Umbau

Supermarkt in Ennepetaler Tankstelle

In der zweiten Jahreshälfte sollen die Errungenschaften der Großstadt auch in Ennepetal Einzug halten. „Rewe-To-Go-Shop“ wird es erstmals an einer Tankstelle der Klutertstadt und zwar an der Aral-Tankstelle an der Neustraße geben.

In der zweiten Jahreshälfte sollen die Errungenschaften der Großstadt auch in Ennepetal Einzug halten. „Rewe-To-Go-Shop“ wird es erstmals an einer Tankstelle der Klutertstadt und zwar an der Aral-Tankstelle an der Neustraße geben.

Foto: Carmen Thomaschewski

Ennepetal.   Frisches Benzin und gesunde Kraftstoffe: Die Aral-Tankstelle an der Neustraße verwandelt sich in einen „Rewe-To-Go-Shop

Noch mal schnell zur Tankstelle, um ein paar Äpfel und einen frischen Salat zu besorgen. Dieses Szenario wird ab kommendem Jahr wohl auch in Ennepetal Realität und begegnet einem veränderten Kaufverhalten. Dann verwandelt sich die Aral-Tankstelle an der Neustraße nach aktuellem Planungsstand in einen so genannten „Rewe-To-Go-Shop“ und wird dann neben frischem Benzin auch gesunde Kraftstoffe für die ganze Familie bereithalten.

Von der Großstadt in die Kleinstadt

Eine vergrößerte Auswahl an Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Backwaren wird dann ebenso wie Obst, Gemüse, Fruchtsäfte und Smoothies in den Regalen zu finden sein und vor allem den gestiegenen Bedarf an gesunder Kost bedienen.

Das innovative Konzept des neuen Mini-Supermarkts mit frischgrünem Logo ist unter den Tankstellenbetreibern deutschlandweit in aller Munde und hält auch in immer mehr Kleinstädten Einzug. Nach Sprockhövel im Vorjahr wird Ennepetal voraussichtlich die zweite Stadt im EN-Südkreis mit einer solchen „Tank- und Nährstelle“ sein. Auch in Wuppertal eröffneten im Vorjahr drei „Rewe-To-Gos“, während sich in Hagen erst eine befindet.

Auch wenn der Tankstellenbetreiber an der Neustraße selbst kein Mitspracherecht hat, sondern man als Franchisenehmer grundsätzlich an die Entscheidung Arals gebunden ist, sieht man den neuen Weg durchweg positiv. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Nur allein vom Benzinverkauf kann man längst nicht mehr leben“, weiß der zuständige Geschäftsführer Oliver Dunker nur zu gut, dass ein Tankstellenbetreiber längst nicht mehr nur Benzinverkäufer ist, und ergänzt, dass es immer weniger Kunden seien, die allein zur Zapfsäule greifen würden.

Die unmittelbare, nur wenige hundert Meter entfernte Supermarktkonkurrenz Lidl, Aldi und Edeka fürchtet Oliver Dunker nicht. So ist der Ennepetaler der Meinung, dass es wichtig sei, mit der Zeit zu gehen, und hofft in Zukunft sogar manch einen Wocheneinkäufer für sich zu gewinnen.

„Die Leute haben immer weniger Zeit und wollen möglichst schnell einkaufen“, weiß auch Stationsleiterin Nicole Drogan und hebt hervor, dass ihren Kunden beim „To-Go-Shoppen“ neben den Vorteilen, ganztägig einkaufen zu können und kühlere Getränke vorzufinden, vor allen Dingen lange Einkaufsschlangen erspart blieben. Schon jetzt würde es viele Stammkunden geben, die auf dem Arbeitsweg oder in den Pausen zum Warenkauf vorbeikommen, ohne die Zapfsäulen zu bedienen, verrät Drogan.

Wenn sich das Warenangebot demnächst vergrößert und auch Frischwaren in den Regalen zu finden sein werden, erhofft man sich zusätzliche Kundenstämme. So würden sich die meisten Kunden auch nicht von etwas teureren Preisen als im normalen Supermarkt abschrecken lassen, glaubt die Stationsleiterin. „Als Tankstelle hat man den Ruf, relativ teuer zu sein. Doch ist das inzwischen gar nicht mehr so“, gibt Dunker zu bedenken, dass man preislich zwar nicht ganz mit den Billigdiscountern mithalten könne, aber allemal mit denen in einem Lebensmittelfachmarkt.

Wenn Aral im wahrsten Sinne des Worts grünes Licht gibt, kommen auf den Betreiber demnächst umfangreiche Planungs- und Umstrukturierungsarbeiten zu. Während man das Sortiment bereits seit März komplett auf gängige Rewe-Waren umgestellt hat, müssen bis zur To-Go-Eröffnung diverse Umbaumaßnahmen durchgeführt, Preise angepasst und Mitarbeiter geschult werden.

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