Aktion

Tour der Hoffnung: Super-Empfang in Ennepetal und Gevelsberg

„Ennepetal ist die Hauptstadt der Tour“: Volle Hütte auf dem Marktplatz bei der Ankunft des Fahrerlagers

„Ennepetal ist die Hauptstadt der Tour“: Volle Hütte auf dem Marktplatz bei der Ankunft des Fahrerlagers

Foto: Jens Pommerenke

Ennepetal/Gevelsberg.  Rund 1200 Menschen in Ennepetal und Gevelsberg bereiten der Tour der Hoffnung einen grandiosen Empfang.

Erst waren Blaulichter zu sehen. Polizei auf Krädern und in Wagen. Dann waren sie auch schon da. Mehr als 200 Frauen und Männer auf Rennrädern mit Promi-Status aus Sport und Politik. Die Tour der Hoffnung war angekommen. Sowohl auf dem Milsper Marktplatz in Ennepetal als auch auf dem Butera-Platz in Gevelsberg brandete Beifall auf für die Sportler, die diesmal von Hagen über Voerde nach Milspe radelten, vorneweg Kapitän Klaus-Peter Thaler. Als das Fahrerfeld nach dem Halt in Ennepetal weiter nach Gevelsberg fuhr, reihte sich am Kruiner Tunnel Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi als Fahrer ein. In einer Reihe mit Ex-Weltmeister Thaler und dem ehemaligen Landrat Dr. Armin Brux rauschten sie als erste über die „Ziellinie“ am Butera-Platz.

Stopp in Milspe

Nun der Reihe nach: Als die „Tour“ den Milsper Marktplatz erreichte und die Räder abgestellt waren, wurden die Teilnehmer mit Klängen des Drum-Corps „Sound of Sauerland“ empfangen. Mittlerweile war auch das Regenwasser von Bänken und Tischen beseitigt, die Menschen kamen und freuten sich über den hohen Promi-Faktor.

Ministerin auch mit dabei

Dazu zählte auch der Besuch der NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach. Bürgermeisterin Imke Heymann hatte die Ministerin bei einem Termin in Düsseldorf kennengelernt. Man schätzt sich. Imke Heymann lud die Ministerin ein, die auch sofort zusagte.

Ina Scharrenbach trug sich wie auch alle Tour-Teilnehmer vor viel Publikum in das Goldene Buch der Stadt ein. Sie beglückwünschte schriftlich die Bürger Ennepetals für das große ehrenamtliche Engagement. „Ist eine Ministerin für Heimat so eine Art Schützenfest-Ministerin?“. Diese Frage stellte ganz locker Moderator Jan Schulte. Mit einem Lächeln kam die Antwort: „Wir arbeiten für die Städte und ihre Bürger, in vielen Bereichen.“ Thema beendet. Ennepetal ist zum Beispiel mit der Hilfe der Ministerin als eine der Modellstädte für die Digitalisierung von Baugenehmigungen ernannt worden.

Promis auf der Bühne

Politik bei Seite: Die ehemalige deutsche Top-Eiskunstläuferin Marina Kielmann holte auf die Bühne: Birgit Lennartz (13 fache Marathon-Meisterin), Jupp Kapellmann (FußballWeltmeister 1974), Prof. Dr. Klaus Steinbach (Olympia-Sieger Schwimmen), Nicole Wingenfeld (Weltmeisterin im Rudern, Doppelvierer) und den Fußballtrainer sowie Ex-Profi Felix Magath. Wie später auch in Gevelsberg stand der 88-jährge Tour-Teilnehmer Gustav-Adolf „Täve“ Schur, die DDR-Radsportlegende, im Mittelpunkt.

Aber auch die Stadt Ennepetal wurde von den Organisatoren der Tour hoch bewertet. Reinhard Schargitz, der die Autoverlosung organisiert und auch Spenden für krebskranke Kinder vor Ort einsammelt, rief von der Bühne: „Ennepetal ist die Hauptstadt der Tour“. Er erinnerte an das Engagement von Ehrenbürgermeister Michael Eckhardt und Hans-Peter Bazzanella.

