Große Diskussion

Schwelm: Kampf den Lücken im Heimatfestzug

Insbesondere die Einzelgänger – hier der diesjährige Siegerbeitrag der Nachbarschaft Gesellschaft Oberstadt – halten auf der Wegstrecke an, um den Festzugbesuchern ihre Darbietungen zu präsentieren. Eine Lücke entsteht, wenn diejenigen, die vorweg gehen, nicht warten.

Insbesondere die Einzelgänger – hier der diesjährige Siegerbeitrag der Nachbarschaft Gesellschaft Oberstadt – halten auf der Wegstrecke an, um den Festzugbesuchern ihre Darbietungen zu präsentieren. Eine Lücke entsteht, wenn diejenigen, die vorweg gehen, nicht warten.

Foto: Bernd Richter / WP

Schwelm.  Nach Diskussionen wird Festzugleiter Jörg Brandenburg die Löcher auf der nächsten Dacho-Sitzung thematisieren. Teilweise hausgemachtes Problem.

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Die Lücken im Schwelmer Heimatfestzug sind ein uraltes Thema, werden aktuell aber so hitzig diskutiert wie seit vielen Jahren nicht mehr. Festzugleiter Jörg Brandenburg verspricht: „Ich werde im Rahmen der nächsten Dacho-Sitzung ein paar Vorschläge machen, wie Lücken geschlossen werden könnten.“ Derweil meldet sich mit Helmut Strucken jemand zu Wort der 40 Jahre lang als Einzelgänger auf der Zugstrecke gelaufen ist und betont: „Das Rezept für kleinere Lücken ist seit Jahren bekannt.“

Notfälle

Vorab: Wie entstehen überhaupt die großen Löcher im Festzug – von denen es in diesem Jahr nur eins gab – bei denen die Zuschauer Minutenlang keine Darstellung sehen, egal in welche Richtung sie schauen. Ein Grund wird niemals zu verhindern sein und das sind Rettungsdiensteinsätze. Insbesondere bei extrem hohen Temperaturen, kommt es zu Kreislaufbeschwerden bei den Zuschauern und auch den Akteuren. Die Sanitäter müssen möglicherweise mit dem Rettungswagen auf der Zugstrecke stehen, die vorangegangenen Gruppen marschieren möglicherweise weiter, das Loch ist da. Häufiger ist es aber so, dass der Festzug aus anderen Gründen auseinander gezogen wird, die Helmut Strucken aus eigener Erfahrung aufdröselt: „Als Gruppe oder Einzelgänger willst Du den Menschen etwas zeigen.“ Das Problem sei, dass entlang der Festzugstrecke – auch bereits an der Barmer Straße und der Hauptstraße – durchaus sehr unterschiedlich viele Menschen an den Straßenrändern stehen würden. Helmut Strucken: „Dann legst Du als Einzelgänger vor der Ehrentribüne richtig los und die Gruppe vor dir fährt weiter.“ Dass auf diese Weise Löcher im Zug entstehen, sei schon innerhalb der Nachbarschaften ein Problem, untereinander noch größer.

Klare Anweisung der Dacho

Deshalb gibt es laut Jörg Brandenburg seit etwa fünf Jahren die Anweisung der Festzugleitung, sich nach hinten zu orientieren und dementsprechend auf diejenigen zu warten, die nicht nachkommen. Laut Strucken sei es kontraproduktiv, die hintere Gruppe anzutreiben, weil sich das Problem dann nur durch den Zug verlagere und verstärke. Außerdem könne man den Nachbarn nicht verbieten, sich vor den Zuschauern zu zeigen.

Die Schwelmer sind gespannt, welche Vorschläge die Dacho tätigt, und ob der Sicherheitsdienst im kommenden Jahr erneut den Heimatfestzug begleitet, damit die Zuschauer zukünftig keine großen Lücken mehr sehen müssen.

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