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Stadtmarketing ist Aufgabe der Stadt Schwelm

Geht es nach dem Willen der FDP-Fraktion, wird das Stadtmarketing auch weiterhin eine Aufgabe der Stadt Schwelm sein und nicht bei der Werbegemeinschaft angedockt.

Foto: Hans Blossey

Geht es nach dem Willen der FDP-Fraktion, wird das Stadtmarketing auch weiterhin eine Aufgabe der Stadt Schwelm sein und nicht bei der Werbegemeinschaft angedockt. Foto: Hans Blossey

Schwelm.   FDP-Fraktion will Synergien innerhalb der Stadtverwaltung nutzen und die städtische Wirtschaftsförderung enger mit der EN-Agentur „verzahnen“.

Die Gesellschaft für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Schwelm (GSWS) steht am Scheideweg. Das Unternehmen muss sich neu positionieren. Die Stadt möchte die Wirtschaftsförderung gerne wieder zurück unter das Dach des Rathauses holen, für das Stadtmarketing sucht Bürgermeisterin Gabriele Grollmann als Aufsichtsratsvorsitzende der GSWS Geldgeber, die künftig diesen Bereich mit dem Eventmanagement (z.B. Trödelmarkt, Weihnachtsmarkt) abdecken. Daniele Weithe hatte bereits für die Werbegemeinschaft Schwelm (WGS) abgewunken. Heute kommen die Gesellschafter zusammen, um das Meinungsbild in ihren Reihen zu erfragen.

Stadt. Politik, Gesellschafter gefragt

Offiziell ist nur bekannt, dass Ursula Rasche, die seit dem Weggang von Christine Beyer die Gesellschaft kommissarisch führt, zum 30. April 2018 in den Ruhestand geht. Stadt, Gesellschafter und Politik gehen zum Thema Zukunft der GSWS bisher auf Tauchstation – bis auf die FDP. In einer Stellungnahme reagiert Fraktionsvorsitzender Michael Schwunk auf die Berichterstattung in unserer Zeitung von vergangenem Freitag.

Der liberale Kommunalpolitiker sieht die Aussage der Strukturkommission (u.a. Gabriele Grollmann, Hans-Werner Kick, SPD) zur möglichen Fusion von GSWS und Werbegemeinschaft kritisch. „Eine Werbegemeinschaft ist eine gemeinschaftliche Einrichtung der Einzelhändler. Sie hat und wird nicht die Aufgabe haben, die städtische Aufgabe des Stadtmarketings zu übernehmen. Für die FDP ist daher auch klar, dass es eine städtische Aufgabe ist, dass Stadtmarketing zukünftig mit weiteren städtischen Mitteln auszustatten, so dass diese Aufgabe weiter durchgeführt werden kann“, so Michael Schwunk. Damit die Gesamtkosten nicht explodieren, seien intelligente Lösungen notwendig.

Als Beispiel hierzu nennt die FDP die Veranstaltungsplanung und die Kulturförderung der Stadt, die in ein solches Stadt-Marketing integriert werden könnten. Dazu böte sich die anstehende konzeptionelle Neuausrichtung für das Haus Martfeld an. Dort versucht die Verwaltung gerade Marketingstrategien für Schwelms gute Stube zu entwickeln. Schwunk: „Hierbei können Kräfte gebündelt und gleichzeitig die Kosten in der Verwaltung abgesenkt werden, die zur Stärkung einer Stadtmarketinggesellschaft beitragen können.“ Ein weiteres Mittel der Kostensenkung sieht Schwunk darüber hinaus in einer besseren und leichteren Projektförderung und Spendenakquisition, indem für das Stadtmarketing eine andere Gesellschaftsform als bisher gewählt wird. „Wenn das Stadtmarketing künftig als Verein geführt wird, entfallen auch die jährlichen Kosten für den Wirtschaftsprüfer, und die Eintrittsschwelle für Mitglieder wäre wesentlich geringer“, sagt der FDP-Fraktionsvorsitzende.

Schwunk hält es zwingend für nötig, die Wirtschaftsförderung zurück in die Verwaltung zu holen. „Die Unternehmen erhalten hierdurch einen Kümmerer in der Verwaltung, an den sie sich direkt wenden können.“ Notwendig sei auch eine bessere Verzahnung mit der EN-Agentur. Schwelm könne beispielsweise nur den Fachkräftemangel angehen, wenn dies als gemeinschaftliche Aufgabe im Ennepe-Ruhr-Kreis verstanden werde.

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