Mehr Attraktivität

Treffpunkt für die Jugend im Gevelsberger Stadtteil Berge

Der alte Bolzplatz Im Langenrode soll zum Treffpunkt für die Jugendlichen in Berge werden. Anfang des kommenden Jahres starten die Rodungsarbeiten. Im Sommer soll er bereits fertig sein.

Foto: Klaus Bröking

Der alte Bolzplatz Im Langenrode soll zum Treffpunkt für die Jugendlichen in Berge werden. Anfang des kommenden Jahres starten die Rodungsarbeiten. Im Sommer soll er bereits fertig sein. Foto: Klaus Bröking

Gevelsberg.   Die Politiker kamen - die Jugendlichen blieben weg. Der Bolzplatz Im Langenrode soll trotzdem schon im kommenden Sommer ein Schmuckstück sein.

Hoffentlich weckt der Bolzplatz in Berge nach seiner Neugestaltung mehr Interesse als bei der Vorstellung der Pläne für ihn. Die Zahl der jungen Bürger im Nachbarschaftstreff war – seien wir mal vorsichtig – überschaubar ,als das Ingenieurbüro Vennegeerts seine Ideen vorstellte, den Gevelsberger Stadtteil für junge Menschen ein Stück attraktiver zu machen.

Da nutzen keine Wurfsendungen

„Es ist schwierig, Jugendliche für solche Planungen zu gewinnen“, sagt Björn Remer, zuständiger Fachbereichsleiter im Gevelsberger Rathaus. Da nutzen auch keine Aufrufe in der Zeitung oder Wurfsendungen in den Briefkästen. Dabei werden hier keine Luftschlösser gebaut. Was Herbert Vennegeerts und sein Sohn Stefan aufs Papier gebracht haben, wird im kommenden Sommer so oder so ähnlich Realität sein.

Immerhin ein Profi hat den Weg in den Nachbarschaftstreff gefunden. Nicolas Weber ist 21 Jahre jung, sportlich auf dem Bolzplatz Im Langenrode, um den es geht, groß geworden und studiert Architektur in Wuppertal. „Ich habe im letzten Jahr dort noch gespielt“, sagt der Berger. „Es ist nicht schwer, den Platz aufzuwerten“, meint Weber in Anspielung auf den jetzigen Zustand. Was er auf den Plänen sieht, das gefällt dem 21-Jährigen.

Kunststoffbelag geplant

Die Asche wird durch einen Kunststoffbelag ersetzt. Nur, wenn einer auf die Idee kommt, dort ein Feuerchen anzuzünden, ist der Spaß vorbei. Wenn dann noch Fahrradfahrer von der Fläche fern gehalten werden können, dann wird sie 15 Jahre halten.

„Die Jugendlichen müssen sich damit identifizieren, um Vandalismus zu vermeiden“, meint Klaus-Günter Bärenfänger, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat. Er war genauso zu der Bürgerversammlung gekommen wie die Ratsmitglieder Alba Mazzotta Tiranno (SPD) und Marc Bogenschneider (CDU). Das Interesse der Politik, mit den jungen Bürgern ins Gespräch zu kommen, war also vorhanden.

Holzhütte als Treffpunkt

Für das Herdecker Ingenieurbüro soll der Bolzplatz aber nicht nur der sportlichen Ertüchtigung dienen. Die Holzhütte auf dem Gelände möchten sie als Treffpunkt am liebsten im Rahmen eines Jugendprojekts attraktiver machen, wenn der Nachwuchs Interesse zeige. Man würde auch nicht böse sein, wenn die Technischen Betriebe die eine oder andere leere Flasche aufsammeln müsse, Der Platz sei so abgelegen, dass es auch ab und zu etwas lauter zugehen dürfe. Eine Chill-Area mit Hängematte und Lümmelbänke wird es geben.

Sportlich wird der Platz für Fußball und Handball markiert. Daneben bekommt ein bereits vorhandener Basketball-Korb den selben die Gelenke schonenden Untergrund als Spielfläche wie das größere Feld. Turngeräte, die den Besuch in einem Fitness-Center überflüssig machen, sollen weitere sportliche Menschen anlocken.

Und damit der Bolzplatz nicht wie bisher im Wald verschwindet, werden zuerst einmal rund 40 Bäume fallen müssen. Meist Eschen, wie die Fachleute versichern, die keinen großen Beitrag mehr für die Natur leisten.

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