Patrizierhaus

Politik entscheidet über Patrizierhaus-Nutzung

Die Verwaltungsspitze möchte das Patrizierhaus (Bild) und das Kesselhaus der ehemaligen Brauerei Schwelm gerne im Bestand behalten und selbst entwickeln. Das letzte Wort darüber hat die Politik.

Die Verwaltungsspitze möchte das Patrizierhaus (Bild) und das Kesselhaus der ehemaligen Brauerei Schwelm gerne im Bestand behalten und selbst entwickeln. Das letzte Wort darüber hat die Politik.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Verwaltung kündigt Vorlage und Kostenschätzung für Sitzung des Hauptausschusses am 14. Juni an.

Auf das freigeräumte Gelände der ehemaligen Brauerei baut die Stadt Schwelm ihr neues Rathaus. Und wenn alles bestens läuft, dann kann die Verwaltung dort voraussichtlich Ende 2021 einziehen. Für die Zukunft des denkmalgeschützten Areals muss die Politik allerdings noch die Weichenstellung vornehmen. Das soll in der Sitzung des Hauptausschusses am Donnerstag, 14. Juni, geschehen. Dann sollen sich die Fraktionen erklären, was mit dem historischen Patrizierhaus und dem alten Kesselhaus geschehen soll.

Sanierung im Bestand

Auf einem Ortstermin hat sich der Liegenschaftsausschuss vorab schon einmal über den Zustand des Schieferhauses informiert. Architekt Mugaffak Ogus (TBS), Thomas Striebeck vom städtischen Immobilienmanagement, Beigeordneter Ralf Schweinsberg und Bürgermeisterin Gabriele Grollmann mussten viele Fragen beantworten. Die Stadt beabsichtigt, das Gebäude zu ertüchtigen, neue Elektrik, Lampen, Decken, Böden und Heizkörper einzubauen. Auch die Toilettenanlage, bisher nur von außen zu erreichen, soll umgeplant werden.

Für den Hauptausschuss plant die Verwaltung die Erstellung einer Vorlage „Entwicklung Kesselhaus/Patrizierhaus“ mit drei Punkten; Patrizierhaus und Kesselhaus sollen nicht verkauft werden; die Gebäude sollen von der Stadt als Eigentümerin vermietet werden; und die Politik soll die Verwaltung beauftragen, sich für die Immobilien auf die Suche nach Mietern zu machen. Gleichzeitig soll eine grobe Kostenschätzung für den Umbau im Bestand vorgelegt werden.

Der Schieferbau aus dem Jahr 1722 steht unter Denkmalschutz, für die Nutzung als Büro- bzw. Verwaltungsgebäude gibt es eine Genehmigung. Das Haus selbst verfügt über eine Nutzfläche von ca. 440 Quadratmetern.

Für das historische Kesselhaus hatte schon die vorherige Grundstückseigentümerin, die Firma Euroconcept, bereits eine Baugenehmigung zur Einrichtung einer Gastronomie inklusive Wohnen bekommen. Beide Genehmigungen besitzen noch immer Gültigkeit. An der Nutzungsart der beiden Immobilien plant deshalb die Stadt nichts zu ändern. Sonst wären neue Genehmigungen fällig, die mit der Denkmalschutzbehörde erneut abgeklärt werden müssten.

FDP: „Interessante Besichtigung“

„Wir als Verwaltung müssen wissen, ob das der Weg ist, den wir gehen sollen. Und auch wir sind sehr gespannt, wie sich die Politik in der Frage der Nutzung positionieren wird“, sagt Ralf Schweinsberg. Liegenschaftsausschuss-Vorsitzender Michael Schwunk (FDP) sprach von einer „sehr interessanten Besichtigung“. „Wenn man die Immobilie gesehen hat, kann man besser über das Objekt beraten“, so der Liberale.

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