Rock for Children

Rocker spenden 10 000 Euro für Kinderhospiz Gevelsberg

Die Rockmusiker und die Mitarbeiter des Hospizdienstes freuen sich gemeinsan darüber, dass das Benefizkonzert im Januar  10 000 Euro für die wertvolle und selbstlose Kinderhospizarbeit einbrachte.

Foto: Charlotte Wegmann

Die Rockmusiker und die Mitarbeiter des Hospizdienstes freuen sich gemeinsan darüber, dass das Benefizkonzert im Januar 10 000 Euro für die wertvolle und selbstlose Kinderhospizarbeit einbrachte.

Gevelsberg.   „Rock for Children“ spielt unerwartet hohe Spendensumme ein. Der Rotaract Club spendiert Hospizmitarbeitern und Betroffenen einen schönen Tag.

Es begann als „Schnaps“-Idee und war als Kneipenkonzert geplant, gewann immer mehr an Bedeutung und Reichweite und hat absolutes Traditions-Potential: „Rock for Children“ heißt die Benefiz-Veranstaltung, die seit zwei Jahren hunderte Musikbegeisterte in die Aula Alte Geer lockt, um gemeinsam zu Rockmusik heimischer Bands und Musiker zu feiern.

Der Erlös des besonderen Konzerts, das totkranken Kindern und ihren Familien gewidmet ist, fließt vollständig an das Gevelsberger Kinder- und Jugendhospiz. Beachtliche 10 000 Euro kamen bei der diesjährigen Benefiz-Party im Januar zusammen, die nun den Grundstock für einen Anbau des Hospizes bilden. Die Rocker mit einem Herz für Kinder übergaben am Samstag, dem bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit, die Spende. Die weitere Gestaltung des Tags übernahmen die Mitglieder des Rotaract Club, um die Hospizmitarbeiter zu entlasten und ihnen einen Tag für sich zu gönnen.

Local Friends spielen auf Boulevard

„Der Applaus ist des Künstlers Lohn“, sagte Proscription-Gitarrist Stefan Scherer im Namen aller Musiker. Wenn es eine Sache gebe, für die es sich lohne zu spenden, und die mindestens ebenso großen Applaus verdiene, sei es die großartige Arbeit und das enorme Engagement der haupt- und besonders der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter. „Sie alle haben unsere größte Bewunderung“, sagte Scherer. „Es ist aufregend, etwas Gutes zu tun“, sind sich die Musiker einig. Unter dem Titel „Rock for Children“ stellten die Bands „Cold Friday“, „Proscription“ sowie der Zusammenschluss heimischer Musiker unter dem Namen „Local Friends“ bereits zum zweiten Mal ein Benefiz-Konzert zu Gunsten des Kinder- und Jugendhospizes Emmaus auf die Beine (wir berichteten). Die Local Friends werden übrigens in diesem Jahr ein weiteres Mal auftreten. Am Samstag, 5. Mai, spielen sie ab 19 Uhr beim Boulevard Gevelsberg auf der Bühne in der Fußgängerzone.

Im vergangenen Jahr freuten sich die Hospizmitarbeiter über eine Spende von 5555 Euro, in diesem Jahr trauten sie ihren Augen nicht. „Dass 10 000 Euro zusammengekommen sind, haben wir nicht erwartet, wir sind sprachlos und überglücklich“, sagt Michaela Pesenacker, Koordinatorin des Kinder- und Jugendhospizes, strahlend. Diese Spende ermögliche einen Anbau, der wegen Platzmangel dringend notwendig sei. Gleichzeitig sollen die Räume kindgerecht ausgestattet werden.

2013 wurde das Hospiz an der Hagener Straße zunächst für die Arbeit mit Erwachsenen errichtet, zwei Jahre später erweiterten sich die Aufgaben der Haupt- und Ehrenamtlichen dann um die Kinder- und Jugendhospiz-Arbeit. „Unsere Räume reichen langsam nicht mehr aus, uns fehlt der nötige Stauraum für Materialien wie Kinderspielzeuge“, sagt Michaela Pesenacker.

Bei einem Vortrag sensibilisiert

Der bundesweite „Tag der Kinderhospizarbeit“ am 10. Februar dient dazu, auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzender Erkrankung und deren Familien aufmerksam zu machen und sich mit den betroffenen Familien zu solidarisieren. „Dieser Tag gehört den Kindern und ihren Familien, aber auch an die Hospizmitarbeiter sollte gedacht werden. Schließlich sind sie diejenigen, die Tag für Tag für die Betroffenen da sind“, sagt Vicky Großenbräucker, Präsidentin des Rotaract Clubs Gevelsberg.

Bei einem Vortrag von Michaela Pesenacker erfuhren die Rotaracter Details über die Arbeit des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes des ökumenischen Hospizes Emmaus. „Wir möchten denen, die sich mit ganzer Kraft für die Erhaltung der Lebensqualität betroffener Kinder und Jugendlicher sowie deren Familien einsetzen, etwas zurückgeben“, sagt Vicky Großenbräucker. Demzufolge luden die Rotaracter am Samstag alle Ehrenamtlichen sowie die begleiteten Kinder samt ihrer Familien dazu ein, einen schönen Tag voller Spiel, Spaß, gutem Essen und Zauberei zu verbringen. „Heute sollen sich die Mitarbeiter zurücklehnen und sich um nichts kümmern“, so Großenbräucker.

Große Dankbarkeit für Hilfe

„Wir kennen es gar nicht, dass uns jemand die Arbeit abnimmt“, sagt Michaela Pesenacker. Sie und alle Ehrenamtlichen seien dankbar für das Engagement, das ihnen die Mitglieder des Rotaract Clubs zukommen lassen. Ob Kinderschminken, diverse Spiele oder eine Zaubershow: Alle Kinder kamen vollends auf ihre Kosten.

INFOBOX

„Rock for Children“ geht in die dritte Runde, der 12. Januar 2019 darf schon mal dick im Kalender angestrichen werden.

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