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EN-Ticker zu Coronavirus: Ab sofort Drive-In-Abstrich

Alle wichtigen Informationen zum Coronavirus in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal gibt es in diesem Ticker.

Alle wichtigen Informationen zum Coronavirus in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal gibt es in diesem Ticker.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Was gibt es Neues zum Thema Coronavirus in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal? Hier unser Newsblog über alle aktuellen Meldungen zu dem Virus.

Die Verbreitung des Coronavirus hat auch Folgen für das Leben in den Städten des Ennepe-Ruhr-Südkreises. Immer wieder schlagen neue Nachrichten und Meldungen auf. Wir halten Sie ab sofort auf dem Laufenden über das Geschehen in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal in Bezug auf den Coronavirus.

Aktuelle Zahlen für den Ennepe-Ruhr-Kreis

Bestätigte Fälle: 97: Breckerfeld (2), Ennepetal (5), Gevelsberg (15) Hattingen (14), Sprockhövel (6), Wetter (7) und Witten (25), Herdecke (17), Schwelm (6).


Begründete Verdachtsfälle: 505. Breckerfeld (17), Ennepetal (36), Gevelsberg (40), Hattingen (82), Herdecke (58), Schwelm (30), Sprockhövel (40), Wetter (29) und Witten (173).

Für die bestätigten Fälle sowie für die begründeten Verdachtsfälle ist häusliche Quarantäne angeordnet. Insgesamt gilt die Vorgabe der Quarantäne für 1574 Personen im Kreis.


Todesfälle: 1 aus Ennepetal


Geheilt: 14: Hattingen (4), Sprockhövel (6), Wetter (1), Witten (3)

9.23 Uhr: Ennepe-Ruhr-Kreis richtet Drive-In-Abstrich ein

Ab Donnerstag, 26. März, wird es im Ennepe-Ruhr-Kreis neben der mobilen Diagnostik auf Corona auch eine stationäre geben.

Zufahrt zur Diagnostik erhält nur, wer die Kriterien des Robert-Koch-Instituts für einen Test erfüllt und vorab einen Termin vom Kreis erhalten hat. Alle anderen werden abgewiesen. Wer befürchtet, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben, ruft direkt beim Bürgertelefon der Kreisverwaltung, 02333/4031449 an. Die Mitarbeiter werden dem Betroffenen Fragen zu seinen Symptomen stellen und klären, ob nach den gültigen Kriterien des Robert-Koch-Instituts ein Abstrich nötig sein könnte. Ist dies der Fall, meldet sich nach dem Anruf beim Bürgertelefon ein Arzt beim Patienten. Der Mediziner beantwortet die Fragen des Betroffenen und entscheidet abschließend, ob es sich tatsächlich um einen begründeten Verdachtsfall handelt. In diesem Fall gibt er die Daten des Patienten an den Krisenstab weiter. Dieser legt dann fest, ob der Test mobil oder stationär erfolgt und informiert den Betroffenen über den Termin.

Um sicher arbeiten zu können und dem Verschleppen des Virus vorzubeugen, werden die Betroffenen mit ihren Autos einen „Drive in“ im Einbahnstraßenprinzip befahren. Auf einem abgesperrten Parkdeck erhalten die Testpersonen nach dem Erledigen einiger Formalitäten das Röhrchen mit dem Watteträger und machen im Fahrzeug sitzend selbst den notwendigen Abstrich im Rachen. Danach erhalten sie ein Infoblatt mit Hinweisen, wie das Testergebnis mitgeteilt wird sowie wo und wann die für Coronapatienten und Verdachtsfälle eingerichtete Behandlungszentren erreichbar sind.

Donnerstag, 26. März

8.11 Uhr: Ennepe-Ruhr-Kreis will 150 Menschen täglich testen

Ein weiteres Mal reagiert die Kreisverwaltung zu Wochenbeginn auf die steigende Zahl notwendiger Tests. Seit heute sind die inzwischen vier Fahrzeuge der mobilen Diagnostik zwischen 11 und 17 Uhr und damit täglich 2 Stunden länger als bisher unterwegs. Effekt: Das Gesundheitsamt kann ab sofort 60 statt bisher 40 Bürger pro Tag ansteuern lassen.„Da es in den letzten Tagen aber nötig geworden ist, Wartelisten zu führen und die mobile Diagnostik mit der heutigen Veränderung am Limit ist, arbeiten wir weiterhin mit Hochdruck am Angebot einer stationären Diagnostik. Diese werden wir voraussichtlich noch in dieser Woche in Form einer ´Drive in´ Lösung anbieten“, kündigt Michael Schäfer, Leiter des Krisenstabes im Schwelmer Kreishaus an.

Weitere Einzelheiten dazu wird der Ennepe-Ruhr-Kreis bis Mitte der Woche veröffentlichen. Die Verantwortlichen gehen davon aus, nach kurzer Eingewöhnungszeit für den „Drive in“ mobil und stationär täglich insgesamt rund 150 Bürger testen zu können und aktuell vorhandene Wartezeiten zu verkürzen.

Andersherum: Menschen, die Kontakt zu Coronapatienten hatten oder aus Risikogebieten kommen und keine Krankheitssymptome zeigen, werden nicht getestet. Dies wird von Experten als nicht sinnvoll bewertet. Für sie alle gilt aber: Sie sollten aus Vorsicht 14 Tage zu Hause bleiben und ihre

Dienstag, 24. März

15.13 Uhr: EN-Kreis schließt Jobcenter und Bringhöfe der AHE

Mit Blick auf das sich weiter ausbreitende Coronavirus meldet die Kreisverwaltung weitere Schließungen. Betroffen sind das Jobcenter EN sowie die Annahme von Abfällen und Wertstoffen von privaten Anlieferern an den Umladeanlagen in Gevelsberg und Witten.

Um die Gesundheit der Kunden, ihrer Begleitpersonen sowie der Mitarbeiter des Jobcenters zu schützen, stellt auch dieser Fachbereich der Kreisverwaltung den Publikumsverkehr nahezu vollständig ein. Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen ohne Rechtsfolgen, eine Absage ist nicht erforderlich. Das Jobcenter EN versichert: „Mit dem Verzicht auf persönlichen Gespräche und Termine sind für die Betroffenen keine finanziellen Nachteile verbunden.“

Damit das Jobcenter EN alle wichtigen Dienstleistungen weiter erbringen kann, sollen Anliegen weitestgehend telefonisch oder schriftlich erfolgen. Antragsunterlagen und weitere relevante Dokumente finden sich im Internet unter www.jobcenter-en.de.

Das Abgeben von Unterlagen ist durch Einwurf in die Briefkästen, auf postalischem oder elektronischem Weg möglich. Termine für persönliche Gespräche werden nur in dringenden Notfällen oder für das Stellen von neuen Anträgen vergeben Hierfür ist vorab eine telefonische Vereinbarung notwendig.

Für Bürger geschlossen sind in den nächsten beiden Wochen auch die Umlageanlagen in Gevelsberg und Witten. Dort werden keinerlei Abfälle oder Wertstoffe von privaten Anlieferern angenommen. Von dieser Entscheidung nicht betroffen sind die Anlieferungen der Müllfahrzeuge, die in den Städten nach wie vor wie gewohnt unterwegs sind, sowie gewerbliche Anlieferer. Mit Letzterem sollen die Tätigkeiten von Handwerkern und Unternehmen unterstützt werden.

Bürgern bietet die AHE bei dringenden Entsorgungsproblemen an, sich per Email zu melden und das Anliegen zu schildern (ahe@ahe.de). Soweit möglich werde versucht, umgehend eine Lösung zu finden.

Montag, 23. März

12.14 Uhr: Erster Todesfall im Ennepe-Ruhr-Kreis

Am Donnerstagabend ist ein 58-jähriger Mann im Schwelmer Helios Klinikum verstorben. Das teilte am Freitag Mittag der Ennepe-Ruhr-Kreis mit. Aufgrund einer chronischen Grunderkrankung habe der Ennepetaler zur Risikogruppe gezählt. „Unsere Gedanken sind bei der Familie des Verstorbenen. Wir wünschen allen Verwandten, Bekannten und Freunden jetzt die Kraft, die nötig ist, um mit diesem Verlust weiterleben zu können“, spricht Landrat Olaf Schade sein Beileid aus.

9.43 Uhr: Schwelm ist die letzte Coronafreie Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis

Nachdem nun auch eine infizierte Person in Breckerfeld infiziert ist, ist Schwelm die letzte Cotronafreie Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis. Warum ausgerechnet in der Kreisstadt das Virus bislang keinen Fuß fasst, wollen wir für Euch ergründen.

