Historie

Schwelmer Verein hat sich der Regionalgeschichte verschrieben

Der Verein für Heimatkunde stellt die Jahresgabe Nummer 66 vor. Sitzend die Autoren (von links): Doris Kübler, Dr. Klaus Figge, Karl-Josef Oberdick und Michael Treimer. Auch die Bürgermeisterstellvertreterin Christiane Sartor (2. von rechts, stehend) konnte Vorsitzende Anne Peter (rechts, stehend) begrüßen.

Der Verein für Heimatkunde stellt die Jahresgabe Nummer 66 vor. Sitzend die Autoren (von links): Doris Kübler, Dr. Klaus Figge, Karl-Josef Oberdick und Michael Treimer. Auch die Bürgermeisterstellvertreterin Christiane Sartor (2. von rechts, stehend) konnte Vorsitzende Anne Peter (rechts, stehend) begrüßen.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Jahresgabe glänzt mit Berichten über Gesundbrunnen, Peter Heinrich Holthaus, Gymnasium-„Neubau“ und AG Umweltschutz.

96 Seiten, prall gefüllt mit Schwelmer Geschichte. Genauer geht es in der neuen Jahresgabe des Vereins für Heimatkunde um vier Themen – dargeboten von Dr. Klaus Figge, Doris Kübler, Karl-Josef Oberdick und Michael Treimer. Der fünfte Autor, besser gesagt die fünfte Autorin, ist Anne Peter. Die Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde bringt dem geneigten Leser den Geschäftsbericht des Jahres 2017 näher.

Lesegenuss über die Festtage

„Wir haben eine Punktlandung hingelegt“, sagte Anne Peter bei der Präsentation der Beiträge zur Heimatkunde im Lebenshilfe-Center in der Hauptstraße 116. Damit erinnert sie an vergangene Tage, in denen die Jahresgabe nicht erschienen war. Mit den vorgelegten Druckwerk ist der Verein wieder mit seinen Publikationen im Tritt. In der Vorstellungsrunde war auch Christiane Sartor. Die stellvertretende Bürgermeisterin vertrat die im Urlaub befindliche Bürgermeisterin Gabriele Grollmann. „Das ist ein schönes Heft zum Schmökern. Danke, dass sie so treu die Geschichte aufarbeiten. Ich muss mich immer wieder wundern, was so im Verborgenen schlummert.“

Herausgeber Guido Korff versprach den Käufern der Jahresgabe nicht nur spannende, von den Autoren erzählte Geschichten, sondern auch Lesegenuss über die Weihnachtstage.

In einer kleinen Vorstellungsrunde fassten die Autoren jeweils ihre Beiträge in wenigen Worten zusammen. Die Jahresgabe schlägt den Bogen vom „Trockenfall des Schwelmer Gesundbrunnens“ (Dr. Klaus Figge) über einen Beitrag über Peter Heinrich Holthaus „Pädagoge mit Herz für die Schüler“ (Doris Kübler) und den Umzug des Schwelmer Realgymnasiums in den Neubau an der Präsidentenstraße (Karl-Josef Oberdick) bis hin zur Geschichte der Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Schwelm, die Michael Treimer verfasst hat – Mitbegründer der AGU. Und schließlich der Geschäftsbericht von Anne Peter – quasi das Schlusswort der Druckausgabe.

Die Mitglieder des Vereins für Heimatkunde haben die Jahresgabe bereits bekommen. Nichtmitglieder können das 66. Heft der „Beiträge zur Heimatkunde der Stadt Schwelm und ihrer Umgebung“ in den heimischen Buchhandlungen Köndgen und Kamp zum Preis von 22 Euro erwerben. Darüber hinaus ist das Druckwerk auch in der Geschäftsstelle des Vereins, Hauptstraße 10, erhältlich. Die Geschäftsstelle ist jeweils donnerstags von 15 bis 16.30 Uhr geöffnet (am 28. Dezember geschlossen).

Ein kleiner Tipp der Redaktion: Die Ausgabe eignet sich auch gut als Geschenk auf dem Gabentisch. Auch das stellt sicher, dass es in den kommenden Jahren ebenfalls Beiträge zur Heimatforschung aus der Feder von Mitgliedern des Vereins für Heimatkunde geben wird. Herausgeber Guido Korff jedenfalls ist zuversichtlich, dass man sich im Dezember 2018 erneut an diesem Ort treffen wird, um dann die Jahresgabe Nummer 67 präsentieren zu können. „Die Vorplanungen sind schon angelaufen.“

Der Verein hat 394 Mitglieder. Geleitet wird der Verein vom Vorstand, dem 1. und 2. Vorsitzenden, Schriftführer und Schatzmeister. Unterstützt wird der Vorstand durch den Beirat, bestehend aus zehn weiteren Mitgliedern. Einmal pro Jahr findet die Jahreshauptversammlung statt und alle drei Jahre werden Neuwahlen durchgeführt.

Seit 127 Jahren beschäftigt sich nunmehr der Verein für Heimatkunde mit der Erforschung und Verbreitung der Regionalgeschichte der Stadt Schwelm und ihrer Umgebung. Zur Tätigkeit gehört auch die Unterstützung von Aufgaben der Denkmal- und Stadtbildpflege sowie des Natur- und Landschaftsschutzes. Grundlagen dieser Forschungen sind Dokumente, Bilder, Briefe, Schriften, Bücher, Fotos und sonstige Archivalien - insbesondere aus dem Schwelmer Stadtarchiv, dem Museum Haus Martfeld oder aus privaten Sammlungen und Nachlässen.

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