Kultur

„The Beatles“ zieren Eingang des Starclubs Gevelsberg

Jürgen Klein vom Starclub Gevelsberg mit Jörg Scholz und Richard Blanke von Gebal (von links) am Eingangstor zum Starclub an der Kölner Straße. In der Mitte sitzen die neuen Beatles-Figuren.

Jürgen Klein vom Starclub Gevelsberg mit Jörg Scholz und Richard Blanke von Gebal (von links) am Eingangstor zum Starclub an der Kölner Straße. In der Mitte sitzen die neuen Beatles-Figuren.

Foto: Max Kölsch / Funke Medien Gruppe

Gevelsberg.  Der Starclub Gevelsberg freut sich über neue Beatles-Figuren aus Metall. Gefertigt haben sie Mitarbeiter der Gebal-Schlosserei.

Wer den Starclub Gevelsberg besucht, trifft ab sofort auf ein ganz besonderes Empfangskomitee: Paul, Ringo, John und George sitzen auf dem Eingangstor der Musikkneipe an der Kölner Straße. Gerade rechtzeitig zum Konzert der Coverband „Quarrymen Beatles“ am kommenden Samstag. Die Metall-Nachbildungen der originalen „The Beatles“ stammen aus der Schlosserei Gebal (Gevelsberger und Ennepetaler Beratung und Arbeitsgelegenheiten).

18 D-Mark für Beatles-Konzert

Schallplatten, Jukeboxen, ein Flipper-Automat – im Starclub Gevelsberg kommt man sich vor, als hätte man eine Zeitreise in die Vergangenheit gemacht. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Seien es alte Konzertplakate oder Eintrittskarten, beispielsweise zum Beatles-Konzert in der Essener Grugahalle. 18 D-Mark sind als Ticketpreis darauf angegeben.

Zu fast allem in seiner Kneipe weiß Starclub-Wirt Jürgen „Yogi“ Klein eine Geschichte zu erzählen. Für den gebürtigen Hamburger spielen die Beatles dabei eine besondere Rolle. „Keine andere Band als die Beatles haben den Starclub Hamburg mehr geprägt“, sagt er.

Eine andere bekannte Band hat in Kleins eigenem Starclub schon vor Jahren Einzug gehalten: Mick, Ron, Keith und Charlie stehen als Puppen auf einer kleinen Bühnennachbildung nahe der Theke. Als quasi fünftes Rolling-Stones-Mitglied steht Jürgen Klein selbst als Puppennachbildung dabei – ein Geschenk zu seinem 60. Geburtstag.

Kontakt auf Weihnachtsmarkt

Die Beatles aber fehlten ihm noch. „Ich wollte die Figuren schon immer vorne auf dem Tor haben und viele haben auch nach den Beatles gefragt“, sagt Klein. Als er vor zwei Jahren den Weihnachtsmarkt im Ennepetaler Industriemuseum besucht, kommt er schließlich mit Richard Blanke von Gebal ins Gespräch.

Gebal stellt auf dem Weihnachtsmarkt seine Arbeiten aus. Langzeitarbeitslose Menschen in sozialen Schwierigkeiten fertigen in der Gebal-Schlosserei Im Stift in Gevelsberg Skulpturen. Jürgen Klein erzählte von seinem Starclub und fragte, ob Gebal auch andere Figuren machen könnte.

„Ich weiß genau, welche Figuren sie haben wollen“, habe Blanke daraufhin zu ihm gesagt. „Der Gedanke musste aber erst noch ein bisschen reifen“, sagt Klein.

Keine Pilz-Köpfe

Anfang 2019 erteilte er offiziell den Auftrag für die Beatles-Figuren. Circa ein halbes Jahr später waren sie fertig. Nun sitzen sie an ihrem angedachten Platz auf dem Eingangstor. „Wir haben überlegt, wie man die Beatles bauen kann“, erinnert sich Richard Blanke. „Man muss die Figuren ja auseinanderhalten können.“

Bei John Lennon kein Problem – seine Brille verrät ihn direkt. Für die anderen drei habe man aus diesem Grund auf die charakteristischen „Pilz-Kopf-Frisuren“ verzichtet und auf die Schnauz-Bärte aus der Zeit um das Album „Abbey Road“ zurückgegriffen. Außerdem hat jede Figur ihr jeweiliges Instrument in der Hand.

„Unsere Mitarbeiter konnten sich da frei entfalten“, sagt Jörg Scholz, Leiter der Gebal-Schlosserei. Er hat stets ein professionelles Auge auf die Arbeiten. Für weitere Anregungen kam Jürgen Klein zwischendurch mit Musik und Plattencovern der Beatles vorbei.

Besondere Arbeit

Damit Paul, Ringo, John und George in Zukunft auch keine nassen Füße bekommen, gibt es zeitnah noch ein Dach für die Herrschaften. Am Samstag kann Jürgen Klein sie dann offiziell seinen Gästen präsentieren. Für Gebal war diese Arbeit eine besondere. „Wir sind stolz, dass wir das hier bauen durften“, sagt Jörg Scholz. Richard Blanke fügt hinzu: „Und für unsere Teilnehmer ist es immer ein Erfolgserlebnis, wenn Kunden ihre Sachen kaufen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben