Kontrollen

Polizei geht gegen Handyfahrer vor

In der Zeit von 11 Uhr bis 19 Uhr kontrollierten die Beamten teils in Zivil, teils in Uniform, den fließenden Verkehr.

In der Zeit von 11 Uhr bis 19 Uhr kontrollierten die Beamten teils in Zivil, teils in Uniform, den fließenden Verkehr.

Foto: Michael Kleinrensing

Ennepe-Ruhr.   Bei Kontrollen erwischt die Polizei 36 Verkehrsteilnehmer, die am Steuer ihr Handy benutzt haben.

Die Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis will gezielt gegen Handynutzung am Steuer vorgehen. Hintergrund: Die Nutzung elektronischer Geräte im Auto nimmt immer weiter zu. Das Telefon ist zu einem ständigen Begleiter geworden. Viele telefonieren mittlerweile über eine Freisprecheinrichtung, aber das Tippen von Nachrichten lässt sich nur schwer fremdsteuern. Auch während der Fahrt wird geschrieben und gelesen, und die Gefahr, die dadurch entsteht, unterschätzt.

Die Polizei versucht, gegen diesen gefährlichen Trend gegenzusteuern und hat daher am Donnerstag einen Schwerpunkteinsatz im ganzen Ennepe-Ruhr-Kreis durchgeführt. In der Zeit von 11 Uhr bis 19 Uhr kontrollierten die Beamten teils in Zivil, teils in Uniform, den fließenden Verkehr. 36 Mal wurden dabei Fahrzeugführer mit einem Telefon in der Hand festgestellt. 45 Personen waren in ihrem Fahrzeug nicht ordnungsgemäß angeschnallt, und drei weitere Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen sowie 45 Verwarnungsgelder wurden erhoben.

Auch Radfahrer in der Pflicht

Was kostet es eigentlich, wenn man gegen das Verbot verstößt? Als Autofahrer, der das Telefon am Steuer genutzt hat, muss man mit 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Kommt es während des Telefonierens im Fahrbetrieb zu einer Gefährdung, wird’s teurer: Dann sind 150 Euro, zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei in Flensburg fällig, und obendrauf gibt es ein einmonatiges Fahrverbot. Kommt es zu einem Unfall, sind 200 Euro fällig, es gibt zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot. Zahlen müssen nicht nur Autofahrer: Telefoniert ein Radfahrer während der Fahrt, sind 55 Euro Bußgeld fällig.

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