Kommunalpolitik

Planung für Schwelmer Kesselhaus hängt von Gutachten ab

Mitglieder des Schwelmer Liegenschaftsausschusses besichtigen das alte Kesselhaus der Brauerei Schwelm. Auf dem Gelände soll einmal das neue Rathaus gebaut werden.

Mitglieder des Schwelmer Liegenschaftsausschusses besichtigen das alte Kesselhaus der Brauerei Schwelm. Auf dem Gelände soll einmal das neue Rathaus gebaut werden.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Die Verwaltung der Stadt Schwelm hat eine Anfrage der FDP-Fraktion beantwortet. Darin ging es unter anderem um den Stand in Sachen Kesselhaus.

In der jüngsten Sitzung des Liegenschaftsausschusses der Stadt Schwelm ging es unter anderem um die geplante Zentralisierung der Verwaltung. Die FDP-Fraktion hatte im Vorfeld eine Anfrage an Bürgermeisterin Gabriele Grollmann gestellt (wir berichteten). Die Freien Demokraten wollten wissen, ob und wo das Archiv untergebracht wird, das in Linderhausen vorgesehen war. Bezüglich des Kesselhauses fragten sie außerdem, wann konkrete Planungen oder Ausschreibungen aufgenommen und diese dem Rat zur Prüfung und Entscheidung vorgelegt werden.

„Aus Pressemitteilungen im April 2019 konnte entnommen werden, dass der DRK nicht so großzügig bauen darf, weil dies für die Kostenträger nicht finanzierbar ist“, hatte die FDP in ihrer Anfrage geschrieben.

Gutachten im Herbst

Bezüglich der Auswirkungen auf die Archivplanungen antwortete Beigeordneter Ralf Schweinsberg: „Das DRK hält an seinen Plänen, in Linderhausen zu räumen, fest.“ Das habe keine Auswirkungen auf die Archivplanungen der Verwaltung. Was das Kesselhaus angeht, verriet Schweinsberg, dass ein Gutachten zur Bestandsanalyse des Gebäudes vergeben werde.

Auf Basis dessen solle eine Planung durchgeführt werden. Konkrete Planungen oder ein Zeitplan könnten derzeit nicht vorgelegt werden. Das Gutachten werde erst im Herbst erwartet.

Die FDP-Fraktion kritisierte dieses Vorgehen zwei Tage später in einer Mitteilung. „Dieses Gutachten hätte schon eingeholt werden müssen, bevor das Grundstück für 5,5 Millionen gekauft wurde“, heißt es darin. Schon dies sei gegenüber dem Schwelmer Steuerzahler nicht zu verantworten gewesen. Dann eine solche Immobilie zwei Jahre ohne Planungen brach liegen zu lassen, sei ein Versäumnis der Verwaltung und der Ratsmehrheit der Groko in Schwelm, so die FDP. Die Fraktion weist gleichzeitig auf ihre Nutzungsvorschläge für das Kesselhaus hin, wie Kultureinrichtungen, Gastronomie oder die Einrichtung einer Markthalle.

Gespräche mit Gastronomen

„Wir müssen uns irgendwann mal eine Meinung bilden, ob wir da Wohnen, Gastronomie oder Handel haben wollen“, sagte Heinz-Jürgen Lenz von der CDU in der Sitzung des Liegenschaftsausschusses. „Wenn wir das Gutachten und Klarheit über die Substanz des Kesselhauses haben, müssen wir entscheiden, was wir wollen“, sagte Ralf Schweinsberg. Derzeit führe man Gespräche mit Gastronomen für das Kesselhaus.

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