Fest zum Empfang am Marktplatz

Tour der Hoffnung rollt zum dritten Mal nach Ennepetal

Michael Eckhardt, Klaus-Peter Thaler, Imke Heymann und Hans-Peter Bazzanella werben für die Tour der Hoffnung. Wenn das Fahrerfeld am Samstag nach Ennepetal kommt, wird es festlich empfangen

Michael Eckhardt, Klaus-Peter Thaler, Imke Heymann und Hans-Peter Bazzanella werben für die Tour der Hoffnung. Wenn das Fahrerfeld am Samstag nach Ennepetal kommt, wird es festlich empfangen

Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.  Zum dritten Mal nach 1999 und 2009 macht die Tour der Hoffnung zugunsten krebskranker Kinder am kommenden Samstag Station in Ennepetal.

Wenn Ennepetal einen runden Geburtstag feiert, dann rollt die „Tour der Hoffnung“ an. Das war 1999 und 2009 so – und in diesem Jahr, zum 70-jährigen Bestehen der Stadt, wird die traditionelle Radrundfahrt, mit der Geld für krebskranke Kinder gesammelt wird, wieder einen Stopp in Ennepetal einlegen. Bürgermeisterin Imke Heymann wünscht sich, dass viele Bürgerinnen und Bürger am Samstag, 17. August, dabei sind, wenn das 200-köpfige Fahrerfeld mit zahlreichen Prominenten in der Innenstadt im Rahmen eines Festes empfangen wird. Zu Gast sein wird zudem Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung. Und Ex-Reck-Weltmeister Eberhard Gienger wird mit dem Fallschirm in Milspe landen.

Unter anderem werden Fußball-Weltmeisterin Nia Künzer, Fußballtrainer und Ex-Profi Felix Magath, Boxweltmeister Henry Maske, Beachvolleyball-Olympiasieger Jonas Reckermann, DDR-Radsportlegende Gustav Adolf „Täve“ Schur (fährt mit 88 Jahren noch die komplette Tour mit), Zehnkämpfer Guido Kratschmer, Ringer Alexander Leipold, Handballer Christian Schwarzer und Ex-Fußballprofi Jupp Kapellmann mit dem Rad auf den Marktplatz in Milspe rollen. Dabei sind natürlich auch Biathlon-Weltmeisterin- und Staffel-Olympiasiegerin Petra Behle, die Schirmherrin der Tour der Hoffnung ist, sowie Rad-Weltmeister Klaus-Peter Thaler. Der Gevelsberger führt seit der ersten Rundfahrt 1983 das Fahrerfeld in jedem Jahr als Kapitän an.

Ankunft um 10.30 Uhr

Für 10.30 Uhr ist die Ankunft der Tour auf dem Marktplatz geplant. Bereits um 9.45 Uhr wird das Drumcorps „Sound of Sauerland“ aus Iserlohn auf das Fahrerfeld einstimmen. Um 10 Uhr werden Moderator Jan Schulte und die Bürgermeisterin die Besucher begrüßen und um 10.15 Uhr Ministerin Ina Scharrenbach in Empfang nehmen. Wenn die Fahrer ankommen, übernimmt Marina Kielmann, ehemalige deutsche Top-Eiskunstläuferin, die Anmoderation. Es werden die prominenten Tour-Teilnehmer vorgestellt, das Tourlied gesungen und Eberhard Gienger wird auf der Ecke Marktstraße/Voerder Straße mit dem Fallschirm landen. Nicht zuletzt will die Bürgermeisterin auf der Bühne einen dicken Scheck für die gute Sache überreichen. Nach gut einer halben Stunde wird das Fahrerfeld dann wieder verabschiedet.

Die Party in Ennepetal geht dann aber noch weiter. „Wir haben etwas für die ganze Familie auf die Beine gestellt“, erklärt Felix Ronge von der Kluterthöhle und Freizeit GmbH & Co. KG. Nach einem erneuten Auftritt von „Sound of Sauerland“ wird die Band „Party-Inferno“ bis 16 Uhr Livemusik bieten. „Es wird Info-Stände geben, an denen sich verschiedene Vereine präsentieren“, so Ronge. Speisen und Getränke werden angeboten. Für Kinder stehen eine Hüpfburg und das Spielmobil bereit, zudem gibt es selbst gemachte Limonade und Fruchtspieße.

Die Aktiven des Henri Thaler Vereins werden Waffeln anbieten. Der Verein, der krebskranke Kinder und Jugendliche und deren Familien unterstützt, wird seit vielen Jahren aus dem Spendenaufkommen der Tour der Hoffnung unterstützt. In diesem Jahr feiert der Verein sein 30-jähriges Bestehen.

„Ich wünsche mir natürlich, dass viel Geld rüberkommt“, sagt Imke Heymann. Die heimischen Tour-Teilnehmer Hans-Peter Bazzanella und Ehrenbürgermeister Michael Eckhardt haben über Monate wieder bei Unternehmen und Privatpersonen Spenden eingeworben. Darüber hinaus hat sich Imke Heymann an Firmen gewandt, damit in diesem Jahr in Ennepetal besonders viel zusammenkommt. „Wir sind sehr froh über die Spendenfreudigkeit der heimischen Unternehmen“, betont Klaus-Peter Thaler. Aber auch viele Privatpersonen leisten Beiträge. Nicht zuletzt werden am Samstag auf dem Marktplatz auch Spendenboxen herumgehen.

„200 Radfahrer, drei Busse, zwei Lkw, 35 Helfer, zwölf Pkw – das ist die Tour der Hoffnung“, erklärt Hans-Peter Bazzanella, der bereits neunmal mitfuhr und als Allianz-Generalvertreter den Versicherungskonzern als Großsponsor ins Boot holte. Man fahre durch Deutschland und sammle Spenden für krebskranke Kinder. Um möglichst viel zusammenzubekommen – 2018 waren es 2,3 Millionen Euro – sei persönlicher Einsatz das gesamte Jahr über notwendig.

1983 ins Leben gerufen

„Wir fahren für einen guten Zweck und haben unterwegs viel Spaß“, betont Michael Eckhardt, der schon zehn Touren auf dem Buckel hat. Ernst werde es aber auch, nämlich dann, wenn man Kliniken besuche und mit Betroffenen konfrontiert werde. Die Spenden würden zu 100 Prozent dem guten Zweck zugute kommen, betonen die Tour-Teilnehmer. Für alle Kosten drum herum kämen Sponsoren auf.

Die Tour der Hoffnung war 1983 von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Fritz Lampert in Gießen ins Leben gerufen worden. Lampert begleitet die Rundfahrt übrigens immer noch. Bis heute ist es das Ziel, Geld für die Forschung zu Krebs und Leukämie bei Kindern sowie zur Unterstützung Betroffener zu sammeln.

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