8.12 Uhr Massenabstriche im Ennepe-Ruhr-Kreis

Nachdem das Gesundheitsamt des Kreises am Montag für insgesamt 270 Schüler und Lehrer der zwei Grundschulen Hüllberg (Witten) und Werner-Richard (Herdecke) häusliche Quarantäne angeordnet hatte, wurden heute bei rund 80 Betroffenen Tests auf den Cornonavirus durchgeführt.

„Zur Teilnahme aufgefordert hatten wir alle, die Symptome zeigen, die auf eine Corona-Erkrankung hinweisen“, erläutert Amtsärztin Dr. Sabine Klinke-Rehbein. Die Testabsage an diejenigen, die beschwerdefrei sind, führte durchaus zu Diskussionen und Nachfragen. „Grundlage unserer Entscheidung sind in diesem Fall wie in allen anderen Fällen aber die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts. Und diese bewerten Tests bei Menschen ohne Symptome als nicht zielführend“, so Dr. Klinke-Rehbein.

Um der aus drei Fahrzeugen bestehenden mobilen Diagnostikflotte des Ennepe-Ruhr-Kreises den Rücken freizuhalten, hatte der Krisenstab entschieden, die Schüler und Lehrer stationär zu testen. Dafür errichteten Feuerwehr, THW und Deutsches Rotes Kreuz am heutigen Donnerstag vorübergehend zwei Anlaufstellen in Witten und Herdecke.„Um sicher arbeiten zu können und dem Verschleppen des Virus vorzubeugen, haben wir Bereiche abgesperrt und auf ein sicheres „Drive in“ Einbahnstraßenprinzip gesetzt“, berichten die örtlichen Einsatzleiter Dirk Lieder (Witten) und Christian Arndt (Herdecke). Die Mehrzahl der zu Untersuchenden, die mit dem PKW kamen, musste so das Fahrzeug gar nicht verlassen. Aber auch auf die wenigen, die zu Fuß kamen, waren die Verantwortlichen entsprechend vorbereitet.

Anhand der vom Gesundheitsamt des Ennepe-Ruhr-Kreises vorbereiteten Listen und Untersuchungsmaterials verteilten die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes beziehungsweise der Johanniter Röhrchen nach Röhrchen. Den nötigen Abstrich machten die Betroffenen dabei jeweils selbst. Ganz oben auf der Liste stand für alle Beteiligten gründlichste Desinfektion und das Arbeiten mit Schutzkleidung und -maske.„Die damit verbundene Szenerie wirkt natürlich schon gespenstisch. An ihr führte aber kein Weg vorbei, der Schutz der Einsatzkräfte muss natürlich ganz oben stehen“, so Rolf-Erich Rehm, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung. Sein Fazit. „Das ´Drive-In´ Konzept hat gepasst, es wurde schnell und sehr gut umgesetzt, ein Rad hat ins andere gegriffen.“Für eine notwendige Suche nach Kontaktpersonen hat im Nachhinein auch der „EN-Sportabend“ gesorgt. Einer der Gäste gilt inzwischen als bestätigter Fall. „Hier hat das Gesundheitsamt die namentlich festgehaltenen 176 Teilnehmer in zwei Kategorien eingeteilt. Für 86 haben wir Quarantäne angeordnet. Allen anderen haben wir aufgegeben, soziale Kontakte zu vermeiden. Grundsätzlich sollen alle auf Corona-Symptome achten“, berichtet Dr. Klinke-Rehbein.

Die Grundlage für diese Entscheidung lieferten im wesentlichen Fotos der Veranstaltung. Sie machten es möglich, die Sitzordnung auszuwerten und daraus abzuleiten, für wen häusliche Quarantäne anzuordnen ist.

Freitag, 20. März

14.00 Uhr: Stadt Gevelsberg setzt Kita- und andere Beiträge aus

Die Stadt Gevelsberg hat angekündigt die Beiträge für Kindertagesstätten, Tagesmütter, Offene Ganztagsschule und Musikschule für den Zeitraum der pandemiebedingten Schließung dieser Einrichtungen auszusetzen. Eine Einziehung der Monatsbeiträge für April 2020 wird folglich nicht stattfinden; Daueraufträge und Einzelüberweisungen können vorerst gestoppt werden. Es soll eine Erstattungsregelung erarbeitet werden, die alle Schließungstage, auch rückwirkend für den Monat März 2020, einbezieht.

8.24 Uhr: Hilfe bei zu großer seelischer Belastung

Hilfe Der Sozialpsychiatrische Dienst des Ennepe-Ruhr-Kreises weist unterdessen auf sein Angebot hin. Alle Bürger, die im Kontext der Corona-Pandemie in eine seelische Krise geraten, können sich telefonisch melden. Die Mitarbeiter sind zu montags bis freitags von 8 bis 12 sowie donnerstags zusätzlich von 14 bis 16 Uhr erreichbar. Breckerfelder, Ennepetaler, Gevelsberger, Hattinger, Schwelmer und Sprockhöveler wählen die Telefonnummer 02336/93 2788. Für Bürger aus Witten, Wetter und Herdecke gilt 02302/922 264.

Donnerstag, 19. März

17.07 Uhr: Klink Königsfeld Ennepetal: 190 Patienten und 150 Mitarbeiter in Gefahr

Eine positiv Getestete hat heute dazu geführt, dass die Reha-Klinik Königsfeld in Ennepetal ihren Betrieb auf „Notmodus“ herunterfährt. Betroffen sind rund 340 Menschen. Das Gesundheitsamt stufte alle Patienten (190) und Mitarbeiter (150) als Kontaktpersonen ein und ordnete Quarantäne an. Praktisch bedeutet dies: Reha-Patienten ohne Corona Symptome werden entweder von Mitgliedern ihres Haushaltes mit dem Auto abgeholt oder werden anderweitig sicher nach Hause transportiert.

Für Personen, die Symptome zeigen, steht zunächst ein Test auf Corona auf dem Programm. Sie bleiben solange in der Klinik, bis das Ergebnis vorliegt. Gleiches gilt für diejenigen, die angegeben haben, im heimischen Haushalt auf Mitglieder einer Risikogruppe zu treffen. Um sie zu betreuen, läuft die Klinik Königsfeld im Notmodus weiter. Pflege und Verpflegung sind gewährleistet. Therapien finden nicht mehr statt.

„Da die schriftliche Verfügung der von uns mündlich ausgesprochenen häuslichen Quarantäne vom Gesundheitsamt des Wohnortes der Patienten auf den Weg gebracht werden muss, waren mehrere Mitarbeiter der Kreisverwaltung den ganzen Tag damit beschäftigt, die zuständigen Behörden in ganz Deutschland zu informieren. Ein weiterer Corona-Kraftakt mit dem vor Wochen niemand im Schwelmer Kreishaus gerechnet hätte“, so Astrid Hinterthür. Leiterin des Fachbereiches Soziales und Gesundheit.

Bis zum Abend werden voraussichtlich 140 Reha-Patienten die Klinik verlassen haben. Für die übrigen 50 gilt: Entweder muss ihre muss noch organsiert werden oder Testergebnisse sind abzuwarten. Für den Notbetrieb rechnet die Klinikleitung aktuell mit 5 Patienten.

13.17 Uhr: Testergebnis des Landrats liegt nun vor

Olaf Schade, Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises muss sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne aufhalten. Er hatte Kontakt zu einer Person, die am Wochenende positiv auf Covid-19 getestet wurde. Inzwischen ist das Testergebnis da. Es ist negativ. „Was für viele andere Menschen zurzeit bei uns im Kreis und im ganzen Land gilt, muss auch ich einhalten. Daher werde ich die restlichen anderthalb Wochen weiterhin vorsorglich in Quarantäne bleiben und von Zuhause aus arbeiten“, so Schade. Gegen Ende nächster Woche hofft Schade dann seine Dienstgeschäfte wieder aus Schwelm tätigen können.

9.28 Uhr: EN-Gesundheitsamt arbeitet bei steigenden Zahlen am Limit

Die weiter steigenden Zahlen bedeuten für die Mitarbeiter des Fachbereiches Soziales und Gesundheit täglich mehr und mehr Arbeit. So sind immer mehr Kontaktpersonen zu ermitteln und Quarantänen anzuordnen. „Nur ein Beispiel“, so Amtsärztin Dr. Sabine Klinke Rehbein, „jede Person in Quarantäne muss von uns über einen Zeitraum von zwei Wochen Tag für Tag angerufen und zum Gesundheitszustand befragt werden.“

9.02 Uhr: Erster EN-Coronafall ist wieder gesund

Positive Nachrichten: Die 61-jährige Hattingerin, die vor mehr als zwei Wochen der erste Coronafall im Ennepe-Ruhr-Kreis gewesen ist, konnte das Krankenhaus inzwischen gesund verlassen. Bei nahezu allen bestätigten Fällen ist der Krankheitsverlauf zudem mild. Bis auf einen Patienten befinden sich alle zuhause. Davon unbeeindruckt entwickelt sich die Lage bundes-, landes- und kreisweit aber rasant weiter. Das Robert-.Koch-Institut hat das Gesundheitsrisiko durch das Virus inzwischen von „mäßig“ auf „hoch“ hochgestuft, die Landesregierung gibt unter anderem vor, dass alle Spiel- und Bolzplätze zu schließen sind, die Öffnungszeiten von Restaurants um 15 Uhr enden und auch Theorie- und Praxisunterricht an Fahrschulen auszufallen hat.

