Modernisierung

Schwelmer Hallenbad für sechs Wochen geschlossen

Investitionen in die Technik und Ausstattung: Das städtische Hallenbad wird voraussichtlich bis einschließlich Montag, 26. November, geschlossen bleiben.

Investitionen in die Technik und Ausstattung: Das städtische Hallenbad wird voraussichtlich bis einschließlich Montag, 26. November, geschlossen bleiben.

Foto: Gruber

Schwelm.   Die Stadt investiert 300.000 Euro. Bis zur Fertigstellung der künftigen Bäderlösung soll so ein überdachtes Schwimmen in Schwelm möglich bleiben.

Wer von der Kaiserstraße aus auf das voluminöse Gebäude an der Mittelstraße zugeht, nimmt zuerst die markante Gebäudeform wahr, die Ausdruck einer modernen Architektursprache ist. Tatsächlich ist das Hallenbad der Stadt Schwelm schon mehr als 40 Jahre alt, und das ist dem Funktionsbau bei näherem Hinsehen auch anzusehen. Der optische Eindruck ist das eine, der bauliche Zustand und die Technik im Innern etwas ganz anderes. Schon öfter wurde das Bad gewartet und auf Vordermann gebracht. Jetzt gehen die Arbeiten viel weiter. Die städtische Einrichtung wird ab kommender Woche so fit gemacht, dass sie bis zur Fertigstellung der neuen Schwelmer Bäderlösung genutzt werden kann.

Bis 26. November geschlossen

Wasserfreunde und Schwimmer in der Stadt müssen sich ab Montag, 15. Oktober, eine Alternative suchen. Das städtische Hallenbad wird ab diesem Zeitpunkt und voraussichtlich bis einschließlich Montag, 26. November, geschlossen bleiben. Sechs Wochen, die von der Stadt Schwelm dafür genutzt werden, Bad und Becken soweit wieder auf Vordermann zu bringen, dass es im Idealfall bis zur Fertigstellung einer neuen überdachten Schwimmfläche in der Stadt reicht.

Die Zukunft der Schwelmer Bäderlandschaft ist bekanntlich seit Monaten ein großes Thema in der Kreisstadt. Aktueller Stand ist, dass eine von Stadt und Politik eingesetzte Bäderkommission nach der Sommerpause ihre Arbeit aufnahm und der Politik und Verwaltung bis Ende diesen Jahres eine Empfehlung zur künftigen Ausgestaltung aussprechen soll. Zwei Varianten stehen nach einem längeren Auswahlverfahren noch auf dem Prüfstand: ein neues Hallenbad auf dem Freibadgelände (das Schwelmebad würde dann kleiner werden) oder ein Ganzjahresbad, ebenfalls auf dem Gelände des heutigen Freibades. Was umgekehrt bedeutet: Spätestens mit Eröffnung des neuen Bades hat das Hallenbad an der Mittelstraße ausgedient und könnte die Stadt ihr Grundstück dort veräußern.

Doch dafür muss die bestehende Lösung erst mal halten. Gerade in den letzten Jahren blieb das Hallenbad immer wieder mal wegen technischer Defekte tageweise geschlossen. Angesichts des anfälligen Zustandes hatte der Rat der Stadt Schwelm vor Jahren sogar schon mal beschlossen, bei zu großen und zu teuren Reparaturen das Hallenbad dann zu schließen. Dazu kam es jedoch nicht.

Hinzu kamen die Bad-Schließungen wegen der jährlichen Wartungsintervalle in den Sommerferien. Das sie in diesem Jahr nicht durchgeführt wurden, hat damit zu tun, dass der Rat der Stadt Schwelm am 5. Juli die umfängliche Sanierung im Herbst beschlossen hatte. Das Hallenbad wird also in den nächsten Wochen nicht nur modernisiert, sondern gleich auch mit gewartet.

300.000 Euro lässt sich die Stadt die Investition kosten. Das Hallenbad bekommt ein neues Blockheizkraftwerk, einen neuen Heizkessel, und auch die Deckenbeleuchtung in der großen Schwimmhalle wird erneuert. Mit der Modernisierung hofft die Stadt ihr Hallenbad noch drei bis fünf Jahre weiterbetreiben zu können.

Und wenn die Arbeiter schon einmal quer durch das ganze Gebäude ziehen, nutzt das städtische Immobilienmanagement die Gelegenheit gleich für die ganz große Wartung. Im Untergeschoss wird diesmal der komplette Filter für die Wasseraufbereitung in den Becken ausgetauscht – ein aufwendiges Unterfangen, dass zum Glück nur alle paar Jahre nötig ist, wie es hieß.

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