zerbrechen sich die Köpfe über 54 Fragen, die Jan Schulte in drei Runden stellt.

Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal.   34 Teams konnte Moderator und Organisator Jan Schulte diesmal beim Ennepetaler Kneipen Kwiz in der „Rosine“ begrüßen – so viele wie noch nie.

Ein rappelvoller Wintergarten des Restaurants „Rosine“ und die Technik „stottert“: Die Erkennungsmelodie für das von dieser Zeitung präsentierte Ennepetaler Kneipen Kwiz kommt nicht aus den Lautsprechern. Da tritt Moderator Jan Schulte auf die Bühne und stimmt lautstark an „Wir raten, raten…“, und schon steigt die Stimmung. „Perfekt!“ ruft Jan Schulte den diesmal 34 Teams zu und fügt hinzu: „Das ist ein Rekordbesuch!“

Große Themenvielfalt

Zu den Besuchern, die wegen des Andrangs auf Klappstühlchen hocken mussten, sagte der Moderator süffisant: „Ich wäre nach Hause gegangen.“ Aber sie hätten einiges versäumt: gute Stimmung, Spannung und auch das Bewusstsein, doch einiges zu wissen. Das Moderator-Bekenntnis: „Ich gebe euch die Gelegenheit zu zeigen, was ihr nicht wisst“ spornte nur noch an. Das am Eingang platzierte Team „Ich hab die Frage nicht verstanden“ sagte dieser Zeitung selbstbewusst: „Wir sind kein Rateteam, wir sind ein Wissensteam!“

Doch aller Anfang ist schwer, so auch beim Kneipen Kwiz. Wer steht wo in einer Band, wie alt ist er, welches Instrument spielt er und welche Farben haben ihre Hosen? Die Frauen und Männer, die sich beim Ennepetaler Kneipen Kwiz mit Jan Schulte auskennen, wissen, dass die erste Frage in einer der drei Runden es immer in sich hat. Mathematiker haben da ihre Vorteile. Dann hatte der Moderator etwas für Germanisten. Die gängigsten Versfüße wie Trochäus, Jambus und Daktylus sollten ergänzt werden – Anapäst ist die Bezeichnung und war doch einigen bekannt.

Weg von der Schule, ab ins pralle Leben, zumindest beim Quiz. Für Cineasten war es leichter. Die in dieser Woche in die Kinos gekommene Neuauflage einer DDR-Kinderbuchverfilmung heißt „Alfons Zitherbacke“. Ganz aktuell aus der Politik war die Frage nach dem israelischen Parlament, das Knesset genannt wird. An den Team-Tischen schienen Köpfe zu rauchen, mal eben googlen, nein, das war natürlich nicht erlaubt und hätte auch den Spaß verdorben. Aber in der Pause, da waren die Smartphones ruckzuck zur Hand. Zwischendurch verriet Jan Schulte, was er so bei seinen Morgensendungen bei Radio Ennepe-Ruhr so sieht. „Ich schaue ZDF, und sehe immer so’n „Sch..“. Aus diesem „Sch…“ holt er sich hin und wieder Stoff für das Kneipen Kwiz, lässt raten, lachen und fröhlich sein.

CDU holt den Tagessieg

Wer noch nicht wusste, dass die Schwebebahn in Wuppertal 13,3 Kilometer lang ist, der weiß es nun. Ein Team, das gehörig daneben lag, hatte eine tolle Begründung: „Wir haben auch die Rückfahrt mit berechnet.“ Eine alte boulevardjournalistische Weisheit „Sex geht immer“ bewahrheitete sich zumindest am Freitagabend beim Kneipen Kwiz. Die Frage lautete: „Warum wollten vor zwei bis drei Wochen gleich mehrere Eltern ihre Kinder vom Fußballbetrieb des FC Wetter abmelden? Allein die Frage ließ das Publikum jauchzen, und die Antwort war von allen Teams richtig. Im Vereinsheim hatte eine Orgie stattgefunden.

„Nicht verdient“ singen Michelle und Matthias Reim. Als Jan Schulte und Markus Erdhütter als Helfer alle Antworten ausgewertet hatten, hatten mehrere Teams große Ehre verdient. Es kam es zum Stechen, dazu zählte auch das Team „Dr. Klimke auf Ahlerich“. Der gläserne Siegerpokal der WR ging am Freitag (12. April) schließlich an das Team der CDU Ennepetal. Uli Richartz nahm ihn und den Humpen mit dem Teilnehmergeld entgegen. Das Geld will die CDU für einen guten Zweck spenden. Zweite der Tageswertung wurden „Les Ouizérables“. Es sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld. Den Pokal für sie empfing André Sakowski. Auf Platz drei kamen „die Staras“. Stefan Röhrig nahm den Pokal entgegen.

Geschenk für „weltbesten Moderator“

Seit fünf Jahren moderiert Jan Schulte das Ennepetaler Kneipen Kwiz und seit Freitag trägt er auf einem dunklen T-Shirt gedruckt: „Weltbester Ennepetaler Kneipen-Kwiz Moderator“.

Der Saal der „Rosine“ in Voerde war schon gefüllt und das Ratespiel sollte beginnen, da traten Magda Reimann, Irina Gianfelici, Yasmin Ernst, Jacqueline Putz und Jens Lonken auf die Bühne. Dabei hatten sie das T-Shirt mit dem Aufdruck und eine kleine Torte. So bedankten sich die Frauen und der Mann bei Jan Schulte für schöne Rateabende. Der überraschte Moderator sagte außer „Danke“ noch: „Das ist ja Wahnsinn“, verschwand in einem hinteren Raum und kam mit dem T-Shirt bekleidet wieder auf die Bühne. Der Saal applaudierte. Die Frauen und Jens Lonken (sie kommen aus verschiedenen Teams) hatten bei Teilnehmern Geld für die Aktion gesammelt.

Die Veranstaltungsreihe Kneipen-Kwiz startete vor fünf Jahren im damaligen Haus-Ennepetal-Restaurant „La Grotta“. Die nächste Veranstaltung, die von der WR und der WP präsentiert wird, ist am Freitag, 21. Juni, um 19.30 Uhr in der „Rosine“.

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