Innenstadt

Stadt Schwelm hat Schlüsselhoheit über Brauerei-Brache

Müll und Unkraut sollen nun entfernt, der Bauzaun an der Schulstraße verblendet und mit Schwelmer Motiven aufgehübscht werden: Nach dem Kauf wird die Stadt heute das erste Mal das Gelände betreten

Foto: Stefan Scherer

Müll und Unkraut sollen nun entfernt, der Bauzaun an der Schulstraße verblendet und mit Schwelmer Motiven aufgehübscht werden: Nach dem Kauf wird die Stadt heute das erste Mal das Gelände betreten Foto: Stefan Scherer

Schwelm.   Die Stadt Schwelm erhält am Freitag die Schlüssel für die Brauerei-Brache. Unmittelbar danach findet eine erste Begehung des Geländes statt.

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Für die Stadt Schwelm ist der heutige ein besonderer Tag. Das Rathaus bekommt am Morgen die Schlüssel für das Brauereigelände überreicht. Nach Jahren der Querelen hat die Stadt damit erstmals selbst in der Hand, was auf dem Grundstück in bester Innenstadtlage passiert – und heute wird sich auch schon was tun auf dem Gelände.

Der Deal mit der früheren Eigentümerin der Brache, der Euroconcept GmbH, wurde Dienstag vergangener Woche mit der Überweisung der Kaufsumme in Höhe von 4,95 Millionen Euro perfekt gemacht. Euroconcept hat den Eingang der Zahlung ordnungsgemäß bestätigt, die Grundbucheintragung läuft. Mit der Übergabe aller Schlüssel am heutigen Morgen hat die Stadt Schwelm dann auch die praktische Hoheit über das Gelände.

Signal des Aufbruchs

Bürgermeisterin Gabriele Grollmann will dies mit einem Signal des Aufbruchs an die Menschen in der Stadt verbinden. Ein erstes Zeichen, dass die Jahre des Stillstands vorbei sind und sich etwas tut, hat die Verwaltung schon am Donnerstag ausgegeben. Das Rathaus hatte die Technischen Betriebe Schwelm beauftragt, das Unkraut rund um die Brauereibrache zu entfernen.

Dem ersten Schritt „von außen“ wird heute ein weiterer im Innern folgen. Unmittelbar nach der Schlüsselübergabe wird der Verwaltungsvorstand gemeinsam mit den Bauexperten aus dem Rathaus sowie Vertretern der TBS und der Feuerwehr eine Begehung auf dem Gelände vornehmen. Es wird eine erste Begutachtung sein, bei der es auch darum gehen wird, zu gucken, in welchem baulichen Zustand die denkmalgeschützten Gebäude sind. Der Stadt als Käuferin lagen zwar die Baupläne vor. Doch wie es nach Jahren des Stillstandes im Inneren des noch vorhandenen Brauereiteils und des Patrizierhauses wirklich aussieht, muss sich erst zeigen. „Wir werden als nächstes die Ist-Situation erfassen“, erklärte Bürgermeisterin Gabriele Grollmann das weitere Verfahren. Erst wenn die Stadt genau weiß, was sie auf dem Grundstück erwartet, können sich die Planer an ihr Werk machen.

Die Brache soll bekanntlich Standort des neuen Rathauses mit Stadtbücherei, Musikschule und Volkshochschule werden. Der Neubau für rund 170 Bildschirmarbeitsplätze wird später eine Bruttogeschossfläche von 9000 Quadratmetern haben.

An Einzelhandel und Gastronomie ist auch gedacht, Wohnen laut Bürgermeisterin jedoch kein Thema mehr. Ginge es nach ihr, könnte 2019 Richtfest und ein Jahr später Eröffnung gefeiert werden. Das sei ambitioniert, aber machbar, erklärte Gabriele Grollmann.

Solange müssen die Schwelmerinnen und Schwelmer aber nicht mehr warten, um zu sehen, dass auf dem Gelände etwas passiert. Die Stadt will die Brache zunächst vom ganzen Müll und Unkraut befreien. Das wird in Kürze geschehen. Außerdem soll der unansehnliche Bauzaun entlang des Grundstückes an der Schulstraße verschwinden. Beides würden sich auch viele Schwelmerinnen und Schwelmer wünschen, war schon vergangene Woche im Rat zu hören.

Was den zwei Meter hohen und 70 Meter langen Bauzaun betrifft, zeichnet sich folgende Lösung ab. Er soll eine Verblendung bekommen, auf der später Schwelmer Motive oder die Schwelmer Skyline zu sehen sind. Die Sparkasse soll sich am Montag bereit erklärt haben, die Sache zu übernehmen, teilte die Bürgermeisterin mit.

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