Gesundheit

Schimmelpilz im Fliednerhaus - Musikschuleltern verstimmt

Kammermusik Konzert im April mit Klarinette, Saxophon und Klavier in der Musikschule Ennepetal, Fliednerhaus, mit Hans Peter Beckmann und Ida Jahner - König

Kammermusik Konzert im April mit Klarinette, Saxophon und Klavier in der Musikschule Ennepetal, Fliednerhaus, mit Hans Peter Beckmann und Ida Jahner - König

Foto: Volker Speckenwirth (WR)

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Ennepetal.Der Schimmelpilz, der im Fliednerhaus festgestellt worden war, ist gesundheitsgefährdend und bereitet weiterhin Kopfschmerzen. Zwar hat die Stadt schnell gehandelt und das Gebäude samt dem sich darin befindlichen Kindergarten sofort räumen lassen, doch es ist immer noch unklar, wie es weitergehen soll.

„Welche Sanierungsmaßnahmen getroffen werden müssen, und ob, ist überhaupt noch nicht bekannt. Das Gutachten wird für die nächste oder übernächste Woche erwartet. Dann ist eine Entscheidung über Kosten und Maßnahmen überhaupt erst möglich“, informierte Peter Müller vom Fachbereich Kultur und Sport am Mittwoch im Kulturausschuss.

Unterricht im Stadtarchiv

Kurz vor den Herbstferien war der Musikschulunterricht in das Stadtarchiv verlagert worden. Einmal fand er auch in einer Grundschule statt. Inzwischen hat die Musikschule ihr Domizil vorübergehend in der ehemaligen Grundschule Haspetal, doch darüber sind viele Eltern verstimmt. Sie müssen nun einen weiteren Weg auf sich nehmen, um ihre Kinder zum Unterricht zu bringen und abzuholen. Zudem ist im gleichen Gebäude noch für etwa drei Monate die Kindertagesstätte Loher Nocken der Arbeiterwohlfahrt untergebracht, weil ihre Räumlichkeiten selbst dringend renoviert werden müssen.

Dass die Unterbringung in Hasperbach auch vorübergehend keine günstige Lösung ist, darüber waren sich auch die Politiker im Kulturausschuss im Tenor einig.

Bündnis 90/Die Grünen hatten kurzfristig einen Antrag eingereicht, über den die Mitglieder des Kulturausschusses diskutierten. Die Grünen schlagen vor, den Musikschulunterricht bedarfsorientiert in verschiedenen Stadtteilen anzubieten. Man müsse die Ergebnisse der Untersuchungen erst abwarten.Parallel dazu sollte man sich aber Gedanken darüber machen, ob ein wechselndes Angebot von Musikschulunterricht in unterschiedlichen Stadtteilen zu organisieren wäre, da dieses aus Sicht der Grünen erhebliche Synergieeffekte beinhalten könnte, so Stadtrat Stefan Mayer-Stoye von Bündnis90/Die Grünen. Dann müsse die Stadt kein spezielles Musikschulgebäude mehr unterhalten und würde auf Dauer Kosten einsparen.

Der SPD ging das zu weit und zu schnell. Anita Schöneberg warnte vor einem Schnellschuss und erinnerte daran, wie viel Jahre sich der Förderverein der Musikschule unter dem Vorsitz von Ursula Weber und Politikern, allem voran auch Heidi Schürfeld an vorderster Front (damals noch EWG), sich um das Fliednerhaus als Domizil für die Städtische Musikschule bemüht haben.

Kein Schnellschuss

„Was haben wir gekämpft!“, so Schöneberg unter zustimmendem Nicken. Man könne nicht zu einem Zeitpunkt, an dem Schimmel erstmal festgestellt wurde, aber überhaupt noch nicht klar sei, wie damit umgegangen werde, schon die These aufstellen, dass es kostengünstiger sei, kein spezielles Musikschulgebäude mehr zu unterhalten.
Schöneberg schlug vor, den Musikschulunterricht vorübergehend im zentralen Haus Ennepetal unterzubringen. „Schließlich ist das Haus Ennepetal auch unser Unternehmen“, so Schöneberg. „Wir sollten uns kurzfristig um Räumlichkeiten kümmern. Hasperbach scheint mir zu weit.“ Die Verwaltung bemühe sich um eine vernünftige Lösung, die erst im Arbeitskreis und dann öffentlich im Kulturausschuss zur Diskussion gestellt werde, so Peter Müller zur Zufriedenheit der Ausschussmitglieder.

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