Politik

„SchwelmArENa“ in Schwelm bekommt neuen Boden

Die neuen Dreifeldsporthalle ist bereits ein Sanierungsfall: Nach einem Wasserschaden muss im Sommer der Boden ausgetauscht werden.

Die neuen Dreifeldsporthalle ist bereits ein Sanierungsfall: Nach einem Wasserschaden muss im Sommer der Boden ausgetauscht werden.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Sanierung des Sportlerheims An der Rennbahn liegt im Plan. Schwertransporte durch Schwelm genehmigt in Zukunft die Kreisverwaltung

Fast neu und doch bereits ein Sanierungsfall: die neue Dreifeldsporthalle an der Milsper Straße. Die „SchwelmArENa“ von Investor Ralf Stoffels war nun ein Thema, mit dem sich die Politik in den jüngsten städtischen Ausschüssen in öffentlicher Sitzung beschäftigt hat. Eine Zusammenfassung.

Die „SchwelmArENa“

„Der komplette Boden muss ausgetauscht werden, alle Vereine sind informiert“, ließ Thomas Striebeck vom städtischen Immobilienmanagement die Mitglieder von Sport- und Liegenschaftsausschuss auf ihrer gemeinsamen Sitzung wissen. Grund ist ein Wasserschaden, verursacht durch ein Starkregenereignis. Der Austausch soll nun im Juni und Juli diesen Jahres erfolgen, die Halle wird in dieser Zeit nicht für den Sport oder andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Volker Abels (Bündnis 90/Die Grünen) wollte von der Verwaltung daraufhin wissen, warum die in der neuen Halle ebenfalls vorhandenen Gymnastikräume in der betroffenen Zeit nicht genutzt werden können. „Wir müssen den Bereich komplett als Baustelle schließen. Das geht aus versicherungstechnischen Gründen nicht anders“, sagt Thomas Striebeck.

Sportlerheim Rennbahn

Gute Nachrichten gibt es hingegen vom Sportlerheim an der Rennbahn zu berichten. Nach Fertigstellung der Multifunktionsanlage und des Kunstrasenplatzes hatte die Politik Geld für die Sanierung des Gebäudes bewilligt, in dem sich auch die Umkleideräume befinden. „Wir liegen im Bauzeitenplan“, ließ Thomas Striebeck die Gremien wissen. Der Umbau im Innenbereich soll 2019 abgeschlossen sein, die Fassade werde allerdings erst im kommenden Jahr angefasst. Wie berichtet, hatte die Städtische Sparkasse zu Schwelm allein rund 150.000 Euro für die Sanierung gespendet, die Stadt 250.000 Euro bereitgestellt und die Vereine darüber hinaus Eigenleistungen in Aussicht gestellt. Das gesamte Projekt wird nach Fertigstellung etwa 535.000 Euro gekostet haben.

Schwerlasttransporte

Schwerlasttransporte, die über Schwelmer Straßen führen, werden in absehbarer Zukunft nicht mehr vom städtischen Ordnungsamt als Genehmigungsbehörde geprüft, sondern von Mitarbeitern der Kreisverwaltung. Das wird das Ergebnis eines Beschlusses sein, den der Rat der Stadt in seiner jüngsten Sitzung getroffen hat. Danach wird die Bürgermeisterin dazu ermächtigt, eine öffentlich rechtliche Vereinbarung mit dem Landrat der des Ennepe-Ruhr-Kreises und den anderen dort benannten Städten abzuschließen. Ziel ist es, dass der Ennepe-Ruhr-Kreis die Genehmigung von Schwerlasttransporten übernimmt.

„Schwelm ist die letzte Stadt im Kreis, die noch nicht unterschrieben hat. Wir haben es bisher einfach nicht geschafft, uns darum zu kümmern“, entschuldigte sich Ordnungsamtsleiter Christian Rüth bei der Politik dafür, dass die Vorlage der Verwaltung erst jetzt zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt wurde. Im Prinzip gehe es um alles, was überbreit, -lang, -hoch oder -schwer ist und über öffentliche Straßen bewegt werde, so Rüth. Früher sei das Standard der Polizei gewesen, die solche Transporte begleitet hat. Durch eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen ist nun die Stadt verantwortlich – mit einem entsprechend hohen Haftungsrisiko, wenn ein genehmigter Transport nicht wie geplant ablaufen kann. „In der Verwaltung haben wir kein Personal dafür, wir arbeiten jetzt schon mit der Kreisverwaltung zusammen“, sagt der Mann vom Ordnungsamt. Aus gleichen Gründen sehen auch die übrigen Städte im Kreis die Bündelung der Kompetenz dafür beim Kreis.

Der Abschluss mit dem Kreis gilt zunächst für drei Jahre. Zwei Mitarbeiter sind bei der Kreisverwaltung mit dieser Aufgabe betreut. Maximal 18.000 Euro wird das Schwelm kosten. „Dafür müssen wir keine Stelle einrichten“, bat Rüth die Politik um Zustimmung zur Vorlage, „weil es für uns eine Vereinfachung wäre“. Die Kosten solcher Genehmigungsverfahren könnten nicht in voller Höhe den Verursachern in Rechnung gestellt werden, wenn ein Unternehmen zu Schaden gekommen sei und klagen würde, müsste der Kreis dafür geradestehen.

Diesen Argumenten konnte sich die Politik nicht verschließen, die Bürgermeisterin wird nun die „öffentlich rechtliche Vereinbarung über die Übernahme von Aufgaben im Rahmen der Erlaubnis gemäß § 29 Abs. 3 StVO zwischen den Städten Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter, Witten und dem Ennepe-Ruhr-Kreis“ abschließen.

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