Seniorenmesse

Seniorenmesse Schwelm: Beitrag zum aktiven Älterwerden

Gabriele Grollmann (Sechste von links) und viele der engagierten Mitstreiter werben für die Senioren- und Pflegemesse.

Gabriele Grollmann (Sechste von links) und viele der engagierten Mitstreiter werben für die Senioren- und Pflegemesse.

Foto: Stadtverwaltung Schwelm / Heike Rudolph / WP

Schwelm.  Am Samstag, 29. Juni, werden mehr als 30 Teilnehmer auf der 10. Schwelmer Senioren- und Pflegemesse informieren und zu Mitmachaktionen einladen.

„Spaß im Alter!“: Unter diesem Motto steht die „10. Schwelmer Senioren- und Pflegemesse“, die am Samstag, 29. Juni, von 10 bis 14 Uhr in der Innenstadt stattfindet.

Das Gelände wird sich wie in den letzten Jahren vom Bürgerplatz bis zum Märkischen Platz erstrecken. Etwa 34 Anbieter und Einrichtungen aus dem Seniorenbereich werden mit Informationen aus erster Hand und Mitmachangeboten vertreten sein. „Diese Messe ist ein Erfolgsmodell und spricht die Menschen über die Stadtgrenze hinaus an“, lobte Bürgermeisterin Gabriele Grollmann die Veranstaltung im Gespräch mit den städtischen Organisatoren, dem Forum „Hilfe, Betreuung und Pflege“ und Messeausstellern. „Wer älter wird“, so Grollmann, „der kann heute vielen Einschränkungen wirksam begegnen oder sie mit technischen Lösungen wettmachen“. Mit der jährlichen Senioren- und Pflegemesse wollen auch die Stadt Schwelm und das Forum „Hilfe, Betreuung und Pflege“ viel für ein aktives Älterwerden leisten.

Viel los an der Bühne

„Zentraler Punkt der Veranstaltung“, so Andreas Koch, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, „ist die Bühne am Brunnen, wo die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Sartor die Messe um 10 Uhr eröffnen wird. Weitere Highlights im Bühnenprogramm sind die Hundetruppe, die Osteoporose Tanzgruppe, die Curanum Band Silverstars, die unvergleichliche Änne aus Dröpplingsen und der Musiker Stefan Wiesbrock mit seiner Tochter“. Für Andreas Koch wird es übrigens die letzte Schwelmer Senioren- und Pflegemesse sein, geht er doch Ende des Jahres in den Ruhestand.

Sören Klehm, Schwelms Pflegeberater, führt aus: „Auf der Messe stellen sich Anbieter und Einrichtungen der Ambulante Pflege, der stationären Pflege, der Kurzzeitpflege, der Tagespflege und der 24-Stunden-Pflege vor. Außerdem werden Angebote der Hauswirtschaftlichen Dienstleistungen, Hilfs- und Beratungsangebote, Betreuungs- und Entlastungsangebote, Gruppenangebote für Senioren sowie Beratung, Unterstützung und tagesgestaltende Angebote für Menschen mit Behinderungen vertreten sein. Hinzu kommen Beratung und Unterstützung für Menschen in Krisen, Selbsthilfegruppen, Menüdienste, Hausnotrufsysteme, Wohnberatung und Ernährungsberatung“.

Präsent sein werden Anbieter zu Themen wie, VER/ÖPNV, Reisen für Senior/innen, Bewegung, Rehasport, Physiotherapie und Wellness, Holzbau und Sanitärtechnik. Es gibt einen gemeinsamen Stand der Senioren- und Pflegeberatung mit Informationen und Beratung, z.B. zu den Leistungen der Pflegeversicherung und dem aktuellen Beratungsführer „Älter werden in Schwelm“. Die Messe soll auch der Fachkräftegewinnung dienen, so dass an Pflegeberufen interessierte Menschen sich mit potenziellen Ausbildern bzw. Arbeitgebern austauschen können.

Die Besucher/innen der Messe können viele Dinge einfach einmal ausprobieren wie Alltagshilfsmittel für Pflege, Elektrorollstühle, Hilfsmittel für Haushalt und Sicherheit und spezielle Hilfsmittel für Menschen mit Sehbehinderungen, darunter Simulationsbrillen, oder auch einen Altersanzug. Wieder angeboten wird das Rollatorentraining mit der Kreispolizei. Darüber hinaus gibt es Getränke sowie warme, kalte, süße und herzhafte Häppchen sowie für Alt und Jung Spiele und Musik.

Änderung im Denken wichtig

Die Senioren- und Pflegemesse habe dazu beigetragen, den Umgang mit den Themen „Altwerden“ und „Pflege“ offener zu gestalten, sagt Adelheid Wolff vom Belegungsmanagement des Curanum-Seniorenzentrums Ochsenkamp, eine Frau der ersten Messe-Stunde. Dr. Hans Jürgen Heppner, Chefarzt der Klinik für Geriatrie mit Tagesklinik im Helios-Klinikum Schwelm betont, wie wichtig es sei, gute Dinge im öffentlichen Raum zu den Menschen zu bringen.

Und für das Kommunale Leistungszentrum unterstreicht Leiterin Lale Arslanbenzer die Notwendigkeit, dass auch Menschen mit Migrationshintergrund, die bei den Themen „Senioren“ und „Pflege“ oft nicht sichtbar würden, das vorhandene breite Angebot wahrnehmen und nutzen sollten. Hier sei eine Veränderung im Denken anzustreben.

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