Straßenfest

Tausende Besucher freuen sich über Gevelsberger Frühling

Gevelsberg.   Nur ein paar Vandalen trübten die Stimmung auf dem Volksfest in Gevelsberg. Drei Stände von Schaustellern in der Nacht vor dem Fest verwüstet.

Musikalisch, kulinarisch und organisatorisch ein voller Erfolg: der Gevelsberger Frühling zog am Sonntag bei gutem Wetter viele tausend Menschen aller Altersklassen in die Innenstadt.

Spielerische Angebote für Kinder gab es ebenso wie künstlerische Vorstellungen und musikalische Gruppen, die in der Fußgängerzone für eine hervorragende Stimmung sorgten. Für die neue Citymanagerin Lena Becker ist die erste große Veranstaltung nun vorbei. Sie resümiert mit einem entspannten Schmunzeln: „Es ist eigentlich alles planmäßig verlaufen, den Regen habe ich auch abbestellt“.

Umwelt spielt große Rolle

Die Veranstaltung zeichnet sich seit Jahren dadurch aus, dass über die gesamte Strecke der Fußgängerzone viele lokale und überregionale Organisationen Informationen über sich und ihre Arbeit anbieten. Der Umweltaspekt spielte dabei in diesem Jahr eine große Rolle: die Biologische Station gab Einblicke in ihren Alltag, ebenso wie der Naturschutzbund. Die Organisationen durften sich über ein reges Interesse freuen. Die seit 1999 existierende „Agenda 21“ appellierte: „Global denken, lokal handeln“ und stellte Konzepte der Nachhaltigkeit vor.

Familien zeigten sich zufrieden mit den vielfältigen Angeboten. Spaß für Kinder gab es an großen Trampolinen oder auch am Gevelsberger Klavier. Von Pianist Manuel Morgenstern betreut wurde Besuchern die Möglichkeit geboten, sich selbst am Klavier zu versuchen. Es trauen sich jedoch eher die Jüngeren, wie Morgenstern motiviert berichtet: „Die waren direkt Feuer und Flamme“.

Lob für die Zusammenarbeit

„Die Straße ist voll“, freut sich Susanne Schumacher. Die erste Vorsitzende der Stadtmarketingagentur Pro-City ist rundum zufrieden mit der Auftaktveranstaltung. Nach der kalten Jahreszeit gebe es „keine Probleme, die Leute in die Stadt zu bekommen“. Besonderes Lob fand Schumacher für die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten im Vorfeld: „Es sind keine einsamen Entscheidungen getroffen worden“. Auch das habe dazu beigetragen, dass Großveranstaltungen in Gevelsberg sich so hoher Beliebtheit erfreuen.

Premiere für Lena Becker

Einen anstrengenden Sonntag erlebte auch die neue Citymanagerin Lena Becker, die mit dem Gevelsberger Frühling ihre erste Veranstaltung im Dienst erfolgreich über die Bühne brachte. Die 24-Jährige sieht trotz großer Zufriedenheit aber noch Luft nach oben: „Das war ein guter Anfang“. Das Ziel sei eine noch stärkere Profilierung der Stadtfeste, wobei jedes seine ganz eigene Besonderheit mitbringen soll. Becker hat sich in den letzten Wochen gut eingefunden, was auch an der Unterstützung städtischer Ansprechpartner und dem Pro-City-Vorstand lag. „Wir haben das als Team gemeinsam koordiniert“, freut sich die Citymanagerin auch mit Blick auf den Boulevard in einigen Monaten.

Ein Schock war der Morgen des Sonntags für drei Standbetreiber: in der Nacht hatten Vandalen „komplette Verwüstung“ angerichtet, wie Lena Becker schockiert berichtete. Es seien Scheiben eingeschlagen worden, möglicherweise hätten die Täter nach Geld gesucht. Dies sei aber nicht zu finden gewesen. Demnach sei das Ereignis „reinster Vandalismus“, wie auch Pro-City-Vorsitzende Schumacher findet. Dennoch hätten die Standbetreiber hervorragend reagiert und den Verkauf nach einer Aufräumaktion trotzdem in Angriff genommen: „Da haben die wirklich gute Arbeit geleistet“, lobt Becker die Betroffenen. Die Stände hätten trotzdem geöffnet – alle hätten „das Beste draus gemacht“.

Diskussion über Gänse

Trotz des durchweg positiven Resümees gab es Kritik: in den sozialen Netzwerken kursierten noch am Sonntag Kurzvideos von einem Programmpunkt, bei dem ein „Gänsemarsch“ durch die Fußgängerzone stattfand. „Die armen Tiere“ hieß es dort schockiert - in kurzer Zeit entbrannte eine Diskussion, in der ProCity jedoch auch Verteidiger fand: die Gänse würden nicht so aussehen, als würden sie gequält.

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