Technik

Tüftler übergibt funktionierende Spindelpresse

von links Landrat Dr. Arnim Brux, Friedrich Wilhelm Schlottmann, Manfred Flüshöh und Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen vor dem neuen Ausstellungsstück, eine funktionierende Spindelpresse.

von links Landrat Dr. Arnim Brux, Friedrich Wilhelm Schlottmann, Manfred Flüshöh und Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen vor dem neuen Ausstellungsstück, eine funktionierende Spindelpresse.

Foto: Hans Jochem Schulte

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Ennepetal.  Als Friedrich Wilhelm Schlottmann kürzlich seinen 90. Geburtstag beging, konnten es die Festgäste erahnen: Der Mann hat ein Geheimnis. Nun wurde es im Industriemuseum gelüftet. Der Tüftler aus dem Heilenbecker Tal hat wieder ein Technik-Modell erstellt, diesmal mit Hilfe seines Freundes Manfred Flüshöh. Entstanden in Schlottmanns Werkstatt ist eine Spindelpresse. Sie vervollständigt den Schlottmann-Raum im Industriemuseum an der Neustraße.

Zur Übergabe waren viel Gäste gekommen, u. a: der Geschäftsführer des Kreisheimatbundes Waldemar Guderian und der 2. Vorsitzende des Heimatvereins Milspe Karl-Heinz Gockel und das weitere Vorstandsmitglied Hans Gerd Bangert. Anwesend waren auch aus der Voerder Ehrennachtwächter-Riege Klaus Glenzke und Horst Gockel, denn die Modellbauer Schlottmann und Flüshöh gehören auch zu dieser Zunft. Die Ehrenamtlichen des Museums sorgten für eine schöne Atmosphäre mit Kaffee und Brötchen.

Hausherr Prof. Dr. Reinhard Döpp wies in seiner Einführung auf die Zielsetzung des Industriemuseums hin: „Zukunft braucht Herkunft. Zukunft aus Tradition!“ Er erinnerte daran, wie Friedrich Wilhelm Schlottmann zum Technikmodellbau kam, zunächst am Aufbau des Straßenindustriemuseums mitwirkte und schließlich über Ennepetal hinaus durch Ausstellungen bekannt wurde. Prof. Döpp: „Er macht Technikgeschichte erlebbar!“ So steht es auch auf einer Tafel, die Döpp vorstellte und Museumsbesucher informieren soll.

Landrat Dr. Arnim Brux berichtete in seinem Grußwort von einem kürzlichen Treffen mit Ruhrgebiets-Oberbürgermeistern. Es ging um die Industrieregion. Ziel sei es, diese Region, zu der auch der Ennepe-Ruhr-Kreis zähle, zum Weltkulturerbe erklären zu lassen. Brux: „Das ist aber ein sehr langer Weg!“ Friedrich Wilhelm Schlottmann trage mit seinen Modellen dazu bei. Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen bekannte, dass er zu Hause in seinem Bücherschrank auch Veröffentlichungen von Schlottmann habe und immer wieder gerne darin blättere.

Viele Mitwirkende

Eine „Wegstärkung“ gab es vom Landrat für Friedrich-Wilhelm Schlottmann, der Bürgermeister und Prof. Döpp überreichten Schlottmanns Ehefrau Elisabeth Blumen. „Die Maschine“ lautet der Band, den Modellbauer Schlottmann vom Vorsitzenden des Förderkreises Industriekultur und Hausherrn Prof. Dr. Döpp in alter Verbundenheit überreicht bekam.

Zum Gelingen der Spindelpresse beigetragen haben die heimischen Firmen Matschuk und Schumacher sowie Rainer Finke und Horst Berens vom Industriemuseum. Das sagte Friedrich Wilhelm Schlottmann mit einem Dankeschön.

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