Leo Theater

Schluss(machen) mit Lustig

Paul will sich von Sophie trennen: Sophia Müller-Bienek und Marc Neumeister in der turbulenten Komödie „Trennung für Feiglinge“.

Paul will sich von Sophie trennen: Sophia Müller-Bienek und Marc Neumeister in der turbulenten Komödie „Trennung für Feiglinge“.

Foto: Leo Theater

Schwelm.   150 Zuschauer sehen sich das Drei-Personen-Stück „Trennung für Feiglinge“ an. Fürs Leo Theater ist es eine Premiere in doppelter Hinsicht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Knapp einen Monat ist es her, da begeisterte das Leo Theater mit der ersten Premiere in der neuen Spielstätte im Ibach-Haus. Nun, einen Monat später, folgte mit der rasanten Komödie „Trennung für Feiglinge“ die nächste Premiere beim Leo, und auch diese sorgte wieder für ausgelassenes Lachen und Applaudieren vonseiten des bis auf einige Plätze ausverkauften Hauses. Knapp 150 Zuschauer sahen sich das Drei-Personen-Stück an, welches es in dieser Form noch nie auf der Leo-Bühne gegeben hat.

Der Theatermacher und Autor des Stücks Clément Michel hat mit „Trennung für Feiglinge“ eine temporeiche Komödie verfasst, die die Sollbruchstellen des menschlichen Beziehungslebens genauer unter die Lupe nimmt. Wie beendet man eine Beziehung am besten, ohne den Partner zu verletzen?

Die Komödie zeigt den Zuschauern eine ganz andere Art mit dem Problem des Schlussmachens umzugehen – eine Ménage à trois. Als Dauerbrenner auf den französischen Bühnen und seit 2014 auch deutschlandweit ein wahrer Renner, überzeugt das Stück mit schnellen Dialogen, einem sicheren Gespür für Situationskomik und bissigen, teilweise schwarzen Humor. „Das macht richtig Spaß, die Rolle zu spielen“, findet auch Regisseur, Schauspieler und künstlerischer Leiter des Leo Theaters Marc Neumeister.

Ménage à trois der besonderen Art

Zum Inhalt: Paul (Marc Neumeister) und Sophie (Sophia Müller-Bienek) sind seit einiger Zeit ein Paar und wohnen seit vier Monaten in der gemeinsamen Wohnung. Sie sind glücklich. Denkt sie, doch Paul sieht das ganz anders. Er findet das Zusammenleben grässlich und will sich von Sophie trennen. Ihm fehlt es jedoch an einer „Eigenschaft, die die meisten Männer nicht mehr haben“, den Mumm. Er sucht Hilfe bei seinem besten Freund Martin (Lars Dickel) und schmiedet einen Plan: Martin soll bei den beiden einziehen und sich so lange daneben benehmen, bis Sophie Paul freiwillig vor die Wahl stellt „Entweder geht er oder ich.“ Martin ist wenig begeistert von der Idee, zumal er Sophie sympathisch findet. Als Paul seiner Liebsten jedoch einer Geschichte über einen Trauerfall in Martins Familie auftischt, gibt es für den besten Freund kein Entkommen mehr. Für maximal eine Woche willigt er ein, seinen Lebensmittelpunkt zu verlegen.

So beginnt eine Ménage à trois der ganz anderen Art mit einer überraschenden Wendung. Denn wer hätte gedacht, dass Sophie alles dafür tut, den trauernden, verlustgeplagten Martin zu therapieren.

Am Ende geht alles gut aus, oder etwa doch nicht? Mit einem geänderten Schluss überraschte das Leo Theater das Publikum, denn mit solch einem Ende hat wohl keiner gerechnet. Für die gelungene Premiere gab es für die drei Schauspieler reichlich Applaus und einen Blumenstrauß. „Ein grandioses Publikum und alles hat super geklappt“, freute sich Marc Neumeister. Im Anschluss konnten die Gäste, so wie es im Leo Tradition ist, beim Büffet im Foyer, die Schauspieler persönlich kennenlernen und mit ihnen ins Gespräch kommen. „Unser erstes Drei-Personen-Stück hat super geklappt und mit nur drei Schauspielern waren die Proben auch deutlich einfacher“, resultierten Marc Neumeister, Sophia Müller-Bienek und Lars Dickel.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben