Politik

Schwelm schreibt Abrissarbeiten für Villa Xtra-Dry aus

Die Villa Xtra-Dry an der Römerstraße muss dem Neubau für das Kulturzentrum Platz machen. Der Abriss erfolgt im Frühjahr.

Die Villa Xtra-Dry an der Römerstraße muss dem Neubau für das Kulturzentrum Platz machen. Der Abriss erfolgt im Frühjahr.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Im Frühjahr muss das alte Gebäude in der Römerstraße dem neuen Kulturhaus der Stadt weichen. Die Einweihung ist für das Jahr 2022 geplant

In diesem Jahr wird es ernst für das Projekt Neue Mitte Schwelm. Die verantwortlichen im Rathaus rechnen noch in diesem Frühjahr mit dem Abriss der Villa X-tra-Dry an der Römerstraße. Die Arbeiten sind bereits ausgeschrieben. Dort soll bis spätestens 2022 Schwelms neues Kulturhaus mit Musikschule, VHS und Stadtbücherei entstehen. Für den Neubau des Rathauses auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei muss der Bebauungsplan geändert werden. Über eine Kernfrage muss die Politik dabei entscheiden: Wird die Tiefgarage gebaut oder wird sie nicht gebaut?

Rathaus darf 30 Millionen kosten

Mit dem Kölner Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner ist der Generalplaner für die Neubauten und der Projektsteuerer beauftragt worden. Projektsteuerer für das Kesselhaus, dem denkmalgeschützte Teil der Brauerei, konnte die Assmann-Gruppe gewonnen werden. Mit Heinle, Wischer und Partner ist ein Architekturbüro verpflichtet worden, das seit über 50 Jahren am Markt ist, 300 Mitarbeiter / 8 Gesellschafter zählt und an 6 Standorten tätig ist. Die Spannweite der von Heinle, Wischer und Partner gebauten Objekte reicht vom Bundesministerium bis zum Universitätsklinikum.

Bis zu 90 Prozent baut das Architekturbüro für die öffentliche Hand. Zwischen dem Patrizierhaus und dem Rathausbau soll es einen kleinen Platz geben, von dem aus der Zugang zum Rathaus erfolgen wird. Die Erdgeschossfläche ist laut politischem Beschluss als Ladenpassage für Geschäfte vorgesehen. Darüber erhebt sich der eigentliche dreigeschossige Verwaltungstrakt.

Die Kostenobergrenze für beide Bauten liegt bei 30 Millionen Euro. Der Bauantrag wird bis Mitte des Jahres im Rathaus erwartet. Die Bautätigkeit wird wahrscheinlich im Jahr 2020 beginnen Es ist realistisch, mit 24 Monaten Bauzeit zu rechnen; das Kulturzentrum dürfte eher fertiggestellt werden.

Im Kesselhaus soll eine Gastronomie eingerichtet werden. Für die Entwicklung des Kesselhauses stehen 6,75 Millionen Euro zur Verfügung. Die Grundstücke der bisherigen Verwaltungsstandorte in der Hauptstraße 14 und in der Moltkestraße 24 und 26 werden zu einem späteren Zeitpunkt veräußert werden. Nach den Worten der Bürgermeisterin liegen im Rathaus bereits zahlreiche Nachfragen von Kaufinteressenten vor.

Das Haus, in dem die Villa X-tra-Dry untergebracht war, gehörte zu den Verwaltungsgebäuden des städtischen Krankenhauses, das einmal auf dem Wilhelmplatz stand. Auch nach dem Abriss des Hospitals blieb es in Besitz der Stadt Schwelm und wurde dem Blauen Kreuz vom einstigen Bürgermeister Dr. Jürgen Steinrücke nur zur kostenlosen Nutzung überlassen. Bis zum Jahr 2018 leistete dort das Blaue Kreuz Jugendarbeit mit 100 Jugendlichen, zumeist mit Migrationshintergrund. Das Stadtkrankenhaus wurde geschlossen und durch das Verbandskrankenhaus, heute Helios, ersetzt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben