Schule

Realschüler unterrichten Gevelsberger Grundschüler in Biologie

Grundschule Strückerberg Realschule GevelsbergGrundschule Strückerberg Realschule Gevelsberg (See attached file: DSC09572.JPG) Bild: Klaus Bröking

Grundschule Strückerberg Realschule GevelsbergGrundschule Strückerberg Realschule Gevelsberg (See attached file: DSC09572.JPG) Bild: Klaus Bröking

Gevelsberg.   Schüler unterrichten Schüler hieß zwei Tage lang das Prinzip an der Grundschule Strückerberg in Gevelsberg. Im Gepäck hatten sie Wasserflöhe.

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Schüler unterrichten Schüler hieß gestern und vorgestern das Prinzip an der Grundschule Strückerberg in Gevelsberg. 14 Mädchen und Jungen aus dem Leistungskurs Biologie der 10. Klassen der Städtischen Realschule waren gekommen, um den Kindern einen ganz kleinen Erdenbewohner näher zu bringen: Den Wasserfloh.

„Die Schüler waren von der Idee, in die Grundschule zu gehen, gleich Feuer und Flamme“, sagt Realschullehrerin Miriam Sommer, die mit zahlreichen Mikroskopen im Kofferraum ihres Autos und einem Haufen Flöhen im Gepäck von dem einen Berg, dem Börkey, zum Strückerberg für zwei Tage umgezogen war. Jeweils zwei Grundschüler wurden von einem Realschüler unter die Fittiche genommen. Insgesamt 75 Mädchen und Jungen aus allen drei vierten Klassen konnten so mitmachen und den kleinen Floh durch das Mikroskop ganz groß erkennen, die zuckenden Augen und die Antennen beobachten und anschließend das Gesehene zu Papier bringen.

Vier Stunden lang haben die Realschüler ihr Unterrichtsprogramm daheim vorbereitet und dabei auch – freut sich Miriam Sommer sichtlich – einen kleinen Einblick in den Beruf des Lehrers bekommen: „Ich habe ihnen dann gesagt: Ihr seid zu 14 und ich bin immer alleine.“ Dann wurde die erarbeitete Doppelstunde Schulunterricht erst einmal mit den Fünftklässlern der Realschule sozusagen als Versuchskaninchen ausprobiert, bis es ernst wurde.

Grundschüler erhalten Orientierung für Schulwahl

Was den Schülern beider Generationen an zwei Tagen soviel Vergnügen gemacht hat, verfolgt aber auch einen konkreten Plan. Die Mädchen und Jungen in der Klasse vier stehen vor der Entscheidung, in welche weiterführende Schule sie gehen sollen. „Unsere Kinder bekommen so einen Einblick, wie es dort später zugehen wird und verlieren ihre Ängste“, glaubt Grundschul-Lehrerin Susanne Lorber-Lang.

Und Miriam Sommer möchte natürlich auch Imagewerbung für ihre Gevelsberger Realschule machen, die bei allen anderen Angeboten nicht untergehen soll. Die Möglichkeiten seien dort vielfältig, das Angebot an Kursen ständig erweitert worden. Sogar eine Homepage mit abrufbaren Stundenplänen gebe es inzwischen für die Schüler: „Das macht schon etwas her.“

Und was passiert mit den Wasserflöhen, wenn sie ihren Dienst unter dem Mikroskop verrichtet haben? Einige Kinder schauten bereits ganz sorgenvoll, als sie sich auf dem Objektträger nicht mehr so temperamentvoll bewegen wollten.

Flöhe im Teich ausgesetzt

„Die Wasserflöhe werden nach den Unterrichtsstunden im Teich der Grundschule ausgesetzt“, versichert Miriam Sommer. Was dann mit ihnen geschieht, das unterliegt schließlich den Gesetzen der Tierwelt. Aber auch die sind Teil des Unterrichts an weiterführenden Schulen.

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