8.59 Uhr: Verbraucherzentrale im Ennepe-Ruhr-Kreis geschlossen

Im Ennepe-Ruhr-Kreis hat die Verbraucherzentrale ihre Beratungsstellen in Witten und Ennepetal bis auf weiteres geschlossen. Gleiches gilt für die Treffpunkte des Gevelsberger Energieversorgers AVU. Die Kreisverwaltung hat sowohl die auf Ende März terminierte Sitzung des Kreistages als auch die Jägerprüfung im April und die Fischerprüfung im Mai abgesagt.

8.15 Uhr: Das sind die Besuchsregeln für Pflegeeinrichtungen

Wie vom Land vorgegeben wurde im Schwelmer Kreishaus zudem eine so genannte Allgemeinverfügung für Besuchseinschränkungen für vollstationäre Pflegeeinrichtungen erarbeitet. Danach lautet die rechtsverbindliche Vorgabe: Besuche können nur noch auf den Zimmern und nicht mehr in Gemeinschaftsräumen stattfinden. Sie sind auf das Notwendigste zu beschränken. Dies bedeutet im Regelfall: Je Bewohner eine Besuchsperson pro Tag. Darüber hinaus sind Gemeinschaftsaktivitäten mit Externen untersagt und es ist zu registrieren, welche Mitarbeiter und Besucher die Einrichtungen betreten.„Wie viele andere derzeit geltende Regelungen greift auch diese ganz tief in den Alltag der Betroffenen ein und niemand hätte so etwas noch vor wenigen Wochen für denkbar gehalten. Heute gilt es aber, die Risikogruppe der älteren und pflegebedürftigen Personen sowie das Personal der Einrichtungen zu schützen“, macht Bernd Biewald, Leiter der Heimaufsicht der Kreisverwaltung deutlich.

6.48 Uhr: Ennepe-Ruhr-Kreis hat nun drei Fahrzeuge für mobilen Abstrich

Weitere aktuelle Entwicklungen: Seit heute besteht die Flotte der mobilen Diagnostik, die auf ihren Touren durch den Ennepe-Ruhr-Kreis Proben auf den Coronavirus sammelt, aus drei Fahrzeugen und ein viertes ist bereits geplant. Die von der Kämpenschule (Witten), der Schule Hiddinghausen und der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule (beide Sprockhövel) angebotenen Notgruppen werden nur von wenigen Kindern in Anspruch genommen.

Donnerstag, 19. März

15.01 Uhr: Zu den steigenden Zahlen kommen noch 400 weitere Quarantänefälle

Für die bestätigten Fälle sowie für die begründeten Verdachtsfälle ist häusliche Quarantäne angeordnet. Diese Vorgabe gilt darüber hinaus für 387 weitere Personen im Kreis. Hauptgrund hierfür: Sie hatten, so das Ergebnis der Ermittlungen des Gesundheitsamtes, Kontakt mit Menschen, die als begründeter Verdachtsfall gelten.

11.23 Uhr: Osterfeuer in Silschede ist abgesagt:

Der FC SW Silschede 1926 wird das diesjährige Osterfeuer am 11. April auf Grund der Ereignisse rund um das Coronavirus absagen. Alles andere wäre aus Sicht des Vereins und auch in Absprache mit der Stadt Gevelsberg unverantwortlich gegenüber den zahlreichen Besuchern sowie der gesamten Gesellschaft.

Sicherlich wird diese Veranstaltung allen Silschedern und Freunden der Schwarz-Weißen in diesem Jahr fehlen. Seit Jahren erfreuen sich hunderte Kinder und Erwachsene am bunten Rahmenprogramm für die ganze Familie. Das Silscheder Osterfeuer gehört längst zu den Größten im ganzen Kreis und erwirtschaftet zudem jedes Jahr einen großen finanziellen Beitrag für die Jugendabteilung. Aber auch der FC SW Silschede muss sich als Verein der sozialen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft stellen und alles dafür tun, diese Pandemie erfolgreich einzudämmen, teilen die Verantwortlichen mit.

Die bereits gestartete Tombola wird fortgeführt und alle Lose behalten ihre Gültigkeit. Die Ziehung der Preise erfolgt am 11. April unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Vereinsheim. Außerdem weist der Verein an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass es damit auch keine Holzannahme in diesem Jahr geben wird.

Der FC SW Silschede bittet um Verständnis für diese Maßnahme und wünscht an dieser Stelle beste Gesundheit.

Dienstag, 17. März

17.58 Uhr: Es herrscht größte Verunsicherung in der Bevölkerung

„Wenn wir die Ausbreitung des Coronavirus effektiv verlangsamen wollen, muss jede Bürgerin, muss jeder Bürger Verantwortung übernehmen und sein Handeln an den Vorgaben ausrichten, die aktuell auf vielen Kanälen zu finden sind. Andernfalls wird es uns kaum gelingen, diese Herausforderung zu bewältigen. Eine Herausforderung, wie wir sie fast alle bisher noch nie erlebt haben.“ Landrat Olaf Schade, momentan selbst in Quarantäne, wirbt bei allen Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis darum, sich den Ernst der Lage bewusst zu machen, sich aus seriösen Quellen zu informieren und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Wichtigste Schlussfolgerung mit Blick auf die Entscheidungen des Bundes, des Landes und der Kommunen in den letzten Tagen: Jeder sollte die Zahl seiner persönlichen Kontakte tatsächlich auf das absolut notwendige Mindestmaß reduzieren. „Wer dies beherzigt und zusätzlich selbstständig sucht und liest, was beschlossen wurde, findet Antworten auf Fragen, die derzeit noch häufig an das Bürgertelefon, den Krisenstab oder die Städte gerichtet werden“, macht Michael Schäfer, Leiter des Krisenstabs im Schwelmer Kreishaus deutlich.

Beispiele von heute: Sportstudios wollen wissen, ob sie ihre Türen nicht doch aufhalten dürfen, Vereine fragen, ob Treffen mit bis zu 30 Personen noch möglich sind und Gaststätten erkundigen sich nach den Bedingungen, die für sie gelten, damit sie noch Gäste bewirten können.„Das Informationsbedürfnis ist nachvollziehbar. Kreis und Städte werben aber gemeinsam dafür, von telefonischen Anfragen abzusehen, die auf allgemeine Antworten zum Coronavirus oder auf Verhaltenshinweisen abzielen“, so Schäfer. Es gelte, die vorhandenen Kapazitäten für die Bereiche einzusetzen, für die Kreis und Städte in erster Linie verantwortlich sind und handeln müssen.

Für das Bürgertelefon des Kreises (02333/403 1449, täglich 8 bis 18 Uhr) heißt das: Die Leitungen müssen bitte für diejenigen freigehalten werden, die befürchten, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben. Trotz mehrfach aufgestockter Anrufplätze ist aktuell mehr nicht zu bewältigen. Aus 400 Anrufen am Freitag sind am heutigen Montag mehr als 2.100 geworden.

Um das Bürgertelefon der Kreisverwaltung zu entlasten, haben die Städte heute eigene Angebote eingerichtet. Die Zielsetzung: Wer die Nummer seiner Stadtverwaltung wählt, erhält Informationen über die Regelungen und Angebote zur Kinderbetreuung in Kindertagesstätten und Schulen sowie - je nach Stadtverwaltung - auch zu Veranstaltungen und Schließungen von Betrieben.

