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Heimatgeschichte

Spannender Rückblick auf die Silscheder Geschichte

Lesedauer: 2 Minuten
Bernhard Bösken hat im Rahmen der Gevelsberger Berichte des Heimatvereins ein Buch über Silschede geschrieben - die Chronik einer Landgemeinde.

Bernhard Bösken hat im Rahmen der Gevelsberger Berichte des Heimatvereins ein Buch über Silschede geschrieben - die Chronik einer Landgemeinde.

Foto: Privat / WP

Silschede war nicht immer ein Ortsteil Gevelsbergs. Was in dieser Zeit passiert ist, ist in der "Chronik einer Landgemeinde" zu lesen.

In diesem Werk gibt es Dinge zu lesen, die selbst alteingesessene Silscheder nicht unbedingt wissen, da ist sich Bernhard Bösken sicher. Der passionierte Heimatforscher hat viele Fakten und spannende Details in der „Chronik einer Landgemeinde“ über Silschede herausgefunden. Er gibt Einblick in das alltägliche Leben der Menschen, die politischen Ereignisse sowie das gesellschaftliche und kulturelle Miteinander im Ortsteil bis zum Verlust der Eigenständigkeit Ende 1969.

„In den 1910er Jahren gab es einen regelrechten Vereinsboom“, sagt Bösken und bringt das mit der Arbeiterbewegung in Verbindung. Viele Vereine von heute hätten ihre Wurzeln in dieser Zeit. Noch mehr Dokumente und Quellen hat Bernhard Bösken in den letzten Jahren erforscht, in Archiven gestöbert, private Aufzeichnungen gelesen und die Zeitungsbände für Gevelsberg ab 1948 durchgearbeitet. Und ist auch auf Überraschungen gestoßen.

Dass es während der Weimarer Republik einen Arbeiter- und Soldatenrat gab, der im Amt Volmarstein die Macht übernommen hatte, war ihm ebenso unbekannt, wie es die Namen waren, auf die er im Stadtarchiv Wetter stieß. Allesamt Lehrer, die in Silschede arbeiteten, und zu denen es bis dato keine Hinweise gab. „Da jagt man dann hinterher und versucht mehr herauszufinden“, sagt Bösken und macht damit deutlich: „Eine Chronik ist nie fertig.“ Die veröffentlichten Daten seien ein Zwischenergebnis bisheriger Forschungen zu diesem Thema und würden fortlaufend aktualisiert.

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Mittendrin ist Bösken in seinem neuen Projekt, in dem er sich mit den Ereignissen nach dem 1. Januar 1970 beschäftigt. Außerdem soll es ein umfangreiches Werk über Silschedes geben, das die gesamte Historie von damals bis heute in den Blick nimmt. Daran arbeitet er zusammen mit Stadtarchivar Detlef Raufelder.

Auch der Gevelsberger Heimatverein plant weitere Veröffentlichungen. Schließlich blickte Silschede im vergangenen Jahr auf das 750-jährige Bestehen zurück. Die geplante heimathistorische Woche wurde aufgrund der Corona-Pandemie in dieses Jahr verschoben, ebenso wie die Feierlichkeiten zu 800 Jahre Asbeck. Ob die Veranstaltungen in diesem Jahr tatsächlich nachgeholt werden können, das bleibt abzuwarten. Zumindest in dem neuen Buch gibt ganz viel Heimathistorie zum Anfassen.

Info

Das 148 Seiten starke Buch, das im Rahmen der Gevelsberger Berichte erschienen ist, ist bei der Buchhandlung Appelt in der Mittelstraße 76 in Gevelsberg und beim Gevelsberger Heimatverein e.V., E-Mail: vorstand@heimatverein-gevelsberg.de, zum Preis von 9,50 Euro unter den gegebenen coronabedingten Einschränkungen erhältlich.

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