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Schwelmer Gymnasium will mehr Infos vor einem G8/G9-Votum

Auftakt mit Musik: Das weit bekannte Orchester des Märkischen Gymnasiums leitete den Tag der offenen Tür in der Schul-Aula ein.

Foto: Luca Samlidis

Auftakt mit Musik: Das weit bekannte Orchester des Märkischen Gymnasiums leitete den Tag der offenen Tür in der Schul-Aula ein. Foto: Luca Samlidis

Schwelm.   Beim Tag der offenen Tür stellte das Märkische Gymnasium sein Schulprofil vor und sprach dabei auch brandaktuelle Themen an.

Die landesweit geführte Diskussion um die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) ist auch am Märkischen Gymnasium in Schwelm ein Thema. Schulleiterin Katharina Vogt vertritt dabei die Position: Für ein Votum ihrer Schule ist es noch zu früh. Dies wurde beim Tag der offenen Tür deutlich.

Nach den Gymnasien in Gevelsberg und Ennepetal öffnete am Samstag auch das Märkische Gymnasium Schwelm (MGS) seine Türen. Interessierte Grundschüler und deren Eltern wurden dazu eingeladen, die vielen Facetten des Gymnasiums einmal aus der Nähe zu begutachten. Die gut 900 Schüler starke Schule zeichne sich durch eine sehr familiäre Atmosphäre aus, wie Schulleiterin Katharina Vogt erklärte.

Steigende Schülerzahlen

Die stellvertretende Schülersprecherin Lisa Thiel betonte: „Die Schülervertretung setzt sich für die Stärkung des schulinternen Zusammenhalts ein, damit keine Rivalität unter Schülern entsteht“. Das Schwelmer Gymnasium ist bei Eltern und Schülern beliebt. Dort steigen die Schülerzahlen an.

Der Info-Tag war zu Teilen wie ein regulärer Unterrichtstag aufgebaut. Von der fünften bis zur zwölften Jahrgangsstufe waren alle Schüler anwesend, Eltern und Kinder waren in Probeunterrichtsstunden eingeladen.

In der Begrüßung wurde die Kooperation mit den Grundschulen und der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule in Schwelm gelobt: „Es gibt sehr intensive Gespräche“. Mit dem Lehrerkollegium der Realschule hat es vor kurzem eine gemeinsame Lehrerfortbildung gegeben.

Schulleiterin Vogt ging zu Beginn auch auf die G8/G9-Frage ein, die momentan viele Diskussionen im Schulleben bestimmt. Aktuell ist am MGS das Abitur nach acht Jahren möglich. Sie machte deutlich: „Wir finden es nicht ganz verantwortungsbewusst, jetzt schon ein konkretes Votum abzugeben“. Es gebe noch zu wenig Klarheit über die konkrete Ausgestaltung des neuen G9. Beispielsweise sei es noch unklar, ab wann die zweite Fremdsprache einsetzen soll. An der Entscheidung sollen die Eltern der Grundschüler beteiligt werden, die von der Umstellung betroffen sind.

Das Reichenbach Gymnasium in Ennepetal hatte bereits eine deutliche Tendenz zugunsten von G9 verlauten lassen. Das städtische Gymnasium Gevelsberg hatte ebenfalls angedeutet, bei G9 zu bleiben. Es gebe bisher noch keine G8-Forderungen, die laut geworden seien.

Schulpflegschaftsvorsitzende Heidrun Liedtke sprach von Vorteilen auf beiden Seiten. Durch G9 seien die Schüler bei Schulabgang allerdings reifer.

Katharina Vogt zeigte sich nach dem Info-Tag zufrieden. Etwa 150 Eltern hatten die Schule mit Kindern besucht.

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