NRW-Wettbewerb

Schülerfirmen aus dem EN-Kreis landesweit ganz vorne

Platz zwei für die Ennepetaler: Das „imPRESS.ão“-Team mit Schulpatin Hildegard Schäfer (links) und Schulleiter Dr. Stefan Krüger (hinten, Mitte).

Platz zwei für die Ennepetaler: Das „imPRESS.ão“-Team mit Schulpatin Hildegard Schäfer (links) und Schulleiter Dr. Stefan Krüger (hinten, Mitte).

Foto: Luca Samlidis

Düsseldorf/Ennepe-Ruhr.  Toller Kaffeegenuss und individuelle Mode: Geschäftsideen von Gymnasiasten aus Schwelm und Ennepetal schneiden bei NRW-Wettbewerb hervorragend ab

Ein Vizesieg auf Landesebene und ein dritter Platz für die beste Website – Schüler der Gymnasien aus Ennepetal und Schwelm haben beim Landeswettbewerb zwischen neun Schülerunternehmen in Düsseldorf hervorragend abgeschnitten. Eine fünfminütige Bühnenpräsentation, ein eigens zu organisierender Marketingstand und mehrere Interviews mit einer hochkarätigen Jury stellten die Jugendlichen vor eine große Herausforderung. Gespräche mit Staatssekretär Christoph Dammermann aus dem Landeswirtschaftsministerium standen ebenfalls auf dem Programm.

Qualifikation für Bundeswettbewerb

Schon in aller Frühe reisten die Teams in die Jugendherberge Düsseldorf an. Kurzfristig hatte eines der antretenden Teams absagen müssen, weshalb der Sieg nun zwischen insgesamt neun sogenannten „JUNIOR-Unternehmen“ ausgefochten wurde. Trotzdem sei der Adrenalinpegel hoch – „aber das muss so sein“, wie Moderatorin Beate Gathen vom Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft motivierte. Die Anspannung war deutlich spürbar – für die Erstplatzierten winkte eine Reise in die Hauptstadt Berlin zum Bundeswettbewerb.

Hochkarätige Konkurrenz

Das Projekt der Trägerorganisation JUNIOR ist so aufgebaut, dass Schüler verschiedener Jahrgangsstufen ihr eigenes Unternehmen konzipieren, organisieren und die Geschäftsidee in die Tat umsetzen – und das innerhalb eines Jahres. Auch außerhalb des Ennepe-Ruhr-Kreises kamen viele kreative Ideen zustande. So traten gleich zwei Unternehmen mit selbst geschriebenen, illustrierten und verlegten Büchern an.

Ein Gymnasium aus Mühlheim produzierte Accessoires aus alten Feuerwehrschläuchen, ein anderes Team entschied sich für USB-Sticks und Dekoration aus Holz – natürlich in Eigenproduktion erstellt.

Gegen diese hochkarätige Konkurrenz traten die Unternehmen „Kaffabo“ aus Schwelm und die Firma „imPRESS.ão“ aus Ennepetal an. Die Schwelmer liefern Kaffeepakete an Unternehmen und Organisationen aus der Region, die Schüler des Reichenbach Gymnasiums sorgen für individuelle Tragetaschen, T-Shirts und Pullover und erreichten mit großer Freude NRW-weit den zweiten Platz.

Für eine Bestplatzierung reichte es für die Schwelmer Schüler dieses Jahr nicht – die Internetseite wurde jedoch bundesweit zur drittbesten gekürt.

Große Nachwuchssorgen

Annette Tilsner vom Märkischen Arbeitgeberverband sprach von einem Erfolg des JUNIOR-Projektes, beklagte jedoch zugleich „große Nachwuchssorgen“ in der Wirtschaft. Das Projekt „kommt den jungen Menschen zugute“, so die Bildungsreferentin. Die Leistung der Unternehmen aus ihrem Bezirk, unter die auch die Ennepetaler und Schwelmer fallen, erfüllt sie mit Stolz: „Ich bin sehr zufrieden und sehr erstaunt über die gute Qualität“.

Unternehmerruf verbessern

In der angespannten Atmosphäre sprach auch Staatssekretär Christoph Dammermann aus dem Ministerium für Wirtschaft. Es sei „eine sehr große Ehre“ für ihn, das Grußwort vor den jungen Unternehmern sprechen zu dürfen. Innovation und Digitalisierung seien „die Themen, die die Wirtschaft treiben. Der Staatssekretär sprach auch an, dass Unternehmer oft „böse“ dastünden – jedoch „gibt es das gar nicht so häufig“, so der Staatssekretär. Der Zusammenhalt der Schüler in den Unternehmen bekräftigt das.

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