Industriemuseum

Tausende beim Kreativ-Weihnachtsmarkt

Viel Selbstgemachtes fand sich auf dem Kreativ-Weihnachtsmarkt.

Viel Selbstgemachtes fand sich auf dem Kreativ-Weihnachtsmarkt.

Foto: WP

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Ennepetal. Tausende Menschen strömten am Wochenende zum Kreativ-Weihnachtsmarkt ins Industriemuseum an der Neustraße. Viele Anbieter lockten mit künstlerisch wertvollen Arbeiten und kulinarischen Spezialitäten.

Angeschlossen hatte sich in diesem Jahr auch der „Freistaat Oberbauer“, die ihren Weihnachtshof nicht mehr stattfinden lassen kann. Und die ideenreiche Dorfgemeinschaft schenkte frisch gebrautes Weihnachtsbier von Hopfen aus, der garantiert in Oberbauer gereift sei, so Waldemar Guderian. Weiter lockten sie mit Grillwürstchen und Grillschinken. Mit dabei waren auch erstmalig der Heimatverein Voerde, die Skigemeinschaft Ennepetal, BW Voerde, der Nabu EN, der Angelsportverein Gut Fang und die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld, deren Räuberhöhle mit „Heike und Bianca“ umlagert war. Ebenso vor Ort war die Landbäckerei Kritzler, die Ofenfrisches bot.

Weihnachtsmann aus Oberbauer

Begrüßt wurde von allen Besuchern, dass der Kreativ-Weihnachtsmarkt in diesem Jahr erstmals an zwei Tagen stattfand.

Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen hatte den Weihnachtsmann (Waldemar Guderian) vom höchsten Punkt in Ennepetal herangelockt. Mit der nostalgischen Kutsche kam er an, um die kleinen Besucher zu beschenken. Zuvor hatte Wilhelm Wiggenhagen das Band durchgeschnitten – und der Kreativ-Weihnachtsmarkt war eröffnet. Sogleich stürmten die Besucher in die obere Etage der alten Fabrikhalle. Aber auch auf dem Gelände des Industriemuseums war ein gemütlicher Markt entstanden, wo Kulinarisches zu finden war. Im Gebäude ließen die emsigen Frauen des Förderkreises die Hände fliegen. Dort konnten Waffeln und Kaffee verzehrt werden. Für den Waffelteig hatten die Frauen 250 Eier aufgeschlagen, und so gingen über 1000 Waffeln über die Theke.

Waren die letzten beiden Veranstaltungen schon ein Knüller im Kluterstädtchen, war es dieses Jahr der „Oberknüller“, denn so viele Aussteller wie nie präsentierten Selbstgefertigtes. 130 Anfragen seien an Organisator Manfred Henning herangetragen worden, rund 70 konnte er eine Zusage erteilen.

Es bewies sich einmal mehr: Auch im Winter schlafen die Mitglieder des Förderkreises Industriekultur nicht.

Beleuchtung sorgt für Staunen

Wer wollte, konnte eine Runde mit der Carrera-Bahn im Debomi-Gebäude drehen. „Das ist einmalig schön hier, dieses wunderbare Angebot“, staunte Marianne Schönlau, die aus Voerde gekommen war und mit Engeln aus Baumrinde liebäugelte, die Inge Weuster gebastelt hatte.

„So viele Menschen“, freute sich Manfred Henning über den Andrang und auch darüber, dass der SPD-Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer mit Ehefrau Elke und der ehemalige Touristikbeauftragte Friedhelm Erlenhofer den Markt besucht hatten. „Hier werden ausgewählt schöne Dinge präsentiert“, lobte Ehrenbürgermeister Michael Eckhardt. Viele weitere Politiker zwängten sich durch die Menschenmenge.

Die Besucher waren begeistert, einmal vom geschmackvollen Angebot, einmal von der stimmungsvollen Atmosphäre in der Halle. Die Beleuchtung des alten Kruse-Fabrikgebäudes sorgte für Staunen. In 14 Fenstern waren beleuchtete Weihnachtsbäumchen zu sehen. Wunderbar festlich strahlte somit die ehemalige Fabrikhalle.

Manfred Henning hatte sich einmal mehr mit Künstlerin Anke Bilstein-Blaufelder zusammengesetzt, um den 3. Kreativ-Weihnachtsmarkt zu organisieren. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer hatte man an der Seite, zeigte sich Henning dankbar.

Auch die Gebal mit dabei

Zwischen den Säulen in der mittleren Etage des Fabrikgebäudes sah man handwerklich Gefertigtes wie Krippen von Duro Bockor, Schmuck, Gestricktes, Filzarbeiten, Weihnachtsgestecke, Schieferarbeiten, Bilder, Kerzen, Honigprodukte und Metallkunst. Letztere präsentierte die Gebal. Am Stand der Kluterthöhle wurde der Klutert-Käse verkauft – und der ging weg wie warme Semmeln. Ein Ehepaar aus Wuppertal kauft gar einen ganzen Käselaib.

Gestrickte Wichtelmützen hatte Ulla Halverscheidt im Angebot. Der Förderkreis Industriekultur selbst war mit einem Info-Stand vertreten, an dem Horst Berens Auskunft erteilte und auch Schieferherzen verkaufte.

„Total gut“, hörten die Mitglieder des Förderkreises um Manfred Henning immer wieder. Und: Selten sei hier so Schönes der Bevölkerung geboten worden. Die Oberbaueraner wollen im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein.Und ganz sicher nicht nur die...

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