Stichwort Bürgertelefone der Stadtverwaltungen:

Breckerfeld, 02338/809 0, montags bis donnerstags 8 bis 16 Uhr, freitags 8 bis 12 Uhr

Ennepetal. 02333/979 333, täglich 8 bis 18 Uhr

Gevelsberg, 02332/771 441, täglich 8 bis 18 Uhr (ab Mittwoch, 18. März), Email: infotelefon@stadtgevelsberg.de

Hattingen, 02324/5909 5000, täglich 8 bis 18 Uhr (ab Mittwoch, 18. März)Herdecke, 02330/611 350, montags bis donnerstags 8 bis 16 Uhr, freitags 8 bis 12 Uhr

Schwelm, 02336/801 294, montags bis freitags 8 bis 17 Uhr

Sprockhövel, 02339/917 770, montags bis freitags 8 bis 12 Uhr, 14 bis 16 Uhr

Wetter, 02335/840 951

Witten, Angebot wird ab Mittwoch eingerichtet sein

Stichwort Informationsquellen: Auf ihren Internetseiten liefern der Ennepe-Ruhr-Kreis und die neun kreisangehörigen Städte sowie das Robert-Koch-Institut, Bundes- und Landesministerien allgemeine Angaben und Verhaltenshinweise im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Informationen über die Lage sowie die Risikogebiete werden dort ständig aktualisiert.: www.en-kreis.de; www.rki.de; www.mags.nrw/coronavirus; www.bundesgesundheitsministerium.de; www.infektionsschutz.de

15.14 Uhr: Besuchsverbot im Helios Klinikum Schwelm

Das Helios Klinikum Schwelm reagiert weiter auf die steigende Zahl bestätigter SARSCoV-2-Infektionen in der Region und spricht ein grundsätzliches Besuchsverbot aus. Diese Maßnahme wird präventiv ergriffen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu reduzieren und Patienten und Mitarbeiter aktiv vor einer Infektion zu schützen.

Ausnahmen werden nur in dringenden Einzelfällen und in Absprache mit dem medizinischen Personal gewährt. Im Bereich der Kinderklinik werden durch die Mitarbeiter und Eltern eingeschränkte Sonderregelungen abgesprochen. Zudem werden bis auf Weiteres alle Veranstaltungen im Klinikum abgesagt.

12.58 Uhr: Landrat Olaf Schade in Quarantäne

Weil er Kontakt zu einem bestätigtem Fall hatte, steht Landrat Olaf Schade ab sofort unter Quarantäne. Im Laufe des Tages soll der Abstrich des Politikers aus Hattingen erfolgen. Erst wenn das Ergebnis vorliegt, wollen die Verantwortlichen darüber befinden, welche Auswirkungen das beispielsweise auf die Mitglieder des Krisenstabs hat.

9.38 Uhr: So gut wie alle Veranstaltungen in Schwelm, Gevelsberg, Ennepetal abgesagt

Der Erlass der Landesregierung zeigt Wirkung. Auch kleinste Vereine sagen ihre Zusammenkünfte ab, um auch ihren Teil dazu beizutragen, damit sich das potenziell tödliche Virus nicht weiter ausbreitet. Die Terminkalender des öffentliche Lebens sind komplett leer gefegt.

7.46 Uhr: Kreis appelliert an Verantwortung der Urlaubsrückkehrer

Der Ennepe-Ruhr-Kreis bittet noch einmal eindringlich: In diesen Tagen kehren auch in den Ennepe-Ruhr-Kreis regelmäßig Menschen zurück, die Urlaub in einer Risiko-Region gemacht haben. Dazu zählt nach aktuellen Erkenntnissen der Kreisverwaltung neben den vom Robert-Koch-Institut unter anderem genannten Gebieten wie Italien und Teilen Frankreichs auch Ischgl. Für den österreichischen Skiort, der am Samstag die Saison vorzeitig beendet hat, gilt: Der Anteil der Zurückreisenden, die Symptome entwickeln und in der Folge positiv auf Corona getestet werden, ist zurzeit relativ hoch zurzeit. Daher lautet der Rat aus dem Schwelmer Kreishaus: Wer dort gewesen ist, sollte sehr zurückhaltend am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und bereits bei leichten Symptomen wie einer Erkältung reagieren.

In diesen Fällen kann die Nummer des Bürgertelefons der Kreisverwaltung gewählt werden. Unter 02333/4031449 werden täglich von 8 bis 18 Uhr auch die Anrufe derjenigen entgegen genommen, die befürchten, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben.Die aktuellen Risikogebiete und besonders betroffenen Gebiete sind im Internet zu finden unter www.rki.de.

Montag, 16. März

18.29 Uhr: Die Verwaltungen des Kreises und der Stadt Schwelm riegeln sich ab

Die Verwaltungen riegeln sich ab. Regeln für die Kita- und Schulschließungen stehen fest. An diversen Stellen ruht das öffentliche Leben komplett. Insbesondere in den Bereichen Kultur, Bildung und Sport.

18.18 Uhr: VHS stoppt ihr Programm

Die Volkshochschule Ennepe-Ruhr-Süd für die Städte Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal stoppt ebenfalls ihr Programm: Die VHS Ennepe-Ruhr-Süd teilt nachrichtlich mit, dass alle Kurse, Seminare und Einzelveranstaltungen in der klassischen VHS ab sofort und zunächst bis zum 19. April nicht mehr stattfinden werden. Alle Integrationslehrgänge die unter dem Dach der Volkshochschule abgehalten werden, setzten ebenfalls ab dem Montag, 16. März 2020, für zunächst zwei Wochen komplett aus.

17.35 Uhr: Bürgertelefon nicht missbrauchen

Für die bestätigten Fälle sowie für die begründeten Verdachtsfälle ist häusliche Quarantäne angeordnet. Diese Vorgabe gilt darüber hinaus für 216 weitere Personen im Kreis. Hauptgrund hierfür: Sie hatten, so das Ergebnis der Ermittlungen des Gesundheitsamtes, Kontakt mit Menschen, die als begründeter Verdachtsfall gelten.

Die dynamische Lage rund um das neuartige Corona-Virus führt auch in der Bevölkerung zu vielen Fragen und Verunsicherung. Zu spüren bekommen das momentan auch die Mitarbeiter des vom Ennepe-Ruhr-Kreises geschalteten Bürgertelefons. „Die Menschen wollen bei den Kollegen vom Bürgertelefon teilweise nur die Zahl der aktuellen Erkrankungsfälle wissen oder allgemeine Informationen rund um das Virus erhalten“, berichtet Krisenstabsleiterin Astrid Hinterthür.

Alle wichtigen Informationen über das Virus, wie man sich vor einer Ansteckung schützen kann oder aktuelle Zahlen der betroffenen Personen im Kreis können jederzeit auf der Internetseite des Kreises (www.en-lkreis.de) oder des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de) abgerufen werden. „Bitte halten Sie daher die Leitungen frei für Menschen, die aus Risikogebieten zurückkehren oder Kontakt zu Corona-Patienten hatten und jetzt Symptome aufweisen“, richtet Hinterthür einen eindeutigen Appell an die Bürger des Kreises.

Zudem weißt die Kreisverwaltung nochmals darauf hin, dass ab Montag 16. März, Besuche aller Dienststellen der Kreisverwaltung nur noch mit Termin möglich sind. Ohne Termin gibt es keinen Zugang zum Kreishaus sowie zu allen Nebenstellen. Dazu zählen auch die Gebäude des Jobcenters EN. Vereinbart werden die Termine, die zudem nur für dringende Anliegen vergeben werden, von den jeweils zuständigen Sachbearbeitern. Auch Unterlagen können ohne Termin nicht mehr eingereicht werden. „Bitte nutzen Sie wann immer möglich Telefon, Email und Brief, um Dinge mit uns besprechen und zu regeln“, lautet die eindeutige Vorgabe. Auch die Kantine der Kreisverwaltung in Schwelm wird ab Montag für externe Besucher geschlossen sein.

16.16 Uhr: Erstkommunion, Firmung, Gottesdienste – alles fällt aus

Im Zuge der Corona-Krise sagt das Bistum Essen ab Montag, 16. März, alle öffentlichen Gottesdienste ab. Wegen des Coronavirus werden auch alle Erstkommunionfeiern mindestens bis in die zweite Jahreshälfte verschoben. Angesichts der verschärften Bedrohungslage und unterschiedlicher Vorgaben der Kommunen hat sich Bischof Overbeck zu diesem drastischen, aber nun bistumsweit einheitlichen Schritt entschlossen. Für die katholische Propsteigemeinde St. Marien, zu der auch Gevelsberg, Ennepetal und Schwelm zählen,. fallen auch die Firmungen aus.

14.23 Uhr: Das öffentliche Leben steht still. Leo-Theater stellt Spielbetrieb ein

Die Stadt Gevelsberg sagt ab sofort alle nicht notwendigen eigenen Veranstaltungen bis einschließlich 19. April 2020 ab. Das gilt sowohl für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen als auch für Veranstaltungen im Freien. Die Lage zum weiteren Vorgehen nach diesem Datum wird rechtzeitig neu bewertet. Ob eine Veranstaltung im Stadtgebiet, bei der nicht die Stadt Gevelsberg Veranstalter ist, stattfinden kann, prüft das Ordnungsamt der Stadt Gevelsberg individuell und konsequent nach der Erlasslage. Jedoch bittet die Stadt Gevelsberg alle Veranstalter – einschließlich Privatpersonen – eindringlich darum, freiwillig auf jegliche Veranstaltungen, die über den unmittelbaren privaten Interaktionsbereich hinausgehen, zu verzichten.

