Pandemie

Schwelm: Corona stellt Kulturfabrik vor schwere Aufgaben

Das Eternum-Quartett bei seinem Auftritt im Ibach-Haus an der Wilhelmstraße. Das Repertoire der Musiker reichte von Klassik bis Jazz und Blues. Die Kultur ist nicht mehr so zu genießen, wie dies einmal war.

Das Eternum-Quartett bei seinem Auftritt im Ibach-Haus an der Wilhelmstraße. Das Repertoire der Musiker reichte von Klassik bis Jazz und Blues. Die Kultur ist nicht mehr so zu genießen, wie dies einmal war.

Foto: Privat / Verein

Schwelm.  Besonders heftig von der Pandemie betroffen ist die Kulturszene. Diese Auswirkungen hat Corona in der Kulturfabrik in Schwelm.

Auf die Plätze, fertig, los! Tja, wenn das immer so einfach wäre in Corona-Zeiten. Denn ganz so reibungslos gestaltete sich der Start in die neue Konzertsaison der Kulturfabrik Ibach-Haus nicht.

Viele Besucher standen bereits eine halbe Stunde vor Konzertbeginn im Foyer des Ibach-Hauses im Leo-Theater in den Startlöchern, doch die Gleichung der nummerierten und personalisierten Sitzplätze ging zunächst nicht so ganz auf. Die Veranstalter hatten sich im wahrsten Sinn beim Saalplan ein wenig verzettelt, doch pünktlich zu Konzertbeginn mit dem Eternum-Quartett saßen dann alle auf ihren zugedachten Plätzen und hießen die jungen Saxofonistinnen und Saxofonisten willkommen.

Nach langer, Corona bedingter Konzertpause war das Publikum voller Erwartungen und wurde nicht enttäuscht.

Quartett in Köln gegründet

Die vier jungen Künstler, die 2015 an der Musikhochschule Köln zusammenfanden, eröffneten den Abend klangvoll mit Auszügen aus Händels Wassermusik. Es sollte nicht das einzige Mal sein, dass das Eternum-Quartett an diesem Abend mit Bravo-Rufen belohnt wurde. Ganz gleich, ob das Saxofonquartett Werke von Händel, Dvorák und Ligeti spielte oder Jazz und Blues von Barber und Gershwin, immer wirkte die Musik so, als sei sie gerade für diese vier Saxofone geschrieben worden.

Die Saxofonistinnen Anna-Marie Schäfer (Sopran), Eva Kotar (Alt), Ajda Antolovic (Tenor) und ihr Kollege Filip Orlovican (Bariton) bewiesen virtuos die Vielseitigkeit des verhältnismäßig jungen Instruments (Adolphe Sax erfand es 1841). Sie brachten ihre Persönlichkeiten und damit auch ganz individuelle Klangsprachen ein, experimentierten perfekt mit den Klängen und begeisterten das Publikum mit großartiger Musik und außergewöhnlicher Vielseitigkeit.

Die Besucher bedankten sich mit großem Applaus für einen hinreißenden Konzertabend mit Musik aus verschiedenen Musikepochen, begleitet von informativer Moderation. Zum Abschluss konnten sie einen Ungarischen Tanz von Farkas und den Tango aus Kurt Weills Dreigroschenoper als temperamentvolle Zugabe genießen.

Weitere Infos über die Kulturfabrik bzw. das Saxofonquartett sind zu finden im Internet unter www.eternumsaxophonquartett.com und www.kulturfabrik-ibachhaus.de

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