Industriemuseum

Rote Autos – stolze Männer

Das Feuerlöschfahrzeuges der Feuerwehr Ennepetal, Baujahr 1959, war für die großen, aber vor allem auch für die kleinen Besucher beim Tag der offenen Tür ein spannendes Annschauungsobjekt.

Das Feuerlöschfahrzeuges der Feuerwehr Ennepetal, Baujahr 1959, war für die großen, aber vor allem auch für die kleinen Besucher beim Tag der offenen Tür ein spannendes Annschauungsobjekt.

Foto: WP

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Ennepetal. Alle zwei Jahre werden im Rahmen des Tages der offenen Tür im Industriemuseum Feuerwehrautos präsentiert. Die Mitglieder des Förderkreises Industriekultur waren platt, dass so viele Feuerwehrauto-„Sammler“ der Einladung gefolgt waren.

Rote Autos – stolze Männer, wohin man blickte. Allein aus Siegen waren fünf Feuerwehrfahrzeuge vor Ort. Mitorganisator Kalli Bernhard hatte eine schlaflose Nacht hinter sich. „Um ehrlich sein: Aus Sorge, dass das Wetter nicht mitspielt.“

Doch: Wieder einmal Glück gehabt. Vor Übermut „hüpfte“ Kalli mit Enkel Bela hinter den Lenker des Feuerlöschfahrzeuges der Feuerwehr Ennepetal, Baujahr 1959, das Feuerwehrchef Rainer Kartenberg präsentierte. „Kalli ist einer der wenigen, die da ‘reinpassen’“, scherzte Rainer Kartenberg und schmunzelte dem nicht gerade ellenlangen Kalli zu. Ziel sei, so Kartenberg, den Oldtimer wieder auf die Straße zu lassen als Werbeträger für Feuerwehr und Stadt.

Rainer Schildberg aus Wuppertal war mit seinem „Schildberg’s Durstlöscher“ gekommen. Das Fahrzeug aus dem Jahr 1950 mit 90 PS habe er vor Jahren umgebaut. Es werde bei Sommerfesten eingesetzt. Aus der Zapfanlage kommt somit nicht nur Wasser…

Funktionen erläutert

Zum zweiten Mal in Ennepetal war Reiner Rostin, der mit einem Oldtimer der Berufsfeuerwehr Dortmund, einen LKW-Kipper 5 der sechziger Jahre mit einem Tragspitzenträger anrollte. Ab und zu werde das Fahrzeug eingesetzt zu Bewegungsfahrten oder bei Feuerwehrfesten, so der Dortmunder. Viele Besucher strömten schon kurz nach 10 Uhr am Sonntag zum Industriemuseum, um historische Feuerwehrfahrzeuge zu bestaunen. „Toll, wieder so ein Andrang, aber wir haben das erwartet“, strahlte Mitorganisator Walter Hahn, der selbst vier Feuerwehrfahrzeuge besitze – keine Miniaturausgaben wohlgemerkt. Hahn erläuterte Interessierten auch die Funktion seines TSA-Anhängers aus den fünfziger Jahren, der damals auf dem Dorf hinter einen Traktor gespannt wurde. Darin befand sich die Tragkraftspitze, um im Brandfall vom Dorfteich Wasser zu holen.

Wenn auch viel verbessert wurde: Rot sind die Feuerwehrautos schon immer gewesen und zwar im Farbton RAL 3000. Manche Feuerwehrauto-Besitzer ließen zur Freude der Kinder das Martinshorn ertönen.

Schmiedevorführungen

Neben etlichen Feuerwehrautos sah man wieder rund 150 schmucke Oldtimer und etwa 100 Motorräder auf dem Gelände des Industriemuseums. Kaffee, Kuchen und 400 Grillwürstchen gab es vor und in dem Schieferhaus. Die Landbäckerei Kritzler war vor Ort und bot Ofenfrisches.

In den alten Hallen des Industriemuseums herrschte Betriebsamkeit. Gieß- und Schmiedevorführungen zeigten Horst Berens und Rainer Finke. Unter Anleitung von Karla Fehlert konnten Kinder kleine Figuren fertigen.

Die beliebte Stadtrundfahrt fand wieder statt, wobei Volker Külpmann, Geschäftsführer der Kluterthöhle und Freizeit GmbH, die Reisenden persönlich mit guten Wünschen auf die Fahrt schickte.

Der nächste Tag der offenen Tür des Industriemuseums findet am Sonntag, 3. August, statt. Beim Oldtimer-Treffen im Rahmen der Veranstaltung wird dann der Schwerpunkt auf Fahrzeugen aus dem Hause VW liegen.

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