Spatenstich

Startschuss für Bau des Naturerlebnisbades in Ennepetal

Beim symbolischen Spatenstich

Beim symbolischen Spatenstich

Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal.   Der symbolische erste Spatenstich für das Naturerlebnisbad neben dem „Platsch“ in Ennepetal ist getan. Darauf können sich Besucher freuen.

Frauen und Männer schwammen im Hallenbad „Platsch“ gemütlich ihre Runden, als nebenan offiziell der Bau des Naturerlebnisbades mit dem 1. Spatenstich begann. Doch Bagger haben schon seit kurzem das nun ehemalige Freibad von Sträuchern befreit und viel Erde bewegt. Schon bald beginnen die Stahlbetonarbeiten, und Mitte Juni starten die Erd- und Rohrleitungsbauten. Davon gehen Bauleiter Lutz Winter von der Firma WBA und Manuel Blume, Geschäftsführer des heimischen Bauunternehmens Blume, aus. Beide Unternehmen arbeiten zusammen im Auftrag des Generalunternehmers Eko-Plant aus Nordhessen.

Doch bevor die Arbeiten weitergingen, wurden gestern symbolisch Schüppen geschwungen.

Mit silbernen Spaten werkelten Bürgermeisterin Imke Heymann, Peter Peters Vertriebsingenieur bei Eko-plant, Stefan Rehfus, einer der Geschäftsführer des Unternehmens, der Leiter der Projekte, Dr. Klaus Winter sowie Prokurist Wolfgang Schrey, Geschäftsführer Florian Englert und Badleiter Volker Külpmann von der Kluterthöhle & Freizeit Verwaltungs-und Betriebs-GmbH.

Die GmbH ist Bauherrin. Sie führt auch das Hallenbad und die Sauna nebenan. Doch das Schüppen reichte nicht. Die Bürgermeisterin musste nach der Arbeit mit dem Spaten noch in einen Bagger klettern.

Eine kurze Anleitung durch Baggerführer Mathias Langlott, dann ging es los. Perfekt, Erdreich aus dem Baggerlöffel, formte schnell einen neuen kleinen Hügel. Badleiter Volker Külpmann belohnte die Baggerfahrerin Imke Heymann und ihren Vormann Mathias Langlott mit einem Kräuterschnaps.

Technik sanierungsbedürftig

Bevor es an die Arbeit ging, hatte die Bürgermeisterin in einer kleinen Rede betont, das alles laufe wie geplant. Immer wieder werde sie von Bürgern angesprochen. „Sie sind sehr interessiert am Geschehen hier auf dem Freibadgelände“, sagte Heymann. Florian Englert sprach von einer „guten Stimmung“.

Der Zufall wollte es: Die Sonne lugte während seiner Rede durch die Wolken. Im Gespräch mit dieser Zeitung führte Englert noch einmal die Beweggründe für den Bau des Naturerlebnisbades auf. Die Technik im bisherigen Freibad, die aus den 60er-Jahren stamme, sei stark sanierungsbedürftig gewesen.

Anderes Bade- und Freizeitverhalten

Auch sei heute das Bade- und Freizeitverhalten der Menschen anders. „Früher sind die Kinder nach dem Mittagessen ins Freibad gegangen. Das ist im Zeichen der Ganztagsschule nicht mehr möglich“, sagte Florian Englert. Mit einem Naturerlebnisbad in Idyllischer Lage mitten im Grünen bekomme Ennepetal ein Alleinstellungsmerkmal.

Das Schwimmen im Wasser ohne Chlor sei wohltuend, besonders für Menschen mit Atemwegserkrankungen und Neurodermitis. „Hier kann sich in Zukunft jeder Badbesucher etwas aussuchen. Schwimmen mit Hallenbad mit Zusatz von Chlor im Wasser, Schwimmen und planschen ohne Chlor im Naturfreibad mit Sandstrand und Breitwellenrutsche und später auch Baden im Solebad.“

Das Solebad soll im zweiten Bauabschnitt errichtet werden. Geschäftsführer Englert sieht bei Fertigstellung ein interessantes Freizeitangebot in Ennepetal und weist dabei auch auf die Kluterthöhle und auf die Wandermöglichkeiten hin.

Großes Schwimmerbecken fällt weg

Das alte Freibad sei ursprünglich auf 5000 Besucher ausgerichtet gewesen. Doch selbst im Supersommer des vergangenen Jahres seien nur einmal 1700 Besucher gezählt worden. Im Schnitt habe die Besucherzahl bei 500 täglich gelegen. Das sei mit ein Grund, das Naturerlebnisbad kleiner zu gestalten.

Das große Schwimmerbecken falle weg. Generalunternehmer Eko-plant sagt: „Herzstück der neuen Freizeitanlage wird ein großes, naturnah gestaltetes Becken mit Sandstrand sein. Ein Holzsteg trennt den Nichtschwimmer- vom Schwimmerbereich mit seinen vier 25-Meter-Bahnen.

Modern gestalteter Bistrobereich

Vorgesehen sind zudem ein Planschbecken mit Wasserspielplatz, eine 15 m lange Breitwellenrutsche und ein Beachvolleyballfeld. An neuer Stelle gibt es einen modern gestalteten Bistrobereich mit Terrasse und Blick auf Strand und Wasser.

Das Wasser für das Freibad wird wie bisher aus der Ennepe entnommen, aber mechanisch durch Sand sowie biologisch durch Mikroorganismen gereinigt. Die Wasseraufbereitung erfolgt künftig – ohne Chlor – rein biologisch. „Es ist hinterher kristallklar wie das eines Bergsees.“

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