12.02 Uhr: Das öffentliche Leben steht still. Leo-Theater stellt Spielbetrieb ein

Eine Absage nach der anderen. Vereine, öffentliche Institutionen und etliche weitere Bereiche des öffentliche Lebens vermelden: Alles fällt aus. Nun hat auch das Leo-Theater seine Spielbetrieb eingestellt.

10.15 Uhr: Zahl der Erkrankten steigt weiter an

Die Zahl der insgesamt Erkrankten im Ennepe-Ruhr-Kreis bei 16. Die Betroffenen wohnen in Ennepetal (1), Hattingen (4), Herdecke (1), Sprockhövel (5), Wetter (1) und Witten (4).Die Zahl der begründeten Verdachtsfälle hat sich auf 107 erhöht. Sie verteilen sich auf Ennepetal (11), Gevelsberg (10), Hattingen (23), Herdecke (13), Schwelm (7), Sprockhövel (19), Wetter (6) und Witten (18). Für die bestätigten Fälle sowie für die begründeten Verdachtsfälle ist häusliche Quarantäne angeordnet. Diese Vorgabe gilt darüber hinaus für 223 weitere Personen im Kreis. Hauptgrund hierfür: Sie hatten, so das Ergebnis der Ermittlungen des Gesundheitsamtes, Kontakt mit Menschen, die als begründeter Verdachtsfall gelten.

Der Krisenstab des Ennepe-Ruhr-Kreises weist auf neue, vom Robert-Koch-Institut (RKI) benannte Risikogebiete hin. Ab sofort gelten auch Tirol und die spanische Hauptstadt Madrid als solche. Das bedeutet: Von dort einreisende Rückkehrer sollten sich unmittelbar in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben. Darüber hinaus wird allen Rückkehrenden aus Italien, Österreich und der Schweiz empfohlen, möglichst zu Hause zu bleiben, Kontakte auf das Nötigste zu begrenzen und besondere Vorsicht walten zu lassen.

Wer dies befolge, leiste einen wichtigen Beitrag, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden. Ebenso wichtig: Bereits bei leichten Symptomen wie einer Erkältung sollten die Rückkehrer reagieren. In diesen Fällen können sie die Nummer des Bürgertelefons der Kreisverwaltung wählen. Unter 02333/4031449 werden täglich von 8 bis 18 Uhr insbesondere die Anrufe derjenigen entgegen genommen, die befürchten, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben.

Stichwort Risikogebiete

Auf der Liste des RKI standen bisher Italien, der Iran, die Provinz Hubei in China, die Provinz Nord-Gyeongsang in Südkorea und die Region Grand Est in Frankreich. Freitagabend wurde die Liste um das österreichische Bundesland Tirol und sowie spanische Hauptstadt Madrid ergänzt. Die jeweils aktuellen Risikogebiete und besonders betroffenen Gebiete sind unter www.rki.de zu finden.

Sonntag, 15. März

18.00 Uhr: Ennepetalerin an Coronavirus erkrankt

Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat darüber informiert, dass eine Frau aus Ennepetal am Coronavirus erkrankt ist. Dabei handelt es sich somit um den ersten bestätigten Fall in Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal. Die Frau sei in Ischgl (Österreich) Skifahren gewesen, so ein Sprecher des Kreises. Zum Alter der Frau konnte er am Freitagabend keine Auskunft geben. Sie befinde sich derzeit in Quarantäne.

14.02 Leo-Theater stellt Spielbetrieb ein

Mit sofortiger Wirkung stellt das LEO-Theater den Spielbetrieb ein. In Abstimmung mit der Stadt Schwelm und der Erlass-Lage des Landes zu den Auswirkungen der Verbreitung des Corona-Virus in NRW finden bis auf weiteres keine Vorstellungen und Veranstaltungen in den Räumlichkeiten im Ibach-Haus statt.

12.29 Stadt Ennepetal stellt öffentliche Veranstaltungen ab 50 Personen unter Erlaubnisvorbehalt

Die Stadt Ennepetal stellt alle öffentlichen Veranstaltungen ab einer Teilnehmerzahl von 50 Personen unter einen Erlaubnisvorbehalt. Ab kommender Woche sind alle Veranstalter, die eine öffentliche Veranstaltung mit mehr als 50 Personen durchführen verpflichtet, ihre Veranstaltung einem Pandemie-Check zu unterziehen. Hierzu zählen sowohl Kultur-, Sport- und gesellschaftliche Veranstaltungen. Zu dem Zweck stellt die Stadt Ennepetal den Veranstaltern einen Fragebogen zur Verfügung, der die Beurteilung der Veranstaltung ermöglicht.

Ab Montag stehen für Nachfragen Mitarbeiter der Stadt Ennepetal zur Verfügung, die über die Rufnummer 979 – 0 oder die Mailadresse ordnungsamt@ennepetal.de erreicht werden können.„Vereinfacht kann man sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung sinkt, je mehr Personen sich unorganisiert auf begrenzter Fläche bewegen“, erläutert der Leiter des städtischen Krisenstabes Stephan Langhard.

Bürgermeisterin Imke Heymann stellt für öffentliche Veranstaltungen der Stadt Ennepetal klar: „Alle städtischen Veranstaltungen werden unabhängig von der Anzahl der Besucher grundsätzlich zunächst bis zum 19. April 2020 abgesagt. Private Veranstalter sollten sich überlegen, diesem Beispiel zu folgen, um so zur Reduzierung der Sozialkontakte beizutragen.“Daneben werden auch alle geplanten städtischen Gremiensitzungen bis zum 19. April 2020 abgesagt. Davon betroffen sind neben der Sitzung des Hauptausschusses am 24. März die Sitzung des Stadtrates am 26. März sowie diverse Fachausschüsse.

12.04 VER sperrt Vordereinstieg in Bussen

Ab Samstag, den 14. März 2020, bleibt die vordere Tür bei allen Bussen der VER bis auf weiteres geschlossen. Der Ticketverkauf beim Fahrpersonal wird eingestellt und der Bereich entsprechend abgesperrt. So soll die Wahrscheinlichkeit der Übertragung des Coronavirus für unser Fahrpersonal und für unsere Fahrgäste minimiert werden.: „Hierdurch ist die Ticketpflicht selbstverständlich nicht aufgehoben – daher bitten wir unsere Fahrgäste sich vor Fahrtantritt ein Ticket zu besorgen. Wir empfehlen dazu den Kauf eines elektronischen Tickets über unsere VER-App, oder den Kauf am Ticketautomaten. Wir empfehlen unseren Fahrgästen und Mitarbeitern, die Gesundheitstipps der Gesundheitsämter weiterhin zu befolgen. Dazu gehören die bekannten Verhaltensempfehlungen wie zum Beispiel das Husten und Niesen in die Armbeuge und regelmäßiges Händewaschen mit Seife. Dadurch möchten wir dazu beitragen, die öffentliche Mobilität aufrecht zu erhalten.“ Diese Regelungen werden ab Samstag, 14. März 2020 alle KöR-Unternehmen gemeinsam umsetzen. Mitglieder der Kooperation östliches Ruhrgebiet (KöR) sind: BOGESTRA, DSW21, HCR, HST, Ruhrbahn, Vestische und VER.

11.32 Kulturgemeinde Ennepetal sagt Veranstaltungen ab

Die Kulturgemeinde Ennepetal sagt auf Grund der Corona-Pandemie ihre geplanten Vorträge und Multivisionen zunächst bis zum 30. April 2020 ab. Betroffen sind zunächst folgende Veranstaltungen: 20. März: Multivision „Mit dem Bulli von Gibraltar ans Nordkap“27. März: Vortrag „Bergbau vor der Haustür“1. April: Multivision „Magisches Südengland“22. April Vortrag „Lust auf Zukunft“.Nachholtermine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

11.10 Uhr: Mitarbeiter des Ennepe-Ruhr-Kreises soll unter Corona-Verdacht

Ein Mitarbeiter des Ennepe-Ruhr-Kreises soll unter Verdacht stehen, am Coronavirus erkrankt zu sein. Das bestätigte ein Sprecher auf Nachfrage. Weitere Details nannte der Sprecher noch nicht.

9.12 Uhr: Besuchsregeln für Helios-Krankenhaus Schwelm und neue Wegeführung

Das Helios Klinikum Schwelm hat aufgrund der weiterhin steigenden Zahl bestätigter SARSCoV-2-Infektionen in der Region die Wegeführung für Patienten und Besucher bis auf Weiteres verändert. Es gilt zudem ab sofort eine neue Besucherregelung. Diese Maßnahmenwerden präventiv ergriffen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu reduzieren und Patienten und Mitarbeiter aktiv vor einer Infektion zu schützen.

