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Schwelm: Einzug ins neue Jobcenter EN hat begonnen

Die neue Nebenstelle der Kreisverwaltung von außen. Nach Fertigstellung des Gebäudes werden jetzt die Büros bezogen.

Die neue Nebenstelle der Kreisverwaltung von außen. Nach Fertigstellung des Gebäudes werden jetzt die Büros bezogen.

Foto: Kreis

Schwelm.  Nach Fertigstellung des Gebäudes hat der Einzug des neuen Jobcenters EN in Schwelm begonnen. Für Leistungsberechtigte wird sich einiges ändern.

Kisten schleppen ist bei der Kreisverwaltung dieser Tage angesagt. Nach Fertigstellung des Gebäudes für das neue Jobcenter EN in Schwelm geht es nun in schnellen Schritten voran. Aktuell läuft der Umzug der Jobcenter-Verwaltung von der Nordstraße zur neuen Adresse an der Rheinischen Straße. Sobald das erledigt ist, geht es mit den nächsten Abteilungen weiter. Dann wird sich auch für die rund 10.000 Leistungsberechtigten einiges ändern.

Darum geht’s

Die neueste Nebenstelle der Kreisverwaltung wird zentraler Standort für das Jobcenter EN im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis werden und die fünf Regionalstellen in Schwelm, Gevelsberg, Sprockhövel, Ennepetal und Breckerfeld ersetzen. Der Kreis erhofft sich davon Synergieeffekte, von denen die Beschäftigten und Leistungsberechtigten gleichermaßen profitieren. „Von dieser Zentralisierung versprechen wir uns einen effizienteren Personaleinsatz, erweiterte Spezialisierungsmöglichkeiten für die Beschäftigten sowie ein Plus beim Service für die fast 10.000 Personen, die wir im Südkreis betreuen“, erklärte Dirk Farchmin, stellvertretender Leiter des Jobcenters EN, erst im August.

Aktueller Stand

Nach Fertigstellung des Neubaus mit seinen drei Etagen haben die Handwerker inzwischen den Umzugsleuten das Feld überlassen. Seit Mitte vergangener Woche sind die 31 Mitarbeiter der Jobcenter-Verwaltung in der Nordstraße damit beschäftigt, ihre Schreibtische und Büros leer zu räumen, Unterlagen, die nicht mehr benötigt werden, auszusortieren und sachgerecht zu entsorgen, und alle Akten und Dokumente, die in Zukunft noch gebraucht werden, für den Wechsel zum neuen Standort in die Umzugskartons zu packen. Auf den Fluren und in den Büros stapelten sich die Kisten.

Möbel packen ist indes – bis auf wenige Ausnahmen – nicht nötig. Der Altbestand in den Büros an der Nordstraße hat ausgedient, alle Arbeitsplätze an der neuen Adresse werden modern und zeitgemäß ausgestattet. „Wir konnten die zum Teil schon sehr alte und teilweise auch zusammengewürfelte Ausstattung zurücklassen. Alle Mitarbeiter, die in der Rheinischen Straße im Einsatz sind, dürfen sich auf zeitgemäß eingerichtete Büros und neue Technik freuen“, berichtet Heiner Dürwald, Leiter des Fachbereiches Jobcenter EN der Kreisverwaltung.

Das wird sich ändern

Mit dem Umzug der Verwaltung ändert sich für die Leistungsberechtigten des Jobcenters EN im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis nichts. Anders sieht es aus, sobald auch die anderen Abteilungen umgezogen sind. Dies soll in den nächsten Tagen geschehen. „Als nächstes folgen die Gebiete ,Eingliederung’ und ,Durchstarter’, bevor dann mit den Regionalstellen die publikumsintensivsten Bereiche ihre Büros in der Rheinischen Straße einrichten“, teilt die Kreisverwaltung dazu mit.

Der dafür vorgesehene Zeitplan sieht laut Kreisverwaltung wie folgt aus: Die Regionalstelle Schwelm soll am 28. September komplett umgezogen sein, Gevelsberg/Sprockhövel am 5. Oktober und Ennepetal/Breckerfeld am 8. Oktober. Statt bisher fünf Anlaufstellen verfügt das Jobcenter EN im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis dann ab Mitte Oktober nur noch über die eine zentrale Adresse am neuen Standort in Schwelm.

Für Breckerfeld sind in Zukunft Vor-Ort-Sprechstunden geplant, für Leistungsberechtigte aus dem Nordkreis wird sich überhaupt nichts ändern, da die Regionalstellen Hattingen, Wetter/Herdecke und Witten von den Änderungen im Südkreis nicht betroffen sind.


„Allen Leistungsberechtigten haben wir schriftlich mitgeteilt, dass wir die bisherigen Südkreis-Standorte schließen. Daher wissen sie, wann ihre Ansprechpartner an ihren neuen Plätzen zu finden sind und wie sie dort zu erreichen sind“, so Dürwald. Er setzt auf reibungslose Abläufe, von denen die Leistungsberechtigten im besten Fall wenig bis gar nichts mitbekommen und anschließend profitieren. „Ziel des neuen Verwaltungsgebäudes ist es ja nicht zuletzt, Abläufe zu beschleunigen und die Dienstleistungsqualität zu verbessern. Da wir derzeit ja immer noch coronabedingte Einschränkungen beachten müssen, wird sich der Vorteil des neuen Gebäudes erst nach der Pandemie vollends erweisen“, so Dürwald.

So sollen die Leistungsberechtigten profitieren

Was genau mit Verbesserungen gemeint ist, beschreibt der Kreis wie folgt: Durch die Zusammenlegung entstünden kürzere Kommunikations- und Arbeitswege. Der Austausch zwischen Kollegen und Führungskräften sei intensiver und Vorgehensweisen würden einheitlicher.

Die Leistungsbeziehenden würden alle notwendigen Ansprechpartner dann gebündelt an einem Ort vorfinden. Die Eingangszone des neuen Südkreisgebäudes sei großzügig gestaltet. Es stünden mehrere Schalter zur Verfügung, die eine schnelle Abarbeitung der Anliegen der Leistungsbeziehenden ermöglichen, sodass es zu geringeren Wartezeiten kommen soll.

Durch die räumlichen Gegebenheiten sei es dem Jobcenter außerdem gelungen, ein Team „Zugang“ zu gründen, welches sich vor Ort insbesondere um die Belange der neuen Leistungsbeziehenden kümmert. Somit weede der „Neukundenprozess“ verschlankt und gebündelt in einem Team angesetzt. Das bedeute, dass neue Leistungsbeziehende sich lediglich an das eine Team wenden müssen, wo sie beraten werden und wo Anträge aufgenommen und abschließend bis zur erstmaligen Bescheidung bearbeitet werden. Erst danach erhalte die Person einen zuständigen Sachbearbeiter.

Bedeutung des Jobcenters EN

Die neueste Nebenstelle der Kreisverwaltung wird Arbeitsplatz für rund 180 Beschäftigte des Jobcenters EN sein, deren Aufgabe die Leistungsgewährung und Beschäftigungsvermittlung ist. Zur Einordnung: Stand Mai kümmerten sich die Beschäftigten um 9.645 Menschen in 4.845 Bedarfsgemeinschaften. An die Berechtigten wurden im Mai rund 14,5 Millionen Euro Arbeitslosengeld II, Kosten der Unterkunft sowie einmalige Leistungen ausgezahlt. 396 erwerbsfähige Leistungsberechtigte konnten in 2020 eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, eine vollqualifizierende Ausbildung oder eine selbstständige Tätigkeit antreten.

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