Schwelm.

„Schöpfung“ großartig interpretiert

Foto: Bastian Haumann

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Schwelm. Bei wunderbarem Wetter füllte sich die Kirche St. Marien in Schwelm mit Zuhörern, die sich auf die Aufführung von Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ freuten. Sie wurden nicht enttäuscht: Regionalkantor Ulrich Isfort gelang mit den drei Solisten, dem Kourion-Orchester Münster und seiner „Schola Cantorum“ zu deren 25-jährigen Bestehen eine herausragende Aufführung.

Haydns farbenreiche Komposition über die Erschaffung der Welt faszinierte die Hörer vom Beginn an. Das Orchester meisterte die Tonmalerei der „Erschaffung der Welt“ aus dem Chaos dynamisch und nuancenreich. Die Streicher spielten vom gehauchten Piano bis zu rasanten Läufen einheitlich, lebendig und akzentreich. Die Entstehung des „Lichts“, der Sonnenaufgang, die Szene mit der Erschaffung der Tiere, die in schneller Folge Klang- und Farbwechsel verlangten, setzte das Orchester präzise und klangschön um. Hervorzuheben sind auch die Soli der Querflöten, Oboen und Klarinetten, sowie Fagotte. Ulrich Isfort führte als Dirigent sicher durch das anspruchsvolle Werk. Meditativ, kraftvoll oder strahlend und glanzvoll: Unter seiner Führung bekommt die reiche Tonmalerei der Haydnschen Komposition klangvolle Farbenpracht.

Die Schola Cantorum sang engagiert, präzise und mit guter Diktion. Der Chor folgte dem enthusiastischen Dirigat ihres Leiters mit großer Aufmerksamkeit und sang auch in den polyphonen Teilen ausgewogen und dynamisch differenziert. Die Chorstücke waren somit als Lobpreis am Ende eines jeden Schöpfungstages ein besonderer Höhepunkt. Die Gesangssolisten mit Ja-Young Park (Sopran), Thomas Iwe (Tenor) und Thomas Herberich (Bass) waren in der Dynamik gut aufeinander abgestimmt und konnten auch als Terzett überzeugen.

Die Sopranistin Ja-Young Park bestach das Publikum mit ihrer schönen leichten Höhe, Thomas Iwe sang mit schöner Tenorstimme sicher und klar, Thomas Herberich als Rapael und als Adam beeindruckte mit seiner ausdrucksstarken, farbenreichen Stimme und Gestaltung.

Langer Beifall als Dank

Im Schlusschor ergänzte die Altistin Andrea Dannehl das Solistentrio. „Vollendet ist das große Werk“! Das Publikum dankte mit langem und herzlichem Beifall und „Standing Ovations“ für diese beglückende Aufführung, die damit ein besonderes Zeichen in der Kulturlandschaft der Stadt Schwelm setzte. Die Zuhörer werden dieses Klangerlebnis nicht so schnell vergessen.

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