Personen (inkl. Kinder) mit Infektionssymptomen (Fieber, Husten, Atemnot) dürfen nicht den Haupteingang des Klinikums benutzen, sondern ausschließlich den ausgeschilderten Eingang zur Notaufnahme. Dieser befindet sich neben der Personalabteilung. Dort wird durch das Ambulanzpersonal eine Ersteinschätzung vorgenommen, um Patienten mit einer möglichenrespiratorischen Infektion zu erkennen und weitere Schritte einzuleiten. Wer befürchtet, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben, sollte sich von Montag bis Freitag direkt an das Bürgertelefon unter der Rufnummer 02333/4031449 wenden. Der Ennepe-Ruhr-Kreis setzt ab sofort mobile Lösungen ein, um Patienten zu Hause zu testen. Am Wochenende ist das Bürgertelefon für allgemeine Fragen zum Corona-Virus ebenfalls von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

Wer an Samstagen oder Sonntagen vermutet, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben,wird durch den Hausärztlichen Bereitschaftsdienst, Rufnummer 116117, beraten.

Besucher von Patienten des Helios Klinikums Schwelm gelangen weiterhin über den Haupteingang in die Klinik. Wir bitten jedoch die Besuche stark einzuschränken. Hierzu gelten die folgenden Regelungen

Besuchszeit von 16:00 bis 19:00 Uhr

 Maximal 2 Besucher pro Patient

 Lassen Sie bitte Kinder zu Hause

 Besucher mit Erkältungssymptomen haben keinen Zugang zur Klinik.

Aufgrund der aktuellen Erkenntnisse in Deutschland und aktuell auch in NRW, hat das Helios-Klinikum Schwelm einen Krisenstab gebildet und bewertet die Entwicklungen jeden Tag neu. Es besteht ein regelmäßiger Austausch mit dem Gesundheitsamt des Ennepe-Kreises.

7.35 Uhr: Weiterer Fall im Ennepe-Ruhr-Kreis

Der Ennepe-Ruhr-Kreis meldet eine neue, bestätigte Coronavirus-Infektion. Damit gibt es aktuell drei Fälle (Stand: Donnerstag, 12. März, 16 Uhr). Neben den bereits bekannten Fällen aus Hattingen und Witten ist jetzt auch Sprockhövel betroffen. Bei einem 66-jährigen wurde nach seiner Rückkehr aus dem Skiurlaub in Ischgl das Virus nachgewiesen. Der Mann war mit einer achtköpfigen Gruppe unterwegs. Alle Teilnehmer sind unter Quarantäne gestellt. Derzeit ermittelt das Gesundheitsamt zudem weitere Kontaktpersonen des Sprockhövelers.

Die Zahl der begründeten Verdachtsfälle liegt aktuell bei 55. Sie verteilen sich auf Ennepetal (5), Gevelsberg (9), Hattingen (13), Herdecke (5), Sprockhövel (4), Wetter (2) und Witten (11). Bis ihr Testergebnis vorliegt, gilt auch für sie häusliche Quarantäne.

Unter den inzwischen vorliegenden negativen Ergebnissen sind auch die Tests der beiden Schüler der Realschule Grünstraße in Hattingen. Damit kann der Schulbetrieb am Montag wieder aufgenommen werden. Die Jugendlichen waren untersucht worden, weil sie engen Kontakt zur erkrankten Hattingerin gehabt haben. Die Schule wird ihre Türen am Montag wieder öffnen.

Freitag, 13. März

18.56 Uhr: Faustball-Turnier in Ennepetal abgesagt

Es wäre eine Ehre für die Ennepetaler Faustballer gewesen. Für Sonntag war die Milsper Tvgg als Ausrichter der Endrunde im diesjährigen Pokalwettbewerb des Westfälischen Turnerbundes, WTB, gewesen. Die Vorsichtsmaßnahmen um das Coronavirus machen den Planungen der Ennepetaler um Abteilungsleiter Harald Kappe einen Strich durch die Rechnung: Die Endrunde im WTB-Pokal 2019/2020 fällt aus. Die WTB-Verantwortlichen hatten angeordnet, dass sämtliche Sportveranstaltungen abzusagen sind – zunächst bis Ostermontag. Ob und in welcher Form diese Endrunde nachgeholt werden kann, bleibt abzuwarten.

18.34 Uhr: Keine Volleyballspiele für Vogelsang und Schwelm

Nachdem die Handballer und Basketballer am Donnerstag ihre Ligenspiele ausgesetzt hatten, war es nur eine Frage der Zeit, wann die Volleyballer in Sachen Coronavirus nachziehen. Am Donnerstag Abend kam die Meldung, dass der Westdeutsche Volleyballverband, WVV, in seinem Bereich alle Ligenspiele bis auf Weiteres absage. Betroffen sind die drei Frauen-Mannschaften vom TV Eintracht Vogelsang, die fünf Frauen-Teams von RE Schwelm, die Frauen des Schwelmer SC sowie die Herren-Spielgemeinschaft von Vogelsang-Berchum.

18.13 Uhr: SC Obersprockhövel sagt alle Spiele vorläufig ab

Der SC Obersprockhövel hat alle Spiele der Fußball-Senioren für das Wochenende abgesetzt. Als Vorsichtsmaßnahme. Das betrifft auch die Partie der Kreisliga-Reserve gegen RW Rüggeberg. Denn zwei Vereinsmitglieder wurden laut dem SCO-Vorsitzenden Detlef Westerhoff positiv auf das Coronavirus getestet. Westerhoff betonte aber: „Beide hatten keinen Kontakt zu anderen Vereinsmitgliedern. Einer ist nicht mal in Deutschland, der andere hat sich sofort nach seinem Skiurlaub testen lassen und ist seitdem in Quarantäne.“ Das Gesundheitsamt bestätigte einen Fall und, dass der 66-Jährige in Quarantäne ist.

17.50 Uhr: Gottesdienst in Martin-Luther-Kirche fällt am Sonntag aus.

Da der am Wochenende in Altenvoerde geplante Gospel-Workshop auf Grund der allgemeinen gesundheitlichen Schutzmaßnahmen nicht stattfindet, wird auch der Gottesdienst am 15. März in der Martin-Luther-Kirche ausfallen. Die Gemeinde wird herzlich in die Gottesdienste in der Kreuzkirche Oberbauer (Beginn: 9.30 Uhr) oder in die Johanneskirche nach Voerde (Beginn 11.00 Uhr) eingeladen

17.29 Uhr: Kein Basketball, Verband sagt alle Spiele bis auf Weiteres ab

Die Playoff-Eröffnung durch die EN Baskets Schwelm ist abgesetzt, der Westdeutsche Basketball Verband (WBV) hat jetzt nachgezogen: In enger Abstimmung mit den Gesundheitsbörden, dem DBB und den anderen Landesverbänden hat er sich dazu entschlossen, den Spielbetrieb ab sofort bis auf Weiteres auszusetzen. Der WBV möchte damit seinen Beitrag dazu leisten, dass die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt wird. Ob es gelingen wird, den Spielbetrieb nach Ostern wieder aufnehmen zu können, ist heute noch nicht abzuschätzen.

17:24 Uhr: Handball-Jugend beendet komplett Spielbetrieb 2019/2020

Der Spielbetrieb der Handballjugend wird komplett eingestellt. Also: Die Saison 2019/2020 ist beendet. Ferner teilt der Verband mit, dass im Bereich der Talentförderung alle Trainingsmaßnahmen, Sitzungen, Besprechung und Veranstaltungen ab sofort ausgesetzt sind. Gleiches gilt auch im Bereich der Schiedsrichter: keine Fortbildungen, keine Weiterbildung. Der Handballverband Westfalen empfiehlt den Trainingsbetrieb vorerst einzustellen.

17.21 Uhr: Kein Handball bis zum 19. April

Im westfälischen Bereich wird es keine Handballspiele geben. Bis zum 19. April – das ist der letzte Sonntag der Osterferien, wird der Spielbetrieb komplett ausgesetzt. Betroffen sind die Verbandsligisten HSG Gevelsberg-Silschede und RE Schwelm, der Landesligisten TG Voerde, die Bezirksligisten HSG Gevelsberg-Silschede II und CVJM Gevelsberg sowie der Frauen-Landesligist HSG Gevelsberg-Silschede und die weiteren Teams auf Bezirks- und Kreisebene.

