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Verkauf des Patrizierhauses in Schwelm ist perfekt

Das alt-ehrwürdige Patrizierhaus am Bürgerplatz wird von der Stadt Schwelm an die Sparkasse verkauft. Dort sollen in Zukunft die LBS und die Provinzial-Agentur untergebracht werden.

Das alt-ehrwürdige Patrizierhaus am Bürgerplatz wird von der Stadt Schwelm an die Sparkasse verkauft. Dort sollen in Zukunft die LBS und die Provinzial-Agentur untergebracht werden.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Der Rat der Stadt Schwelm hat seine Zustimmung zum Verkauf des Patrizierhauses erteilt. Es wechselt in den Eigentum der Städtischen Sparkasse.

Der Verkauf des Patrizierhauses an die Sparkasse Schwelm ist perfekt. Der Rat der Stadt Schwelm hat in seiner Sitzung am Donnerstag mit großer Mehrheit zugestimmt, das denkmalgeschützte Gebäude am Bürgerplatz an das heimische Geldinstitut zu veräußern.

Mit dem Verkauf würde die Immobilie, die noch Teil des Gesamtpaketes Brauerei-Brache ist, aus dem Eigentum der Stadt Schwelm in das Eigentum der „Stadttochter“ Sparkasse wechseln. Was nach dem Ratsentscheid noch fehlte, war die Zustimmung des Sparkassen-Verwaltungsrates. Die folgte in dessen Sitzung am Freitag.

Sparkassen-Vorstand Michael Lindermann, der mit Vorstandskollege Johannes Schulz zur Ratssitzung erschien, stellte im öffentlichen Teil die Pläne seines Hauses für die künftige Nutzung des Patrizierhauses vor. Die Sparkasse will dort ihre Provinzial-Agentur (2015 gegründet) und die LBS unterbringen. Noch befindet sich in der Hauptstelle alles unter einem Dach. Michael Lindermann sprach von einer „Raum-Not“. Die Ausgliederung der Geschäftsbereiche in unmittelbare Nachbarschaft verschaffe im Haupthaus nicht nur wieder mehr Platz, sondern biete an neuer Stelle ausreichend Bürofläche für weitere Expansionen. Ein großer Vorteil dabei ist die exponierte Lage in unmittelbarer Nachbarschaft.

Eigene Datenleitung

„Wir wollen unser Immobilien-Center prominenter präsentieren und insgesamt nach vorne gehen“, erklärte Lindermann. Ein weiterer Vorteil aus Sicht der Sparkasse: Das Patrizierhaus bekommt eine eigene Datenleitung. Damit kann dort eine Notkasse eingerichtet werden, für den Fall, dass – wie geschehen – ein Bagger die Leitung zur Hauptstelle kappt.

Das Nutzungskonzept für das Patrizierhaus wurde in den vergangenen Tagen mit Architekt Klaus Lange besprochen, der dazu einen Entwurf vorlegte. Sparkassen-Vorstand Lindermann präsentierte ihn am Donnerstag erstmals öffentlich. Er sieht im Erdgeschoss einen großen Empfangsbereich mit behindertengerechten Toiletten vor. Die markante Eingangstreppe zum Bürgerplatz bleibt erhalten.

Ein barrierefreier Zugang entsteht am jetzigen Hintereingang, der in Zukunft wohl mehr als Hauptportal wahrgenommen wird, sobald das neue Rathaus eröffnet ist.

In die erste Etage und ins Obergeschoss kommen Büros rein, wo sich Mitarbeiter und Kunden ungestört besprechen können. Diese Räume werden später nicht barrierefrei erreichbar sein. Die Sparkasse habe sich gegen den Einbau eines Aufzuges im Gebäudeinnern entschieden, erklärte Lindermann. Eine Außenlösung wolle man nicht, „um denkmal-gefällig zu bleiben“. Mitarbeiter bzw. Kunden, die auf einen barrierefreien Zugang angewiesen sind, könnten weiter in der Hauptstelle arbeiten bzw. betreut werden, versicherte der Sparkassen-Vorstand.

Loslegen will die Sparkasse so schnell wie möglich. Ziel ist eine Fertigstellung des Patrizierhauses, bevor der Rathaus-Bau startet. „Das kriegen wir hin“, versprach Michael Lindermann.

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