Breddepark

Park soll vom Schandfleck zum Kleinod werden

Viele Teile des Breddeparks standen auf dem Pflegeplan nicht immer an oberster Stelle. Die Flächen sollen nun freigeschnitten werden. Die beiden Tischtennisplatten sollen ebenfalls erneuert werden. Zusätzlich sind weitere Spielgeräte geplant.

Foto: Stefan Scherer

Viele Teile des Breddeparks standen auf dem Pflegeplan nicht immer an oberster Stelle. Die Flächen sollen nun freigeschnitten werden. Die beiden Tischtennisplatten sollen ebenfalls erneuert werden. Zusätzlich sind weitere Spielgeräte geplant. Foto: Stefan Scherer

Gevelsberg.   Nachdem das Problem mit den Roma im Breddepark gelöst scheint, laufen die Planungen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität am Vogelsang.

Der Breddepark ist so etwas wie die grüne Lunge des Vogelsangs, aber seit Langem schon nicht mehr auf der Beliebtheitsliste der Bürger ganz oben. Nachdem die Probleme mit den feiernden Roma, die aus dem ganzen Bundesland anreisten, durch den Abbau des Grills und die Versperrung der Zufahrt durch große Steine gelöst scheinen, steht nun der zweite Schritt an: die Aufenthaltsqualität und die Ausstattung auf den etwa 1,2 Hektar zu verbessern.

Nachdem an zwei Terminen am 22. Mai sowie am 28. August dieses Jahres die Anwohner eingeladen waren, ihre Wünsche und Vorstellungen zu formulieren, hat das Wuppertaler Planungsbüro Knebel und Partner einen Entwurf im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Wirtschaftsförderung vorgestellt. Nun sollen die konkrete Planung und Umsetzung folgen.

Die Wege

Als eines der größten Mankos hat Lothar Knebel, der vor den Politikern den Entwurf vorstellte, die Wege ausgemacht. „Während die Wege auf der Ost-West-Achse recht unkritisch sind, haben wir vor allem in Nord-Süd-Richtung Gefälle bis zu elf Prozent“, sagte er. Dies habe zur Folge, dass die Wege bei starkem Regen ausgewaschen werden. Ebenso seien die Treppen in einem schlechten Zustand.

Der Vorschlag des Planungsbüros lautet daher: „Wir müssen die Wege wieder in einen verkehrstüchtigen und auch barrierefreien Zustand versetzen.“ Die flachen Wegstücke sollen eine neue wassergebundene Schicht erhalten, die steilen Bereiche mit einer Asphaltschicht vor zukünftigen Auswaschungen geschützt werden. Ebenso sollten parallel zu den Treppenanlagen Rampen geplant werden, damit auch Gehbehinderte beispielsweise die Bushaltestelle an der Hagener Straße problemlos erreichen können.

Die Beleuchtung

Die Lichtverhältnisse spielen für die Anwohner eine entscheidende Rolle. Lothar Knebel hat festgestellt, „dass sich einige Bereiche des Parks zu Angsträumen entwickelt haben.“ Dem will der Planer mit zwei Maßnahmen begegnen. Einerseits soll die Bepflanzung massiv zurückgeschnitten werden, gerade in den Bereichen, in denen sie die Wege bereits komplett überwuchert hat. „Aber auch ganz generell wollen wir an diversen Stellen das Busch- und Strauchwerk durch reine Rasenflächen ersetzen“, sagt Knebel. Das habe zur Folge, dass der Blick freier wandern könne, das Angstgefühl zurückgehe.

Zudem soll der Park eine moderne Beleuchtung bekommen. „Wir schlagen 17 oder 18 Laternen vor“, sagte Knebel. Auf Nachfrage von Axel Mertins (SPD), versicherte er, dass das Licht nicht nur punktuell Verbesserungen bringe, sondern die ins Auge gefassten Lampen durch einen ovalen Lichtkegel für eine nahezu komplette Ausleuchtung sorgen sollen.

Die Spielgeräte

Ein weiterer, ganz wichtiger Punkt für die Anwohner war die Aufenthaltsqualität für Kinder und Jugendliche. Aktuell ist der Bolzplatz überwuchert, die Tischtennisplatten in einem miesen Zustand und auch den weiteren Spielflächen und Geräten sieht man deutlich an, dass sie schon länger ein wenig vernachlässigt worden sind.

Die Ideen von Lothar Knebel sehen vor, den Bolzplatz freizuschneiden und mit einer neuen Tennendecke zu versehen. Der Spielplatz soll vergrößert, durch eine Kinderrutsche und ein Trampolin ergänzt werden. Ein Spielhaus für die Kleinen steht ebenfalls auf der Wunschliste. „Die Tischtennisplatten ließen sich eventuell noch einmal ertüchtigen, als sinnvoll sehe ich jedoch nur an, zwei neue aufzubauen“, sagt Knebel, der zudem mehr Sitzfläche für die Eltern und so genannte Hockerbänke für Jugendliche installieren will. Als weitere Vorschläge brachte er eine Boule-Bahn und Fitnessgeräte ein – beides ist budgetabhängig.

Die nächsten Schritte

Die Verwaltung wird nun die Ausführungsplanung und Ausschreibung auf Grundlage dieses Konzepts vornehmen. Für die Maßnahme stehen Fördermittel bereit im Rahmen des Landesprogramms „Investitionen in Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf.“

INFOBOX

Die Umgestaltung des Breddeparks ist in den Prozess des Stadtumbaus in den Stadtteilen Vogelsang und Berge-Knapp mit eingebunden.

Während der beiden Termine, an denen die Anwohner ihre Wünsche äußerten, kamen auch noch zahlreiche weitere Vorschläge auf den Tisch, die zum Teil umgesetzt werden.

So sind in der Planung auch zusätzliche Müllbehälter im Kleinkindspielbereich und in den Sportbereichen vorgesehen.

Außerdem sollen Halter mit Hundekotbeuteln im Park angebracht werden. Der Park wird stark von Hundehaltern frequentiert, so dass immer wieder Ärger über die Hinterlassenschaften der Tiere aufkommt.

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