Musik

Orchester spielt in Schwelmer Grundschule

Schwelm.   Eine Doppelpremiere gab es am Montagmorgen im Pädagogischen Zentrum der Grundschule Ländchenweg: Das Wuppertaler Sinfonieorchester spielte erstmals in einer Grundschule, und 295 Grundschüler in Schwelm erlebten erstmals live ein ganzes Orchester in Aktion.

Eine Doppelpremiere gab es am Montagmorgen im Pädagogischen Zentrum der Grundschule Ländchenweg: Das Wuppertaler Sinfonieorchester spielte erstmals in einer Grundschule, und 295 Grundschüler in Schwelm erlebten erstmals live ein ganzes Orchester in Aktion.

Auch für Lehrer besonderes Erlebnis

Schon seit Jahren pflegt die Schwelmer Grundschule enge Kontakte zu den Musikern aus der Nachbarstadt. Gerold Hack besucht gewöhnlich die 4. Klassen im Unterricht und bereitet sie auf einen Konzertbesuch in Wuppertal auch vor. Doch dass das Ensemble zum Musizieren in eine Schule kommt, hatte es bis dato noch nicht gegeben. In Schwelm trat das Sinfonieorchester allerdings mit „kleiner“ Besetzung an. Gut 40 der sonst 88 Mitglieder zählenden Truppe waren mitgekommen.

„Um 6.45 Uhr waren die Ersten da. Ich bin selbst schon ganz aufgeregt“, sagte Schulleiterin Carola Zimmermann, selbst ein großer Fan der Symphoniker. „Das ist ein Geschenk für uns alle. Die Kollegen haben gebacken und das Sinfonieorchester mit Kaffee und Kuchen versorgt.“ Dirigent Johannes Pell, seit eineinhalb Jahren in Wuppertal, verstand es, gemeinsam mit Gerold Hacke, gleich nach dem ersten Takt die Kinder für sich einzunehmen. Mit den ersten Klängen von Mozarts Ouvertüre aus der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ verhallten die Gespräche. Es wurde mucksmäuschenstill im großen Raum, als die unterschiedlichen Instrumente wie Geigen, Hörner Schlagzeug und Triangel vorgestellt wurden.

Die Schüler bewiesen aber auch Sachverstand – und dass sie im Unterricht gut aufgepasst hatten. Bei der Frage, wie man Menschen nennt, die sich Musik ausdenken, fielen Komponistengrößen wie Beethoven, Haydn und natürlich Mozart. Staunen bei den Kindern als sie Näheres über Mozarts Vita erfuhren: ein Wunderkind, dass nie zur Schule gegangen ist und vom Vater unterrichtet wurde. Die Stunde mit den Symphonikern verging sowohl für Schüler, als auch für Lehrer wie im Fluge. Diesen Auftritt werden alle sicherlich noch lange in bester Erinnerung behalten. Die 900 Euro Gage werden die tatsächlichen Kosten kaum gedeckt haben.

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