15.55 Uhr: Fußballkreis sagt alle Jugendspiele ab

Mittlerweile ist der Coronavirus auch im hiesigen Fußballkreis Hagen/Ennepe-Ruhr angekommen. Da es bereits in einigen Vereinen zu Verdachtsfällen gekommen ist und die Verunsicherung sehr hoch ist, hat der Kreisjugendausschuss um den Vorsitzenden Michael van Osten (FC Silschede) beschlossen: Alle Jugendspiele auf Kreisebene werden bis zu den Osterferien abgesetzt. Ebenso werden Turniere und Freundschaftsspiele nicht genehmigt. Diese Absetzung gilt nur für Spiele der Junioren und Juniorinnen auf Kreisebene. Die Vereine werden rechtzeitig über die Nachholtermine informiert.

15.05 Uhr: Der Ennepe-Ruhr-Kreis richtet ein zweites Abstrichmobil ein

Damit Patienten zeitnah zuhause auf das Corona-Virus getestet werden können, schickt der Ennepe-Ruhr-Kreis ein zweites Fahrzeug für die mobile Diagnostik an den Start: Ab dem heutigen Donnerstag fahren Mitarbeiter von Hilfsorganisationen im Auftrag der Kreisverwaltung parallel zwei Routen im Kreisgebiet ab. Sie statten Menschen mit begründetem Verdacht auf eine Corona-Infektion mit dem nötigen Material aus, damit diese selbst einen Abstrich vornehmen können. Die Proben werden gesammelt und anschließend direkt zur Analyse ins Labor gefahren.

Bereits seit Dienstag setzt der Ennepe-Ruhr-Kreis auf die mobile Diagnostik. „Unser Ziel ist, Arztpraxen und Krankenhäuser zu entlasten und gleichzeitig das Infektionsrisiko für weitere Personen zu minimieren“, erklärt Michael Schäfer, Leiter des Krisenstabs. Nachdem am Dienstag und Mittwoch jeweils 13 Proben eingesammelt wurden, stehen für Donnerstag 23 Namen an 19 Adressen auf der Liste. „Es war zu erwarten, dass die Zahl der begründeten Verdachtsfälle steigt“, so Schäfer. „Deshalb haben wir gleich zwei ehemalige Notarzteinsatzfahrzeuge für die mobile Diagnostik bereitgestellt. Jetzt ist es soweit, dass wir das zweite Auto brauchen.“

Das Vorgehen hat sich in den ersten Tagen bewährt: „Alle Patienten waren gut vorbereitet und haben den Abstrich problemlos selbst durchführen können“, berichtet Amtsärztin Silke Gernebrodt, die die Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes bei ihrer ersten Tour am Dienstag begleitet hat. Denn die Betroffenen werden vorab telefonisch informiert, wie die mobile Diagnostik abläuft und an welchem Tag sie mit dem Besuch rechnen können.

Klingelt es dann an ihrer Tür, so ist der Ablauf immer derselbe: Der Mitarbeiter der Hilfsorganisation zieht Einmalhandschuhe an und legt ein Merkblatt sowie das Teströhrchen vor die geschlossene Wohnungstür. Dann geht er ein Stück zurück, um ein Infektionsrisiko für sich selbst auszuschließen. Der Patient öffnet die Tür, nimmt das Material entgegen und wird von dem Mitarbeiter noch einmal über das genaue Prozedere informiert. Er nimmt den Abstrich aus seinem Rachen, legt das verschlossene Röhrchen vor seiner Wohnung ab und schließt die Türe. Der Mitarbeiter nimmt die Probe auf, verpackt sie und desinfiziert die Verpackung. Die Desinfektionstücher und die Einmalhandschuhe werden in einem Müllsack entsorgt, dann geht es weiter zum nächsten Patienten.

Wer auf die Liste der mobilen Diagnostik kommt, also zuhause auf das Virus getestet wird, entscheiden Ärzte: Bewohner der neun kreisangehörigen Städte können sich an das Bürgertelefon unter der Rufnummer 02333/4031449 wenden, wenn sie befürchten, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben. Am Telefon werden ihnen Fragen zu Symptomen gestellt und es wird geklärt, ob es Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall gab oder sich der Betroffene in einem Risikogebiet oder einer Region mit einer Häufung von Infektionen aufgehalten hat.

Besteht nach diesem Telefonat weiterhin Verdacht auf eine Corona-Infektion, meldet sich kurz darauf ein Arzt bei dem Patienten. Der Mediziner beantwortet die Fragen des Betroffenen und entscheidet, ob es sich tatsächlich um einen begründeten Verdachtsfall nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts handelt, also ein Abstrich genommen werden muss. In diesem Fall wird die Adresse des Patienten an den Krisenstab weitergegeben. Dieser plant die Route für die Hausbesuche.

14.48 Uhr: AWo sagt ihren Fachtag ab

Der AWo-Fachtag, der am 18. März zum Theman „Schutzkonzept“ (für Kinder und Jugendliche /Leitlinien und Prinzipien des Kinderschutzes vor Gewalt) geplant war, entfällt.

12.58 Uhr: Schwelmer Schule bleibt nach begründetem Verdachtsfall geschlossen

Wie bereits in den letzten Tagen stehen die Telefone im Gesundheitsamt sowie in vielen anderen Sachgebieten der Kreisverwaltung nicht still. Corona bestimmt mehr und mehr den Arbeitsalltag vieler Beschäftigter im Schwelmer Kreishaus. Heute Vormittag standen dabei drei Grundschulen im Fokus: Die Grundschule Nordstadt in Schwelm sowie die Grundschulen Rüdinghausen und Pferdebachschule in Witten.



Da ein Kind, das die Grundschule Nordstadt besucht, seit heute als begründeter Verdachtsfall gilt, gestern aber noch am Unterricht teilgenommen hat, wird die Schule zunächst bis zum Wochenende geschlossen bleiben. Wie es anschließend weitergeht, hängt vor allem vom Testergebnis des Verdachtsfalls ab.


Besondere Herausforderung am Donnerstag: Die Entscheidung, die Schule zu schließen, fiel nach Unterrichtsbeginn und es galt zu klären, welche Kinder frühzeitiger als üblich wieder von ihren Eltern betreut werden können und welche nicht. Letztere wurden selbstverständlich nicht nach Hause geschickt.


Die Grundschule Rüdinghausen blieb heute Morgen aufgrund einer vorsorglichen Entscheidung der Schulleitung geschlossen. Anlass dafür war die dort vorliegende Information, dass ein Freund eines Kindsvaters Kontakt zu einem Coronapatienten hatte. Da dieser Sachverhalt eine Schließung allerdings nicht nötig macht, wird die Schule morgen wieder öffnen.



An der Pferdebachschule, an der auch heute Unterricht stattfindet, ist der Sachverhalt ein anderer, die Entscheidung aber identisch. Dort ist der Vater einer Schülerin Kontaktperson eines Erkrankten gewesen. Der Vater ist Stand heute gesund, damit gilt seine Tochter als Kontaktperson eines Gesunden. Der Vater hält sich zuhause getrennt von der Familie auf und wird täglich vom Gesundheitsamt angerufen. Sollten sich bei ihm Symptome zeigen, müsste die Tochter vorsorglich zuhause bleiben.

Den Verantwortlichen im Kreishaus ist bewusst, wie verunsichert viele Bürger und insbesondere auch Eltern aufgrund der derzeitigen Lage sind. Als Maßstab für ihre Entscheidungen unter anderem bei der Frage, ob Schulen zu schließen sind oder Quarantäne angeordnet werden muss oder soll, nutzen sie die Vorgaben und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

An die Bevölkerung appellieren sie zum einen, grundlegende hygienische Verhaltensregeln zu beachten. Zum anderen könnten Übertragungsketten nur unterbrochen oder verlangsamt werden, wenn jeder Einzelne sich sehr verantwortungsbewusst verhalte und sich immer wieder die Frage stelle, ob sein Verhalten geeignet ist, dem Virus das Verbreiten zu erschweren.

12.44 Uhr: Gevelsberger Trödelmarkt ist abgesagt

Der geplante Trödelmarkt im Gevelsberger Zentrum für Kirche und Kultur am kommenden Samstag, 14. März, wird verschoben. Der neue Termin ist voraussichtlich der 19. September. Zahlreiche Bedenken teilnehmender Trödlerinnen und Trödler, aber auch unserer ehrenamtlicher Helfer sowie die Sorge um die Gesundheit der Teilnehmer und Besucher haben uns dazu bewogen, den Trödelmarkt abzusagen. Bereits gezahlte Standmieten werden auf den neuen Termin übertragen oder auch Wunsch auch ausgezahlt.

11.58 Uhr: Playoff-Spiel der EN Baskets Schwelm am Samstag fällt aus

Am Samstag, 14. März, sollte der Basketball-ProB-Ligist aus Schwelm die erste Playoff-Runde mit dem Heimspiel gegen Ulm beginnen. Die Verantwortliche hatten alles dafür getan, um das Spiel stattfinden zu lassen – mit Auflagen; unter anderem mit unter tausend Beteiligten in der 1500 Menschen fassenden Dreifeldhalle.

