Mögliche Fuzo-Öffnung

Nur noch zwei Varianten für die Verkehrsführung

Sollte die Fußgängerzone geöffnet werden, werden die Pkw hier am Kreisverkehr an der Berninghauser/Voerder Straße  entweder in eine Einbahnstraße einfahren oder aus einer solchen ausfahren.

Foto: Hartmut Breyer

Sollte die Fußgängerzone geöffnet werden, werden die Pkw hier am Kreisverkehr an der Berninghauser/Voerder Straße entweder in eine Einbahnstraße einfahren oder aus einer solchen ausfahren. Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.   Falls die Fußgängerzone für den Pkw-Verkehr geöffnet wird, würden die Autos in einer Einbahnstraßenregelung über Voerder und Marktstraße rollen.

Sollte die Politik sich für eine Wiederöffnung der Fußgängerzone in Milspe für den Pkw-Verkehr entscheiden, dann würden die Autos künftig in einer Einbahnstraßenregelung über die Voerder Straße und die Marktstraße rollen. Nur die Fahrtrichtung ist noch offen. Zu diesem Zwischenergebnis führte die Sitzung des Ausschusses und Stadtentwicklung am Dienstagabend. Unangetastet bliebe die Fußgängerzone demnach auf der Voerder Straße im Bereich des Marktplatzes und der Marktpassage.

Anfang Februar hatte der Ausschuss beschlossen, aus 16 möglichen Varianten, die die von der Stadt beauftragte Ingenieur-Gesellschaft CTI Consult-Team in einer Untersuchung als umsetzbar bewertet hatte, vier näher zu betrachten. Drei davon hatte die Stadt vorgeschlagen, eine weitere (Einbahnstraßenregelung mit Einfahrt in die Marktstraße und Weiterfahrt sowohl nach links als auch nach rechts über die Voerder Straße) nach war auf Antrag der FWE hinzu genommen worden. In der Beschlussvorlage für die jüngste Sitzung hatte die Verwaltung aber empfohlen, diese Möglichkeit nicht weiter zu verfolgen, „da mit dieser Verkehrsführung der gesamte Bereich um den Marktplatz wieder für den Individualverkehr freigegeben wird.“ Die städtebauliche Zielvorstellung, den Marktplatz in seiner räumlichen Ausdehnung nicht zu sehr einzuschränken und zumindest in einem Teilbereich expandieren lassen zu können, sei mit Umsetzung dieser Variante nicht möglich.

In der Sitzung erklärte Manfred Luig vom CTI Consult-Team allerdings auch, dass die Variante verkehrstechnisch sehr günstig sei. „Das wäre aber die Rückabwicklung der gesamten Fuzo“, betonte Thomas Braun (FDP). Außerdem würde die Marktstraße durch zwei parallele Spuren stark eingeengt. Gerade dort habe sich Außengastronomie etabliert, dies sollte nicht ganz zunichte gemacht werden, lautete der Tenor der Diskussion.

Der Ausschuss sprach sich außerdem dafür aus, auch die Variante, die einen Kreisverkehr auf der Voerder Straße an der Einmündung Markstraße, Einfahrt über die Marktstraße sowie Zwei-Richtungsverkehr zwischen dem neuen und dem Kreisel an der Berninghauser Straße vorsah, zu den Akten zu legen. Vor allem der Begegnungsverkehr auf der Voerder Straße sei nachteilig, hieß es.

Entscheidung vor der Sommerpause

Weiter ausgearbeitet werden sollen nun nur noch zwei Varianten. Beide sehen eine Einbahnstraße vor: die eine mit Einfahrt in die Marktstraße, Weiterfahrt nach links in die Voerder und Ausfahrt über den Kreisel an der Berninghauser Straße, die andere mit Einfahrt aus dem Kreisverkehr an der Berninghauser und Ausfahrt aus der Marktstraße.

CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Heymann erklärte, dass seine Fraktion nicht einheitlich abstimmen werde. In der Abwägung sei ihm die Verkehrsführung mit Ausfahrt aus der Markstraße lieber, auch wenn das im Bereich des Busbahnhofs und der Einmündung in die Neustraße zu Rückstauungen führen könnte. Bei einer Verkehrsführung in Gegenrichtung bestehe die Gefahr, dass sich Schleichverkehr über die Berninghauser Straße in Richtung Rüggeberg bildet.

Auch wenn AfD-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Braselmann vorschlug, sich auf die Variante mit Ausfahrt aus der Marktstraße zu konzentrieren, weil „80 oder 90 Prozent“ diese favorisieren würden, entschied der Ausschuss schließlich einstimmig, auch die andere Richtung noch im Blick zu halten.

Der weitere Zeitplan sieht nun vor, dass in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstag, 28. Juni, als Empfehlung für den Rat die Grundsatzentscheidung getroffen wird, ob die Fußgängerzone als solche erhalten bleiben oder für den Pkw-Verkehr freigegeben werden soll. Spricht sich die Mehrheit für eine Öffnung aus, soll zugleich über die bevorzugte der beiden Verkehrsführungsvarianten entschieden werden. Der Rat könnte dann bei planmäßigem Verlauf in seiner Sitzung am Donnerstag, 12. Juli, die endgültige Entscheidung treffen.

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