Geld, das hilft

Im Lauf des Stopps wurde Bürgermeisterin Imke Heymann ausgezeichnet mit dem Tour-Trikot. Alle Teilnehmer hatten sich darauf verewigt. Der Henri-Thaler-Verein wiederum lud alle Teilnehmer zum Waffelessen ein, denn immer, wenn der Verein ein Jubiläumsjahr hat, macht die Tour der Hoffnung auch Station in Ennepetal. 30 Jahre alt ist er nun. So kam die Tour der Hoffnung vor zehn und vor 20 Jahren nach Ennepetal. Genau 68 949 Euro wurden in Ennepetal insgesamt für krebskranke Kinder gespendet.

Aufgelistet: Uwe Volkmer Volkmer, Vorstand der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld, überreichte 7000 Euro, Karl Raab für die Rotarier 9000 Euro. Ennepetals Bürgermeisterin übergab reinen Scheck in Höhe 51949 Euro, gespendet von Bürgern. Diese Summe ist etwas gerundet, weil die symbolträchtige Zahl 1949 vorkommen sollte. 1949, also vor 70 Jahren, wurde die Stadt Ennepetal gegründet.

Stimmungspegel ist hoch

Wie in Gevelsberg auch, gab es Laola-Wellen für Spender, eine Polonaise zog über die Festmeile und der Stimmungspegel war hoch. Dazu trug auch die Tour-Sängerin Jessica Kessler bei. Melancholisch wurde es beim Tourlied, als alle sangen: „Wenn Kinder lachen, geht die Sonne auf.“ Als das Fahrerfeld wieder strampelte, da wurde in Ennepetal noch gefeiert mit der Gruppe „Party-Inferno“. Bürgermeisterin Imke Heymann kommentierte: „Ein gigantisches Fest!“. Florian Englert, der Geschäftsführer der veranstaltenden Kluterthöhle- und Freizeit GmbH, war mehr als zufrieden. „Fast 600 Besucher waren da“, schätzt er.

600 Zuschauer in Gevelsberg

Auch Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi strahlte und dankte den Mitarbeitern der Stadt Ebenso ungefähr 600 Besucher waren gekommen. „Die Helfer auf vier Pfoten“ vom Schutz- und Polizeiverein unter Leitung von Heike Schmidt zeigten zuerst ihre Künste. Wer hat schon einen Hund erlebt, der die „Kleine Nachtmusik“ spielt? Zum Vorprogramm gehörten auch die Aufritte der Spielleute-Vereinigung Gevelsberg.

Nicht so reich, aber sexy

Aber als die Radfahrer den Butera-Platz beherrschten, da wurde geklatscht, mitgesungen. Klaus-Peter Thaler und dessen Frau Jutta wurden gefeiert. Claus Jacobi, auf der Bühne noch im Tour-Trikot, ließ die Spender aus Gevelsberg hochleben.

17 000 Euro übergab der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Gevelsberg-Wetter, Thomas Biermann. Detlef Leweringhaus, Vizepräsident des Golfclubs Berge, übergab einen Scheck in Höhe von 6288, 80 Euro, einen 1000-Euro-Scheck übergab Klaus Bärenfänger für die „Taubenväter“, 1000 Euro der sportliche Gevelsberger Arzt Dr. Janusz Piatkowski (ebenfalls Tour-Teilnehmer).

Wolfgang Steudtner (Assistant Govenor bei den Rotariern) übergab für den Club Gevelsberg-Engelbert ebenfalls 1000 Euro. Und Bürgermeister Jacobi, der wusste, dass in Ennepetal mehr an Spenden zusammenkam, kommentierte von der Bühne: „Ennepetal ist reicher, aber Gevelsberg ist sexy!“ Da kam noch einmal Stimmung auf.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben