Lücken im Zug

Schwelmer Heimatfest: Security wehrt sich gegen Vorwürfe

Die Männer der Schwelmer Firma SNS Security passten auf, dass an der Engstelle in der Kirchstraße niemandem etwas passiert. Die Kinder vertrauen ihnen voll und ganz.

Die Männer der Schwelmer Firma SNS Security passten auf, dass an der Engstelle in der Kirchstraße niemandem etwas passiert. Die Kinder vertrauen ihnen voll und ganz.

Foto: Privat / SNS

Schwelm.  Verärgerung nach Kritik: Der Schwelmer Nachbar Bernd Winkelsträter hatte die Sicherheitsfirma als „Lachnummer“ bezeichnet.

Gergory Staats, Christiane Sartor und Jörg Brandenburg sind zwar an verschiedenen Orten und lesen zu anderen Zeiten, ihre Reaktion ist die selbe: „Das ist eine bodenlose Frechheit. Davon stimmt kaum ein Wort.“ Zuvor hatten sie sich den Leserbrief von Bernd Winkelsträter zu Gemüte geführt, der sich in unserer Zeitung über die Arbeit der Sicherheitsleute im Heimatfestzug ausgelassen hatte und diese als „Lachnummer“ bezeichnete. Dagegen wehren sich Festzugleiter Brandenburg, Dacho-Chefin Sartor und der Inhaber der Schwelmer Security-Firma SNS, Gregory Staats.

Großveranstaltungen, Personenschutz von Musikern, Politikern und Sportlern und das ganze rund um den Globus – die Sicherheitsfirma ist gut im Geschäft und wird von seriösen Veranstaltern gern gebucht. „Dass ich ausgerechnet in meiner Heimatstadt, wo wir ohne Gewinn aus der Sache rausgehen, weil wir dies gern tun, solchen Gegenwind bekomme, ist mir schleierhaft“, sagt Staats.

Konkret hatte Winkelsträter – aktiv in der Nachbarschaft Winterberg und Geschäftsführer der Förderinitiative Schwelmer Heimatfest – bemängelt, dass die Sicherheitsleute ihrem Auftrag, den Zug zusammenzuhalten, nicht nachgekommen seien.

Christiane Sartor: „Dass der Sicherheitsdienst den Zug begleitet, war Wunsch der Obernachbarn.“ In Absprache mit Ordnungsamtsleiter Christian Rüth, der mit SNS sehr gute Erfahrungen auf der Kirmes gemacht hat, lautete der Auftrag: Straßensperren und den Engpass in der Kirchstraße absichern sowie den Zug begleiten. „Das war ein Pilotprojekt und bis zur Kirchstraße vollkommen ok“, sagt Jörg Brandenburg. „Wir sind vielleicht etwas zu blauäugig gewesen. Vielleicht hätten wir die Nachbarn besser über unser Vorhaben informieren müssen.“

Nachbarn ignorierten die Bitten

Die Sicherheitsleute hatten die Nachbarn und Kapellen immer wieder darauf hingewiesen, aufzuschließen, damit die Lücken im Zug nicht zu groß werden. Einerseits seien Kommunikationsprobleme zum Festzugleiter aufgetreten, andererseits hätten die Festzugteilnehmer die Bitten, keine Löcher entstehen zu lassen oft ignoriert. „Manchen waren die Vorder- oder Hintermänner zu laut, so dass sie Abstand gehalten haben, manche Fahrer haben 50 Meter Platz gelassen anstatt aufzuschließen“, sagt Gregory Staats.

Jörg Brandenburg ergänzt: „Als ich bei Penny an der Kaiserstraße war, ist die letzte Nachbarschaft gerade an der Aral-Tankstelle Barmer Straße gewesen. Die einen haben sich dementsprechend beschwert, dass zu oft gestoppt wurde, die anderen, dass sie weiter hinten komplett ohne Pause durchlaufen mussten.“

Für ihn ist das Pilotprojekt mit dem Sicherheitsdienst erkenntnisreich gewesen, und gern würde er aus den Dingen, die nicht funktioniert haben, im kommenden Jahr die entsprechenden Lehren ziehen, damit die Lücken sich in Zukunft verkleinern. Auch Brandenburg müsse Dingen verändern, sagt Christiane Sartor, brauche einen Fahrer, um sich voll auf seine Aufgaben als Festzugleiter konzentrieren zu können.

Fest steht: Dacho und SNS weisen die Vorwürfe von Winkelsträter weit von sich. „Jeder, der an diesem Tag arbeitet, macht das, damit die Zuschauer einen schönen Zug genießen. Jeder hätte an diesem Sonntag lieber frei. Solche Anschuldigungen sind eine Unverschämtheit“, nimmt Gregory Staats seine Leute in Schutz und will sich erst im kommenden Jahr entscheiden, ob er die Festzugsicherung noch einmal übernimmt.

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