Politik

Schwelm: Linke fordert Programm zur Wasserversorgung

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Wasserhahn

Wasserhahn

Foto: Florian Adam / WP

Schwelm.  Schelm: Die Fraktion Die Linke fordert ein Konzept zur zukünftigen Wasserversorgung. Das sind die Hintergründe.

Der Rat der Stadt Schwelm behandelt in seiner Sitzung am Donnerstag, 25. Februar, unter anderem einen Antrag der Fraktion Die Linke. Die setzt sich dafür ein, dass die Stadt Schwelm die Voraussetzungen für den Einstieg in ein Programm schafft, mit dem Maßnahmen und Projekte für eine zukünftige Wasserversorgung der Stadt entwickelt und durchgeführt werden sollten. Die Verwaltung lehnt diesen Antrag allerdings ab.

Die Linken-Fraktion hatte vorgeschlagen, die Voraussetzungen für den Programm-Eintritt unter Einbeziehung gesellschaftlich relevanter Gruppen aus Landwirtschaft und Naturschutz zu schaffen. Die Verwaltung weist darauf hin, dass erst im Jahr 2019 ein Wasserversorgungskonzept für die Stadt Schwelm erstellt wurde, das wesentliche Aspekte des Antrages berücksichtigt habe. Auch ließen es momentan die Kapazitäten des verantwortlichen Fachbereiches nicht zu, die im Antrag aufgeführten Maßnahmen durchzuführen. Die Fortschreibung des Wasserversorgungskonzeptes erfolgt alle sechs Jahre.

Fraktion sieht Anstrengungen

Die Fraktion begründet ihren Antrag unter dem Titel „Wasser ist Leben – Wasser ist Zukunft!“ wie folgt: „Die Versorgung mit Wasser ist die dringendste Aufgabe für die Zukunft. Dies wird die Stadt und ihre Menschen vor erhebliche Anstrengungen sowohl finanziell als auch logistisch und emotional stellen.“ Die letzten Jahre hätten gezeigt, dass es nicht fünf vor, sondern viertel nach zwölf ist. Nachdem die Stadt in den letzten vierzig Jahren erfolgreich viel Geld in ein Kanalisationsnetz investiert habe, gehe es nun darum, Wasser zu speichern und auch neue Verteilnetze zu schaffen.

„Dies wird ein Kraftakt sein, der ebenfalls die nächsten Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird, geht es hier doch unter anderem um die Speicherung von Wasser (z.B. in Zisternen oder Staubecken) und die Neuverteilung von Wasser in Brauchwasser und Trinkwasser“, heißt es in dem Antrag weiter.

Dürremonate als Beispiel

Die letzten Jahre hätten gezeigt, dass Perioden mit wenig oder gar keinem Niederschlag bis hin zu Dürremonaten zunehmen werden. „Schon jetzt sind fast alle Bäche der Stadt im August ausgetrocknet. Auch die ehemals regenreichen Monate bleiben weit hinter den Niederschlägen zurück, die nötig wären, einen notwendigen Ausgleich zu schaffen“, begründet die Linken-Fraktion.

Natur und Landwirtschaft würden übermäßig unter den langen Trockenperioden leiden. Dem gelte es entgegenzuwirken. Es dürfe keine Zeit versäumt werden.

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