Doch am späten Mittwochabend hat der Verband – genauer: die 2. Basketball-Bundesliga GmbH – die kompletten Spieltage der ProA (hier ist u.a. Phoenix Hagen betroffen) und der ProB (mit den EN Baskets Schwelm) abgesagt. Die Liga wird sich mit den Vereinen in der kommenden Woche in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über den weiteren Saisonverlauf beraten und abstimmen.

10.32 Uhr: Schauspieler Michael Fitz kommt nicht nach Gevelsberg, kein Ersatztermin

Die für Samstag, 14. März, vorgesehene Veranstaltung mit Michael Fitz im Bürgerhaus „Alte Johanneskirche“ in Gevelsberg wurde von Seiten der Künstleragentur abgesagt.

Da zurzeit kein Ersatztermin genannt werden kann, können alle bereits erworbenen Eintrittskarten gegen Gelderstattung im Bürgerhaus „Alte Johanneskirche“ in der Uferstraße 3 zurückgegeben werden. Terminvereinbarung zur Rückgabe bitte telefonisch unter Tel. 02332/662691 bei Anja Steller oder 02332/6649892 bei Anette Figge-Kinner. Die Künstleragentur, Michael Fitz und das Team vom Bürgerhaus bitten um Verständnis.

10.02 Uhr: Verschönerungsverein Gevelsberg sagt Cocktailparty ab

Der Verschönerungsverein Gevelsberg verschiebt seine Cocktailparty auf Zeiten, „in denen Kommunikation wieder groß geschrieben werden kann“, wie der Verein mitteilt. Die Veranstaltung war für Samstag, 28. März, geplant. „Wir bedauern die Absage, doch ist sie der Vernunft geschuldet“, schreibt die Vorsitzende Kirsten Niesler.

9 Uhr: Wanderausstellung im Kreishaus Schwelm fällt aus:

Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung Ennepe-Ruhr-Kreis sagt die Wanderausstellung „Das Persönliche Budget“, die vom 17. bis 19. März im Kreishaus in Schwelm stattgefunden hätte, ab. Auch der geplante Vortrag zum Thema „Raus von zu Haus-Rein ins Heim? Das muss nicht sein! Unterstützung und Hilfen organisieren mit dem Persönlichen Budget“ am Mittwoch, 18. März, fällt aus.

„Da sich unsere Ausstellung an besonders schutzwürdige Menschen richtet, sehen wir es als unsere Verantwortung an, diese Menschen keinem zusätzlichen Risiko auszusetzen. Die Veranstaltung wollen wir zu einem späteren Zeitpunkt nachholen“, teilen die Veranstalter mit.

Donnerstag, 12. März

22.20 Uhr: Filmvorführungen in Ennepetal abgesagt

Die Filmvorführungen der evangelischen Kirchengemeinde Voerde am Samstag, 14. März um 15.30 Uhr und um 19 Uhr in der Kreuzkirche in Oberbauer finden aufgrund der Empfehlung der evangelischen Kirche von Westfalen bezüglich Corona nicht statt.

19.30 Uhr: Vier bestätigte Corona-Fälle in Wuppertal:

Auch in der Nachbarstadt Wuppertal gibt es seit Mittwoch, 11. März, drei bestätigte Fäll einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2. Vorausgegangen war ein bestätigter Fall in einem benachbarten Kreis. Ein Wuppertaler wurde als Kontaktperson dieses bestätigten Falles vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt und sein Befinden laufend durch das Gesundheitsamt abgefragt. Nachdem er von Erkältungssymptomen berichtete, wurde er als Verdachtsperson getestet.

Der Patient befindet sich weiter zuhause. Es geht ihm abgesehen von den Erkältungssymptomen gut. Das Gesundheitsamt arbeitet zurzeit an der Feststellung möglicher Kontaktpersonen. Auch die drei weiteren Fälle befanden sich bereits vor der Verifizierung in Quarantäne.

17.48 Uhr Ennepe-Ruhr-Kreis: Wittenerin mit Coronavirus infiziert

Für den Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es seit Mittwoch, 11. März, einen weiteren bestätigten Coronafall. Betroffen ist eine Wittenerin. Festgestellt wurde die Infektion nachdem die 25-jährige aus dem Skiurlaub in Ischgl zu ihren Eltern in Mönchengladbach zurückgekehrt war. Dort hält sie sich auch noch auf, in Witten ist sie nach ihrem Urlaub noch nicht wieder gewesen, die Rückkehr in den Ennepe-Ruhr-Kreis erfolgt erst nach ihrer Gesundung. Die Zahl der begründeten Verdachtsfälle ist im Laufe des Tages von 22 auf 26 gestiegen. Testergebnisse zu diesen Fällen liegen der Kreisverwaltung nach wie vor nicht vor.

17.24 Uhr: Gevelsberger Ü30-Party ist abgesagt.

Sah am Montag noch alles danach aus, dass die Taubenväter ihre Ü30-Party wie geplant durchziehen, hat sich die Situation zwei Tage später grundlegend geändert. Um 10.20 Uhr versandte Stefan Biederbick an die Mitglieder des Vereins „Menschen helfen Menschen“ die Nachricht, dass die Benefizveranstaltung, die am kommenden Samstag, 14. März, in der Aula Alte Geer stattfinden sollte, abgesagt ist.

Grund: Die Ausbreitung des Coronavirus’. Biederbick, der die Feier, auf der Jahr für Jahr Geld für den guten Zweck gesammelt wird, maßgeblich organisiert, betont, wie schwer er sich mit diesem Schritt getan hätte.

„Aber das Risiko ist zu groß. Wir wollen unsere Gäste nicht einer möglichen Ansteckungsgefahr aussetzen“, sagt er. Die Party hätte zwar problemlos stattfinden können, weil selbst bei ausverkauftem Haus deutlich weniger als 1000 Menschen in der Aula gewesen wären, „allerdings sind alle Gäste dort auf sehr engem Raum“, betont Stefan Biederbick. Es wäre ein schlechtes Signal, die Feier bei der aktuellen Gefährdungslage durchzuführen. Ein Nachholtermin für die Feier soll im Herbst stattfinden. Die Karten behalten ihre Gültigkeit. Wer sie jedoch zurückgeben will, bekommt das Geld erstattet.

16.43 Uhr Ennepe-Ruhr-Kreis: Betrieb der Atemschutzübungsstrecke in Gevelsberg wird eingestellt

Die Kreisverwaltung wird die vom Infektionsschutzgesetz geforderte Belehrung, die Menschen benötigen, die mit Lebensmitteln umgehen, mindestens bis zum Beginn der Osterferien am Montag, 6. April nicht mehr anbieten. Grund: Die dafür verantwortlichen Mitarbeiter des Fachbereiches Soziales und Gesundheit sind in das Abarbeiten der aktuellen Corona Lage eingebunden. Von der Entscheidung betroffen sind die Veranstaltungen, die wöchentlich mittwochs im Schwelmer Kreishaus und donnerstags in der Wittener Nebenstelle der Kreisverwaltung stattfinden.

Ebenfalls abgesagt hat der Ennepe-Ruhr-Kreis seine Beteiligung am diesjährigen Girls- and Boys- Day sowie am Berufserkundungstag. Zudem wird es bis zum Ende der Osterferien keine Ausbildungen, die für die Feuerwehren an der Kreisfeuerwehrzentrale und an externen Standorten geplant waren, geben. Auch der Betrieb der Atemschutzübungsstrecke in Gevelsberg wird eingestellt. Auf diese Weise will Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm dazu beitragen, die Einsatzkräfte der Wehren vor einer möglichen Infektion mit Corona zu schützen.

16.30 Uhr Gevelsberg: Gevelsberger Frühling abgesagt

Der „Gevelsberger Frühling“ am kommenden Sonntag, 14. März, wird abgesagt. Das teilen der Stadtmarketingverein Pro City und die Stadt Gevelsberg mit. Da der „Gevelsberger Frühling“ viele Einzelevents beinhalte, müsse man mit einer Besucherzahl von mehr aus 1000 ausgehen, erklärte Bürgermeister Claus Jacobi. „Die Gesundheit hat Vorrang“, macht er deutlich. Ob es einen Nachholtermin gibt, war am Mittwoch noch unklar.

12.37 Uhr Schwelm: Song Contest abgesagt

Die Stadt Schwelm teilt mit: Wegen der Möglichkeit einer allgemeinen Ausbreitung des Corona-Virus wird der für den 14. März im Schwelmer Jugendzentrum geplante „Song Contest“ nicht stattfinden. Das haben die Veranstalter in Absprache mit der Stadt Schwelm aktuell beschlossen. Der „Song Contest“ soll auf jeden Fall zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Mittwoch, 11. März 2020

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